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	<title>Kommentare zu: Meine Krise mit der Krise</title>
	<link>http://www.guerilla-projektmanagement.de/index.php/archives/2009/04/09/meine-krise-mit-der-krise/</link>
	<description></description>
	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 10:12:18 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>By: Steffen</title>
		<link>http://www.guerilla-projektmanagement.de/index.php/archives/2009/04/09/meine-krise-mit-der-krise/#comment-49185</link>
		<author>Steffen</author>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 08:32:21 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.guerilla-projektmanagement.de/index.php/archives/2009/04/09/meine-krise-mit-der-krise/#comment-49185</guid>
		<description>Hallo Sven, 

das Ziel eines Unternehmensf&#252;hrers ist es, den f&#252;r das Unternehmen wirtschaftlichsten Weg zu finden. Wenn also bestimmte Arbeitskr&#228;fte aufgrund von Produktionsr&#252;ckg&#228;ngen nicht mehr ben&#246;tigt werden, bleibt wenig anderes &#252;brig, als Kurzarbeit. 

Mit Projekten ist es &#228;hnlich. Wenn ein Projektmitarbeiter (z.B. Freelancer) auf dem Projekt nicht mehr ben&#246;tigt wird, weil seine Aufgaben aus dem Leistungsumfang herausgenommen werden, kenne ich keinen Projektleiter, der diesen Mitarbeiter weiter auf dem Projekt halten m&#246;chte, weil er einmal ben&#246;tigt wurde. Auch wenn das Projekt mit diesem Mitarbeiter im Kostenrahmen bleiben w&#252;rde, s&#228;he die Entscheidung nicht anders aus. Einem Projektmanager w&#228;re aber vorzuwerfen, nicht ben&#246;tigte Ressourcen auf dem Projekt zu halten und Kosten zu verursachen, die nicht notwendig sind - auch wenn das Projektbudget noch gehalten werden kann. 

Kurzarbeit hat zudem den Vorteil, dass die Arbeitskr&#228;fte nicht verloren gehen und bei Produktionsausweitungen wieder zur Verf&#252;gung stehen. 

So schlimm Kurzarbeit auch f&#252;r die betroffenen Mitarbeiter auch ist. F&#252;r Betriebe bleiben meist wenig andere M&#246;glichkeiten. L&#246;blich w&#228;re es, wenn die Betriebe jetzt in Qualifizierungsma&#223;nahmen setzen w&#252;rden, die daf&#252;r sorgen, nach der Krise eine besser qualifizierte Belegschaft zu haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Sven, </p>
<p>das Ziel eines Unternehmensf&#252;hrers ist es, den f&#252;r das Unternehmen wirtschaftlichsten Weg zu finden. Wenn also bestimmte Arbeitskr&#228;fte aufgrund von Produktionsr&#252;ckg&#228;ngen nicht mehr ben&#246;tigt werden, bleibt wenig anderes &#252;brig, als Kurzarbeit. </p>
<p>Mit Projekten ist es &#228;hnlich. Wenn ein Projektmitarbeiter (z.B. Freelancer) auf dem Projekt nicht mehr ben&#246;tigt wird, weil seine Aufgaben aus dem Leistungsumfang herausgenommen werden, kenne ich keinen Projektleiter, der diesen Mitarbeiter weiter auf dem Projekt halten m&#246;chte, weil er einmal ben&#246;tigt wurde. Auch wenn das Projekt mit diesem Mitarbeiter im Kostenrahmen bleiben w&#252;rde, s&#228;he die Entscheidung nicht anders aus. Einem Projektmanager w&#228;re aber vorzuwerfen, nicht ben&#246;tigte Ressourcen auf dem Projekt zu halten und Kosten zu verursachen, die nicht notwendig sind - auch wenn das Projektbudget noch gehalten werden kann. </p>
<p>Kurzarbeit hat zudem den Vorteil, dass die Arbeitskr&#228;fte nicht verloren gehen und bei Produktionsausweitungen wieder zur Verf&#252;gung stehen. </p>
<p>So schlimm Kurzarbeit auch f&#252;r die betroffenen Mitarbeiter auch ist. F&#252;r Betriebe bleiben meist wenig andere M&#246;glichkeiten. L&#246;blich w&#228;re es, wenn die Betriebe jetzt in Qualifizierungsma&#223;nahmen setzen w&#252;rden, die daf&#252;r sorgen, nach der Krise eine besser qualifizierte Belegschaft zu haben.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Andrea</title>
		<link>http://www.guerilla-projektmanagement.de/index.php/archives/2009/04/09/meine-krise-mit-der-krise/#comment-48904</link>
		<author>Andrea</author>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 11:31:44 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.guerilla-projektmanagement.de/index.php/archives/2009/04/09/meine-krise-mit-der-krise/#comment-48904</guid>
		<description>Hallo Sven,
brauchtest Du mal was zum "motzen" ? .-)

Der Gewinneinbruch (ca. 100 Mio €) zum Vorjahresquartal bei Henkel kommt mEn im wesentlichen von den Industrieprodukten (z.B. Kleber f&#252;r Automobilindustrie..), in diesem Bereich ging der EBIT von 150 auf 45 Mio € zur&#252;ck. 

Klar sind 45.000.000 € Gewinn pro Quartal immer noch viel. Wenn meine kleine Firma soviel Gewinn machen w&#252;rde, w&#252;rde ich hier eine schicke Party schmeissen.

In der Relation betrachtet, bei den Gr&#246;ssenordnungen von Henkel, k&#246;nnen in der betroffenen Sparte aus den 45 Mio Plus aber recht schnell 45 Mio Minus werden, also halte ich tats&#228;chlich vorausschauendes Handeln f&#252;r angebracht (was das ist kann ich aber "von Aussen" nicht beurteilen, ohne voreilige Schl&#252;sse zu ziehen).

Warum wirfst Du Henkel vor, da&#223; sie Kurzarbeit als Reaktion ausschliessen?
Vermutlich haben sie es gar nicht von sich aus erw&#228;hnt, sondern erst als ein Redakteur (der seine Checkliste mit aktuellen "Themen" abklapperte) sie fragte und sie darauf antworten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Sven,<br />
brauchtest Du mal was zum &#8220;motzen&#8221; ? .-)</p>
<p>Der Gewinneinbruch (ca. 100 Mio €) zum Vorjahresquartal bei Henkel kommt mEn im wesentlichen von den Industrieprodukten (z.B. Kleber f&#252;r Automobilindustrie..), in diesem Bereich ging der EBIT von 150 auf 45 Mio € zur&#252;ck. </p>
<p>Klar sind 45.000.000 € Gewinn pro Quartal immer noch viel. Wenn meine kleine Firma soviel Gewinn machen w&#252;rde, w&#252;rde ich hier eine schicke Party schmeissen.</p>
<p>In der Relation betrachtet, bei den Gr&#246;ssenordnungen von Henkel, k&#246;nnen in der betroffenen Sparte aus den 45 Mio Plus aber recht schnell 45 Mio Minus werden, also halte ich tats&#228;chlich vorausschauendes Handeln f&#252;r angebracht (was das ist kann ich aber &#8220;von Aussen&#8221; nicht beurteilen, ohne voreilige Schl&#252;sse zu ziehen).</p>
<p>Warum wirfst Du Henkel vor, da&#223; sie Kurzarbeit als Reaktion ausschliessen?<br />
Vermutlich haben sie es gar nicht von sich aus erw&#228;hnt, sondern erst als ein Redakteur (der seine Checkliste mit aktuellen &#8220;Themen&#8221; abklapperte) sie fragte und sie darauf antworten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Frank</title>
		<link>http://www.guerilla-projektmanagement.de/index.php/archives/2009/04/09/meine-krise-mit-der-krise/#comment-48873</link>
		<author>Frank</author>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 18:40:43 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.guerilla-projektmanagement.de/index.php/archives/2009/04/09/meine-krise-mit-der-krise/#comment-48873</guid>
		<description>Tja,
ganz so einfach ist es nicht....
Der Gewinn ist eine einfache, aber eben nur eine (!!) betriebswirtschaftliche Kennzahl. (Meist wird von EBIT, also dem &#220;berschuss vor Steuern und Zinsen gesprochen, da er weltweit unterschiedliche Steuern unber&#252;cksichtigt l&#228;&#223;t und so ein besserer Vergleichsmasstab f&#252;r internationale Unternehmen darstellt)
F&#228;llt der Gewinn und bleiben weitere betriebliche Parameter gleich so hei&#223;t dies, da&#223; die Rendite des eingesetzten Kapitals zur&#252;ckgegangen ist.
Mit anderen Worten: das (b&#246;rsennotierte) Unternehmen 
- kann/ wird weniger Dividende zahlen
- es steht weniger Kapital f&#252;r Entwicklung neuer Produkte, Marketingmassnahmen, Ersatzinvestitionen in abgeschriebene Produktionsanlagen etc. zur Verf&#252;gung
- steht schlechter da als Unternehmen der peer-Group
Die wichtigste Konsequenz aus diesen Tatsachen:
- die anleger verlassen das Unternehmen und verkaufen ihre Aktien, und der B&#246;senkurs f&#228;llt (weil das Kapital sich immer in die Richtung der besseren Renditen bewegt)
Ein niedriger Aktienkurs hat jedoch eine Vielzahl an bitteren Konsequenzen:
- das Rating f&#228;llt 
- damit wird es f&#252;r das Unternehmen teuerer neue Kredite zu bekommen (jetzt kommt der Teufelskreis)
- die Refinanzierungskosten erh&#246;hen sich und das Unternehmen muss an anderer Stelle Kosten reduzieren, da sonst der EBIT weiter f&#228;llt!!
- f&#228;llt der Aktienkurs zu stark, so wird das Unternehmen Kandidat f&#252;r eine &#220;bernahme
.......
Man k&#246;nnte dies nun weiter denken bis hin zu Verlagerung der kompletten Produktion in Billiglohnl&#228;nder bis hin zu einer Schliessung des Gesamtunternehmens und Aufgang in eine anderes Unternehmen.

Nun aber kurz:
der Einbruch des EBIT um 1/3 in einem Quartal l&#228;&#223;t ein grunds&#228;tzlich gesundes Unternehmen nicht wanken, aber: passiert dies mehrere Quartale in Folge, so sind die Auswirkungen enorm.

Was nun zu fragen bleibt:
- woher kommt der Gewinneinbruch?
- Da Gewinn die Differenz zwischen Ertr&#228;gen und Aufwendungen ist bleiben zwei m&#246;gliche Ansatzpunkte
- Da die Produktion voll weiterf&#228;hrt handelt es sich wohl weniger um marktseitige Einfl&#252;sse -&#62; der Absatz ist o.k., die Kosten sind zu hoch
- dies w&#252;rde langfristig zu nicht wettbewerbsf&#228;higen Produktpreisen f&#252;hren, die Konsequenzen siehe oben

Also: schnelles Handeln ist bei signifikanten Gewinneinbr&#252;chen nicht nur die Regel sondern auch zwingend notwendig</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tja,<br />
ganz so einfach ist es nicht&#8230;.<br />
Der Gewinn ist eine einfache, aber eben nur eine (!!) betriebswirtschaftliche Kennzahl. (Meist wird von EBIT, also dem &#220;berschuss vor Steuern und Zinsen gesprochen, da er weltweit unterschiedliche Steuern unber&#252;cksichtigt l&#228;&#223;t und so ein besserer Vergleichsmasstab f&#252;r internationale Unternehmen darstellt)<br />
F&#228;llt der Gewinn und bleiben weitere betriebliche Parameter gleich so hei&#223;t dies, da&#223; die Rendite des eingesetzten Kapitals zur&#252;ckgegangen ist.<br />
Mit anderen Worten: das (b&#246;rsennotierte) Unternehmen<br />
- kann/ wird weniger Dividende zahlen<br />
- es steht weniger Kapital f&#252;r Entwicklung neuer Produkte, Marketingmassnahmen, Ersatzinvestitionen in abgeschriebene Produktionsanlagen etc. zur Verf&#252;gung<br />
- steht schlechter da als Unternehmen der peer-Group<br />
Die wichtigste Konsequenz aus diesen Tatsachen:<br />
- die anleger verlassen das Unternehmen und verkaufen ihre Aktien, und der B&#246;senkurs f&#228;llt (weil das Kapital sich immer in die Richtung der besseren Renditen bewegt)<br />
Ein niedriger Aktienkurs hat jedoch eine Vielzahl an bitteren Konsequenzen:<br />
- das Rating f&#228;llt<br />
- damit wird es f&#252;r das Unternehmen teuerer neue Kredite zu bekommen (jetzt kommt der Teufelskreis)<br />
- die Refinanzierungskosten erh&#246;hen sich und das Unternehmen muss an anderer Stelle Kosten reduzieren, da sonst der EBIT weiter f&#228;llt!!<br />
- f&#228;llt der Aktienkurs zu stark, so wird das Unternehmen Kandidat f&#252;r eine &#220;bernahme<br />
&#8230;&#8230;.<br />
Man k&#246;nnte dies nun weiter denken bis hin zu Verlagerung der kompletten Produktion in Billiglohnl&#228;nder bis hin zu einer Schliessung des Gesamtunternehmens und Aufgang in eine anderes Unternehmen.</p>
<p>Nun aber kurz:<br />
der Einbruch des EBIT um 1/3 in einem Quartal l&#228;&#223;t ein grunds&#228;tzlich gesundes Unternehmen nicht wanken, aber: passiert dies mehrere Quartale in Folge, so sind die Auswirkungen enorm.</p>
<p>Was nun zu fragen bleibt:<br />
- woher kommt der Gewinneinbruch?<br />
- Da Gewinn die Differenz zwischen Ertr&#228;gen und Aufwendungen ist bleiben zwei m&#246;gliche Ansatzpunkte<br />
- Da die Produktion voll weiterf&#228;hrt handelt es sich wohl weniger um marktseitige Einfl&#252;sse -&gt; der Absatz ist o.k., die Kosten sind zu hoch<br />
- dies w&#252;rde langfristig zu nicht wettbewerbsf&#228;higen Produktpreisen f&#252;hren, die Konsequenzen siehe oben</p>
<p>Also: schnelles Handeln ist bei signifikanten Gewinneinbr&#252;chen nicht nur die Regel sondern auch zwingend notwendig</p>
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