05.03.10

Lustige Preisgestaltung

Posted in Multimedia, Allgemein at 13:31:48

Gerade wollte Photoshop Elements bestellen. Kann mir bitte jemand die Preisgestaltung erklären?

Man kann es entweder als Paket kaufen:
bildschirmfoto-1.png

… oder herunterladen:
bildschirmfoto-2.png

Aber warum ist der Download teurer?!?

12.02.10

Fernsehbefehl

Posted in Allgemein at 09:11:45

Was ist der berühmteste deutsche SciFi-Film? Ja, Du da hinten? Nein, nicht Raumschiff Orion. Noch jemand eine Idee? Was? Traumschiff surprise?!? Raus!

Es ist natürlich Metropolis von Fritz Lang. Wie? Höre ich da ein Murren? Ja natürlich ist es ein Stummfilm. Aber was für ein Stummfilm! Der Film hat es sogar überstanden, dass 1984 eine eingefärbte Version mit einem Soundtrack von G. Moroder veröffentlicht wurde. Queen Fans kennen natürlich einen Ausschnitt aus dem Video zu Radio Gaga.

Vor einigen Jahren wurden in Argentinien bislang verschollen gedachte Filmrollen gefunden. Diese wurden nun restauriert und so können wir uns nun die Originalversion anschauen, die (wenn ich es richtig erinner) 30 Minuten länger ist also die bisher auf DVD veröffentlichte Version.

Heute wird die neue Version erstmals auf der Berlinale gezeigt. Zeitgleich bringt arte den Film um 20:40 Uhr. Unbedingt anschauen!

Fritz Lang hat überhaupt unglaubliche Filme gedreht Wenn Peter Lorre in M - Eine Stadt sucht einen Mörder seine Verteidigungsrede hält, kann ich mir das in Endlosschleife anschauen.

11.02.10

Der perfekte Bewerber Teil 2

Posted in Projektmanagement, Allgemein at 17:26:47

Wenn ich mich im Büro mit Praktikanten unterhalt merke ich, wie lange mein Studium schon zurück liegt. Die studieren Fächer, von denen habe ich noch nie gehört.

Wenn man wie ich 1989 als Nerd (= Trottel der Mathe&Physik als Leistungskurs hatte) nach einem Studienplatz gesucht hat, gab es eigentlich nur folgende Möglichkeiten:
Elektrotechnik (der Ingenieur als Krone der Menschheit), Maschinenbau, Physik, Mathematik, Statistik oder Informatik.

Wobei Informatik schon irgendwie ein Sonderfall war. Denn die Mathematiker konnten es irgendwie nicht ertragen, dass es plötzlich eine eigene Fachrichtung gab und taten das eher als kurzfristige Mode ab. Warum sollte man denn nicht gleich Mathematik (also die einzige echte Wissenschaft) studieren. Mein Studienführer als dem Jahr 1988 wies darauf hin, dass man als Informatiker sehr wissenschaftlich arbeiten würde und ohne Promotion bräuchte man sich erst gar nicht auf Jobsuche begeben. Wieauchimmer. Alles in allem gab es also weniger als 10 Möglichkeiten, an der Uni seinen Weg zu machen.

Und heute? Heute findet man im Studienverzeichnis 50 Studiengänge in denen das Wort “Medien” vorkommt. Das Studium ist unglaublich spezialisiert.

Ich gebe zu, dass ich das nicht verstehen kann. Wo ist der Sinn einer so frühen Spezialisierung? 80% aller Medienberufe gab es vor 10 Jahren noch nicht. Und welche Berufsbiler es in 5 Jahren geben wird, kann niemand sagen. Vermutlich 40% der Dinge, die ich im Studium gelernt habe, waren am Ende meines Studiums veraltet. Ist das ein Problem gewesen? Natürlich nicht. Denn man lernt im Studium ja nicht nur Inhalte, sondern - viel wichtiger - Methoden und Lernstrategien. Ich kenne die Studiengänge ja nicht im Detail, aber besteht nicht die Gefahr, dass ein Studium je schneller veraltet, je spezieller die Inhalte sind?

Ein zweiter Punkt. Als ich mein Studium gestartet habe, hätte ich mir nicht im Traum vorstellen können, in welche Richtungen es mich mal verschlagen würde. Ich wollte grandiose Software erschaffen. Kundenkontakt? Vorträge? Leitung von Workshops? Große Beratungsprojekte? Personalverantwortung? Ich?!? Nie im Leben! Später stellte sich dann heraus, dass ich zwar kein schlechter Softwareentwickler war, aber bei weitem nicht so brilliant, wie ich es denn gerne gewesen wäre. Statt dessen fing ich an es zu lieben, Teams und Projekt zu führen. Wenn mir das jemand im ersten Semester vorhergesagt hätte? Ich hätte gelacht und weiter getrunken. Wäre also ein Studium für mich gut gewesen, dessen Inhalte extrem stark auf den zukünftigen Job zugeschnitten sind? Hell no!

Egal, ich muss zum Glück heute nicht mehr studieren. Ich beneide die aktuellen Studenten aber auf jeden Fall nicht.

Was für die ältere unter uns: Scott Adams Adventure

Posted in Allgemein at 01:24:07

Eine so ziemlich komplett ausgestorbene Spielerichtung sind die Textadventures. Heute noch hoch gelobt sind natürlich die Adventure von Infocom. Aber die Krone gehört eigentlich Scott Adams (nein, nicht der Comic-Zeichner)

Scott Adams hat schon Ende der 70′er Computerspiele programmiert. Die Textadventure waren extrem simpel. Man bekam erst eine kurze Beschreibung, wo man ist (”Du bist in einer Halle. Hier ist eine Standuhr. Es geht nach norden, süden, osten, westen”). Mit Hilfe kurzer Befehle (”öffne uhr” — “Eine Eule kommt heraus”) steuerte man dann das Spiel.

Die Adventure von Scott Adams sind Klassiker. Wir haben komplette Sommerferien damit verbracht, die Lösung zu finden. Und oft genug scheiterte es einfach daran, dass man einfach nicht das richtige 2-Wort Kommando gefunden hat. Die Spiele waren natürlich sehr simpel, schließlich musste so ein komplette Spiel in 8Kb Speicher passen (ja, liebe Kindern, 8192 Zeichen reichten damals aus, um komplette Spiele zu schreiben)

Wer mal wieder das echte 80′er Feeling haben möchte, hier kann man seine Adventure online spielen:
http://www.ifiction.org/games/index.php?cat=44

04.02.10

Der pefekte Bewerber

Posted in Projektmanagement, Allgemein at 10:12:25

Auf SpiegelOnline gibt es einen Artikel über die aktuelle Studentengeneration. Eine exemplarische Anna-Lena (grandioser Name) steht für Studenten, die ein Turbo-Studium durchziehen, aber im wirklichen Leben vermutlich in der Fußgängerzone verhungern würden (es sei denn, sie sehen jemanden aus ihrem Netzwerk der ihnen hilft)

An solchen Artikeln merke ich dann, dass mein Studium schon etwas zurück liegt. Wir hatten wohl etwas mehr Zeit. Immer, wenn es darum geht, das Schule und Studium noch kürzer werden sollen, erinner ich mich an einen Leiter eines Kurses im Technischen Zeichnen (bevor es mich zur Informatik verschlagen hat, war ich für 2 Semester in Elektrotechnik eingeschrieben). Als jemand neben mir in der Übung jammerte, er würde ja so auf keinen Fall nach 8 Semestern fertig werden war die Antwort: “Warum wollen Sie so früh fertig werden? Als Ingenieur sollen Sie eine Führungsausfage übernehmen und wenn Sie mit nur 24 ein Team von gestandenen Technikern führen wollen, lachen die Sie doch nur aus”

Ok, aber scheinbar wollen Personaler heute Stelllen mit solche Anna-Lenas besetzen. Warum auch immer. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, hatte ich recht lange eigene Teams, teilweise mit Personalverantwortung und habe entsprechend viele Leute selber eingestellt. Einer der besten und engagiertesten Softwareentwickler an die ich mich erinnern kann war jemand, der vorher seinen Job als Straßenbauer aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Er hatte definitiv keinen idealen Lebenslauf vorzuweisen, passte aber perfekt in die Position.

Andere Geschichte: Abends sitzt eine Runde hochrangiger Manager eines Weltkonzerns zusammen. Alle sind in ihren jeweiligen Positionen sehr erfolgreich und gut. Nach einigen Gläsern Wein stellt sich heraus, dass niemand am Tisch sein Studium mit einem Abschluss beendet hat. Tja, solche Zeiten sind dann wohl vorbei…

16.12.09

Das Express Paket

Posted in Allgemein at 10:37:00

Ich bin Amazon-Prime Kunde. Für einen geringen Betrag bekomme ich alle Bestellungen ohne Versandkosten sowie als Expresspaket zugeschickt. Das ist eigentlich eine gute Sache. Eigentlich.

Schon seit Monaten liebäugle ich mit der Philips LIVING COLORS Lampe. Vor 2 Wochen habe ich sie mir dann selber zu Weihnachten geschenk. Ich lasse sie, alle Bestellungen, an die Packstation in meinem momentanen Arbeitsort schicken.

Laut Sendungsverfolgung scheint da aber irgendwas schief gelaufen zu sein. Denn der Status stand bei Amazon auf “wird zugestellt”, laut der DHL Seite sogar auf “delivered to customer”. Nur, ich hatte die Lampe noch nicht bekommen. Na, dafür gibt es ja eine Hotline:

Ich: Können Sie bitte mal den Status des Paketes 12345 anschauen.
Hotline: Das Paket war zu groß für die Packstation und befindet sich nun im Depot
Ich: Äh, warum wurde ich darüber nicht informiert? Was passiert nun?
Hotline: Das Paket bleibt hier 7 Tage und wird dann zurückgeschickt
Ich: Ne, ich will das doch haben. Können Sie es mir bitte nochmal zustellen. Dies mal bitte nach Hause, die PLZ lautet …
Hotline: Das geht nicht, das wäre ja ein anderes Depot. Es ist ja ein Expresspaket
Ich: Ok, dann vielleicht an eine Postfiliale hier um die Ecke?
Hotline: Das geht nicht, die können das Paket nicht scannen. Es ist ja ein Expresspaket
Ich: Und wenn ich es zu meiner Projektwohnung schicken lasse und nicht da bin, bekomme ich eine Abholkarte?
Hotline: Das geht dann ins Depot zurück. Es ist ja ein Expresspaket
Ich: Gut, gut. Ich hole es im Depot ab.
Hotline: Das Depot liegt “Werrastraße 1, Raunheim”

Tja, wer mag kann das gerne mal bei Google-Maps, Stadtplandienst o.ä. suchen. Man findet nix. Zum Glück bin ich dann auf einige Blogs gestoßen, die das gleiche Problem hatten. Es ist ein neues Industriegebiet in der Nähe vom Frankfurter Flughafen. Dort angekommen muss man dem Wegweiser “Parkplatz für Mitarbeiter” folgen und an einer Tür ohne Schild klingeln. Das bekommt man sein Paket.

Die Lampe? Ach, die ist übrigens Defekt gewesen und ich werde sie heute zurückschicken…

06.12.09

Wikipedia und ich

Posted in Multimedia, Allgemein at 12:16:15

Seit einiger Zeit kriselt es ja gewaltig im deutschen Wikipedia-Wald.

Etwas vereinfacht erklärt streiten sich da gerade ja zwei Lager. Eine Gruppe ist der Meinung, es dürften nur “relevante” Artikel aufgenommen werden und löscht fleißig verschiedene Artikel während die andere Gruppe anführt, es können nicht angehen, dass eine Minderheit entscheidet, was denn nun wichtig sei und was nicht und die Relevanz würde sich automatisch an den Aufrufzahlen finden.

Auch wenn ich die Argumente der Löschgegner eher verstehe (warum soll man denn überhaupt löschen, gehen die Bits aus?), habe ich das bislang eher nur am Rande verfolgt. Diese Woche aber war ich dann mal selber Betroffener

Vor längerer Zeit habe ich mal anonym ein paar kleinere Fehler in einem (kurzen und eher schlichten) Wikipedia Eintrag über OSS/J berichtigt. Als ich jetzt nach nach diesem Artikel suchen wollte, war er weg. WTF? Offenbar sind Telco-Standards also nicht relevant.

Jetzt wurde ich neugierig. Also habe ich mal den Artikel zu meinem aktuellen Projekt aufgerufen. Und siehe da: Es findet sich ein recht ausführlicher, gut geschriebener Eintrag. An einer Stelle fand ich einen kleinen Fehler. Statt möglicher 4 Optionen ein einer Funktion wurden nur 2 beschrieben. Ok, kein Problem. Also änder ich das eben mal (anonym). Darüber gibt es wenig Diskussion, da die frei verfügbaren Spezifikationen es genau so beschreiben.

Keine 10 Minuten später wurde meine Änderung wieder rückgängig gemacht. Das motiviert mich nicht gerade. Ich denke, ich verstehe das Problem von Wikipedia ein wenig bessern …

01.12.09

Yps auf dem iPhone

Posted in Multimedia, Allgemein at 14:16:59

Sachen gibt’s …

Unser aller (also alle, die in den 70′ern groß wurden) Lieblingszeitschrift hat eine iPhone App rausgebracht. Nein, nicht die Bravo. Die haben doch nur die gelesen, die für MAD zu doof waren. Es geht natürlich um YPS. jede Woche gab es dort mehr oder minder gute Comics und mehr oder minder gute Beigaben, die Gimmicks. Ich war seit Ausgabe 3 dabei (das Magnetrad - was mich ein wenig wundert, weil ich da gerade mal 6 Jahre alt war, aber ich bin mir da ziemlich sicher).

Eines der erfolgreichsten Gimicks waren die Urzeitkrebse. Und weil die YPS Leser von früher ja die iPhone Nerds von heute sind,
gibt es jetzt tatsächlich eben diese Urzeitkrebse als iPhone-App

Dann wird es ja nicht mehr lange dauern, bis uns die Tamagotchi wieder beglücken…

26.11.09

Post Handyporto

Posted in Allgemein at 11:57:49

ich gehöre ja zu den Leuten, die es irgendwie nie schaffen, genug Briefmarken im Haus zu haben. Das merke ich natürlich dann besonders schmerzlich, wenn ich Rechnungen schreibe und verschicken will. Ergebnis: Ich trage die Briefe tagelang in meiner Laptoptasche mit mir herum …

Durch Zufall habe ich gesehen, dass die Post neben der Internetbriefmarke (Marke online kaufen uns ausdrucken) auch Handyporto anbietet. Das funktioniert so: Man schickt eine SMS mit dem Betreff “Brief” oder “Karte” an die Nummer 22122. Kurze Zeit später bekommt man eine SMS mit 3 Zeilenreihen. Diese schreibt man einfach statt der Briefmarke auf den Brief - fertig.

Klingt gut, oder? Es gibt nur einen kleinen, winzigen Haken: Das “Porto” kostet auf diesem Weg laut Webseite 95ct für einen Brief und 85ct für eine Postkarte.

Anders ausgedrückt. Die Nutzung einer neuen Technologie kostet 172% (188% bei Postkarten) des Preises der alten Technologie. Klar, man könnte damit argumentieren, dass es alles einfacher wird und mir dies schon 40ct wert sein sollte - aber ich glaube, ich gehe dann gleich doch lieber mal zum Automaten….

Nachtrag:
Ups, meine Rechung ist ja falsch. Ich muss ja die Kosten für die SMS noch einrechnen. Dann komm ich bei 19ct pro SMS auf Kosten von 1,14EUR pro Brief - also mehr als doppelt so teuer.

25.11.09

Google, Quizshows und ich

Posted in Allgemein at 17:03:05

Laut Google-Analytics hatte ich während meines Urlaubs an einem Tag extrem viele Besucher, locker 10x mehr als sonst. Das verwirrt natürlich ein wenig. Also habe ich genauer nachgeschaut.

Die Besucher kamen über Google und haben nach dem Begriff “sauce bernaise syndrom” gesucht. Ein Eintrag von mir dazu steht bei Google auf Platz 2:
http://www.guerilla-projektmanagement.de/index.php/archives/2007/03/16/das-sauce-bernaise-syndrom/

So weit, so gut. Aber warum haben alle plötzlich danach gesucht?!? Erklärung: Es war eine Antwortmöglichkeit in einer Quizshow …

30.10.09

Liebe Accor Hotel Kette,

Posted in Allgemein at 09:50:27

es ist ja ganz nett, dass ihr mich daran erinnert, dass meine Kundenkarte nächsten Monat ausläuft.

Natürlich stellt sich die Frage, wieso ich diese Mail bekomme, obwohl ich in meinem Kundenkonto angegeben habe, keine Mails erhalten zu wollen.

Ach ja, und warum um alles in der Welt bekomme ich diese Erinnerung seit 0:00 Uhr alle 15 Minuten …

27.10.09

John Cleese wird 70

Posted in Allgemein at 11:15:53

An manchen Tagen kommt man sich als Projektleiter ja auch vor, wie in einem Monty Python Sketch…

John Cleese wird 70 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

Er selber hat via Twitter überlegt, ob er sich an seinem Geburtstag nicht einfach umbringen sollte (Link) - wird es aber wohl eher nicht machen - vermutlich aus reiner Faulheit.

Monty Python ist ja absolut zeitlos. Die Serie und Filme funktionieren auch heute noch. Für rund 90 Euro kann man übrigens bei Amazon alle Filme inkl. sämtlicher Flying-Cirus Folgen erwerben:
40th Anniversary Boxset Celebrating 400 Years of Monty Python (exklusiv bei Amazon.de)

Wer es noch nicht kennt: Sehr empfehlenswert ist auch die wunderbare Serie Fawlty Towers
Ein paar Eindrücke bei Youtube:

(link)

Einer meiner Lieblinge: Ministry of silly walks, bitte sehr:
http://www.youtube.com/watch?v=IqhlQfXUk7w

26.10.09

Kindle 2 - erste Eindrücke

Posted in Multimedia, Allgemein at 12:02:38

Ich habe es getan. Ja, es ist Quatsch. Denn in 6 Monaten wird Apple sein Tablet-Computer vorstellen (gehen wir mal von aus). Die Gerüchteküche sagt, dass Amazon bereits an einer Kindle-Applikation für OS x arbeitet (für das IPhone gibt es das ja bereits). Langer Rede kurzer Sinn: es war unvernünftig, sich jetzt noch ein Kindle zu bestellen. Aber hey, ich esse auch Marzipankartoffel obwohl das unvernünftig ist …

Das Gerät
Heute reicht es ja nicht mehr aus, dass Hardware funktioniert, sie muss auch noch gut aussehen. In diesem Punkt hat der Kindle seinen Job gut erledigt. Das Ding sieht gut aus, liegt gut in der Hand und ist mit knapp 300g schön leicht. Es hat in etwa die Grundfläche eines Taschenbuches.

Display
Wenn man noch nie ein Display mit elektronischer Tinte gesehen hat, ist es echt verblüffend. Es kommt richtigem Papier schon ziemlich nahe und ist absolut nicht zu vergleichen mit einem klassischen Display.

Benutzung
Machen wir es kurz: Zwischen auspacken und erstem Buchkauf lagen keine 5 Minuten. Die Ehre des ersten Kaufes bekam First Among Sequels von Jasper FForde. Also: Es funktioniert.
(Die nächsten “Bücher” waren übrigens der aktuelle Perry Rhodan Zykus. Den habe ich als PDF gekauft und umgewandelt)

Negativ 1
Es gibt zwei Wege, Inhalte die nicht im Kindle-eigenen Format vorliegen umzuwandeln.
Weg 1: Man schickt eine Mail an eine Adresse, die Datei wird umgewandelt und automatisch per UTMS an das Kindle geschickt. Dieser Weg kostet für die internationale Version 1,99 $/MB (sic!) Das ist natürlich absoluter Dreck.
Es bleibt aber Weg 2: Mail an eine andere Adresse und man kann sich anschließend die Datei selber herunterladen.

Negativ 2
Bei normal gekauften Dateien scheint es ja diese “Strafgebühr” von 1,99$ nicht zu geben. Dies ist aber nicht ganz richtig. Sie wird nämlich anscheinend auf den Buchpreis aufgeschlagen. So kosten Bücher, die im US Kindle-Store kostenlos erhältlich sind, für Kunden aus Deutschland plötzlich 2,30$. Das ist ziemlicher Mist!

Negativ 3
Die Buchindustrie könnte ja eigentlich von Film- und Musikindustrie lernen. Nämlich, dass Rechtemanagement ganz großer Unfug ist. Aber nein, sie machen genau den gleichen Blödsinn. Ergebnis: Wenn ich mir bei einem anderen Anbieter als Amazon ein Buch kaufe, muss ich es erst “entsperren” um es auf dem Kindle anzeigen zu können. Zur Sicherheit: Es geht mir nicht darum, Raubkopien zu bekommen. Ich will einfach nur ein legal gekauftes E-Book lesen können. Und um das machen zu können, muss ich es erst cracken.
Wenn jetzt auch noch MOBI und EPUB Format gegeneinander stehen, wird es komplett chaotisch.

Fazit
Ich habe mein Kindle erst ein paar Tage, mag es aber schon jetzt. Für jemanden wie mich, der ständig unterwegs ist, einfach perfekt. Wenn jetzt noch die Geschichte mit dem Rechtemanagement und den Kosten sich in die richtige Richtung entwickeln würde, wäre ich natürlich noch zufriedener.

20.10.09

War ja klar

Posted in Multimedia, Allgemein at 12:38:36

Monatelang habe ich den Akkupack für mein iPhone gesucht. So toll es ja auch ist, aber die Batterieleistung reicht einfach nicht für längere Reisen.

Ich habe überall gesucht und war schon ein wenig sauer, dass mein neues, tolles Ablagesystem (mit sehr vielen tollen Kartons von Ikea) nicht funktioniert.

Also habe ich mir ein neues Akkupack gekauft.

Tja, und heute ziehe ich zum ersten Mal meinen Wintermantel an. Raten wir doch alle mal, was ich in der Innentasche gefunden habe …

15.10.09

Vergessene Helden

Posted in Allgemein at 20:35:51

Ok, Preisfrage. Wer waren Mike Levey und John Parkin?

Hey! Nicht bei Google suchen!

Levey und Parkin waren natürlich unser aller Late-Night TV-Helden der frühen 90′er. Wir waren Studenten. Und wenn wir spät Abends von unseren Lerngruppen (und gaaanz ganz selten mal aus einer Kneipe) nach Hause kamen, lief relativ wenig im Fernsehen. Es gab zwar keinen Sendeschluss mehr (ja liebe Kinder, so schlecht ging es uns früher - wir hatten nicht einmal 24h Fernsehen), es gab aber leider auch nicht genug Inhalte für 24h Fernsehen.

Ok, auf der anderen Seite hat RTL damals das Kunststück fertig gebracht, die Erstausstrahlung von Married with Children auf 0:30 Uhr zu legen (erst 0:00 Uhr, aber dann kam das Nachtjournal und es wurde 0:30. Danach lief dann noch “Dienst in Vietnam” - vor 01:00 Uhr kam man also nicht ins Bett).

Wie auch immer. Zu der Zeit liefen Nachts die ersten “Infomercials” im Fernsehen. Also meistens 30 Minuten lange Werbesendungen für irgendein Produkt welches man eigentlich nie gebraucht hat oder für einen Reiniger, der alle Reiniger in den Schatten stellt.

Und sie waren schlecht. Sie waren so wunderbar schlecht. Aus Geldmangel wurden sie nicht synchronisiert sondern nur mit Untertiteln versehen. Also konnte man den wunderbaren Originalton genießen.

Mike Levey und John Parkin waren nun unsere absoluten Lieblinge. Levey präsentierte “Amazing Discoveries”. Er gab den etwas begriffsstutzigen Normalverbraucher (meist im geilen 80′er Jahre Pullover). Parkin wiederum war der Experte für das jeweilige Produkt (”wir haben ihn heute extra für sie aus England einfliegen lassen”), wirbelte wie unter Koks&Speed (und ich vermute mal, manchmal nicht nur “wie”) durch das Studio und führte dem dann völlig erstaunten Levey die Produkte vor “Hier Mike, ist das nicht erstaunlich. Ich wische mit dem Tuch über die Fläche und das Fett landet wie durch Magie in dem Tuch - John, das ist ja absolut unglaublich. Wie machst Du das nur? Könnte ich das auch? - Aber natürlich, Mike. Das kann jeder! Und du brauchst nur dieses Tuch für 99,99$”

Immer wieder gerne gesehen waren die Werbesendungen für den Reiniger “Astonish”. Natürlich angekündigt mit den Worten “Today we’ve got something very special for you that will astonish you!”.

Warum diese Sendungen so wunderbar waren? Nun, man merkte, dass die Jungs dort selber den Quatsch nicht sonderlich ernst nahmen. Putzmittel im Fernsehen anzupreisen ist nicht unbedingt ein Traumjob. Aber die Jungs hatten echt Spaß. Und solange die Sendungen diese grandiose “Radio aus der Dachkammer” Stimmung hatten, haben wie sie geliebt.

Irggendwann waren sie dann leider zu erfolgreich, nahmen sich selber zu ernst und die Sendungen wurden doof. Außerdem wurden sie auch noch übersetzt.

Heute sind Shoppingsender so lustig wie Zwieback. Mike Levey ist 2003 im Alter von 55 Jahren gestorben. John Parkin ist dick geworden und präsentiert manchmal immer noch Produkte - aber es nicht nicht mehr wie früher …

14.10.09

Spaß im Hotel

Posted in Projektmanagement, Allgemein at 10:13:52

Wenn möglich, nehme ich mir ja eine möblierte Wohnung am Einsatzort. Ab 100 Hotelübernachtungen pro Jahr verliert so ein Hotel irgendwie seinen Reiz.

Bei der Hotelsuche verlasse ich mich meistens auf Empfehlungen oder nehme eine Kette. Hotellketten sind wie Burger-Ketten: Man kennt das Zimmer schon lange vorm Eintreten. Definierte Qualität, keine hohe Qualität, aber man weiß, was man bekommt. Aber manchmal muss man halt auch mal in ein völlig unbekanntes Hotel.

Das Hotel befand sich mitten in der Innenstadt. Das war auch schon der einzige positive Aspekt. Wobei, nein: Auch der Name klang ganz gut. Man lernt ja über die Jahre, Hotels mit Tiernamen zu meiden (”Hotel zum röhrenden Hirschen”). Aber bei einem Königshof, und bei dem (hohen) Preis, hey, da kann doch nichts schief gehen.

Es kann. Das Zimmer selber war in dunklem, in sehr dunklem Holz gehalten. Das Bett war ein Einzelbett. Das ist schon mal doof. In 90% alle Fälle bekommt man ja bei Buchung eines Einzelzimmers zumindest ein 1.40m Bett. Dieses Bett war nicht nur erstaunlich schmal. Es stand auch noch längs an der Wand. Das hasse ich ja schon mal. Du drehst dich um und brichst Dir sofort an der Wand das Handgelenk. Und zu allem Überfluss hatte es auch noch ein “Fußteil”. Also würde ich die ganze Nacht nicht nur gegen die Wand donnern, ich würde mir auch ständig die Zehen anschlagen.

Das Nichtraucherzimmer roch nach kaltem Rauch. Dies wurde auch durch die Tatsache, dass das Zimmer vermutlich die letzten 3 Monate nicht gelüftet wurde kaum besser. Ich schnappe mir die Fernbedienung und natürlich sind die Batterien leer. Pay-TV gibt es nicht, aber wer will das schon.

Ich öffne die erste Kleiderschranktür und finde einen Stabel Porno-Hefte. Hmm, ist das vielleicht ein Ausgleich für den fehlenden Pay-TV Kanal? Wo bin ich hier gelandet? Zahle ich hier nach Tagen, oder nach Stunden?

Hinter der nächsten Schranktür finden sich alte Socken.

Das ist der Moment, in dem ich dann doch mal zur Rezeption gehe und ein neues Zimmer verlange…

30.09.09

Liebe taz,

Posted in Allgemein at 11:26:04

heute bekam ich eine Mail von euch. Scheinbar habt ihr jetzt eine Newsletter.

Dazu nur eine kurze Frage: Seid ihr jetzt komplett bescheuert geworden?!?

Ich bin mir 100% sicher, dass ich euch meine Mailadresse nur hinterlassen habe, um eine Bestätigungsmail zur Urlaubsweiterleitung zu bekommen. Ich habe ganz bestimmt nicht zugestimmt, von euch Werbung zu bekommen.

Ein solches Verhalten würde ich von vielen anderen Zeitungen erwarten, aber warum gerade ihr? Na gut, ich wollte - nicht zuletzt wegen des Piratenpartei-Bashing - mein Abo eh’ endlich mal kündigen. Dies ist nun ein Anlass.

26.09.09

McDo gibt einen aus.

Posted in Allgemein at 12:32:31

Wer nach der Wahl umsonst ein Frühstück haben möchte, kann sich hier einen Gutschein drucken:
http://media.mcdonalds.de/MDNPROG9/mcd/files/pdf1/mcdonalds_wahlfruehstueck.pdf

20.09.09

Meine Sonntagsfrage: Wie lange ist man ein “Junger Mann”

Posted in Allgemein at 11:03:33

Letzte Woche im Aufzug. Mit mir sind Mutter, Vater, Hund und 3 Kinder im Aufzug. Ich will aussteigen. Mutter: “Schantalle, mach dem jungen Mann doch mal Platz”. Ich bin an diesem Tag 40 geworden.

Irgendwie fand ich diese Bezeichnung ja schon mit 16 doof. Bevorzugt wurde das ja von Verkäuferinnen an der Kasse benutzt wenn sie mit ihrer Kollegin über mich gesprochen haben “Der Junge Mann da bekommt die Pickelsalbe für 10,95″. Damals dachte ich, ok, ich bin offensichtlich zwischen “Das Blag da” und “der Herr” - und wenn es keine bessere Bezeichnung gibt, ok.

In den nächsten 15 Jahren wartete ich dann darauf, wann ich von Verkäuferinnen endlich nicht mehr mit “junger Mann, was kann ich für Sie tun” angesprochen werden würden. Ok, ich habe aber auf die Frage zugegebenermaßen nie “Was Sie für mich tun können?!? Sprechen Sie mich erst einmal nie wieder mit junger Mann an!!” geantwortet.

Es gibt ja viele wichtige Stationen beim älter werden. Wenn man z.B. beim Betreten der Billiard-Halle (Spielhalle) nicht mehr nach dem Ausweis gefragt wird. Eine andere, sehr traumatische Station ist, wenn die Bedienung in der Studentenkneipe einen mit “Sie” anredet. Dann weiß man endgültig, dass der gefühlte Studentenstatus vorbei ist (und man kann auf die Frage “Was kann ich Ihnen bringen” auch irgendwie nicht mehr “Deine Telefonnummer” antworten). Das ist kein schönes Gefühl.

Aber zurück zum “jungen Mann”. So mit 30 dachte ich, wahrscheinlich sehe ich einfach noch so unglaublich jugendlich aus, dass ich auch für 20 durchgehe wenn mich die Textilfachverkäuferin wieder mal mit “junger Mann” angesprochen hat. 5 Jahre später kam ein anderer Verdacht auf. Wahrscheinlich wandelt es sich langsam in eine ironische Formulierung: “Wer in Deinem Alter noch Kapuzenpullis trägt, wird von uns schon mal gar nicht ernst genommen”.

Ab 35 wurde ich nervös. “Was kann ich denn für Sie tun, junger Mann?”. Verdammter Dreck! Ich bin Manager! Ich habe Personalverantwortung für 50 Mitarbeiter. Ich verantworte Millionenbudgets! Und diese blöde Verkäuferin schafft es, jedes Selbstbewusstsein binne 5 Sekunden komplett zu zerstören. “Ich, also ich hätte gerne für 50 Pfennige Salinos - äh, ne, also ich brauche 3 City-Hemden, aber nur, wenn es Ihnen gerade passt”.

Aber gut, ich muss mich wohl damit abfinden. Ich werde Zeit meines Lebens von allen Verkäuferinnen der Welt als “Junger Mann” durchgehen. Ich habe nur noch einen einzigen, kleinen Wunsch. Wenn ich dann dereinst abtreten muss weil meine Zeit auf Erden vorbei ist - also wenn ich dann den Grabredner höre wie er auch nur einmal “junger Mann” sagt, dann werde ich aus meinem Sarg springen um ihm eins auf die Fresse hauen. Versprochen.

03.09.09

Testbericht des Jahres

Posted in Allgemein at 13:26:12

Für alle Motorradfahrer:
http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/0,1518,646560,00.html

Der letzte Absatz ist göttlich