03.10.07
Posted in Projektmanagement, Multimedia, Allgemein
at 23:29:33
Das ist jetzt etwas für die älteren unter euch:
Erinnert ihr euch noch an die Zeit der Mailboxen? An 300Baud Akustik-Koppler? Verbotenen Modems und Angst vor der Post? So ab 1983 ging es auch hier in Deutschland damit los.
Wer das Gefühl nochmal erleben möchte: Unter http://www.temsys.de.vu findet man eine “klassische Mailbox”. Ok, nicht mehr 300Baud, sondern eher 1200 - aber sehr, sehr nett.
Lustigerweise ist deren Navigation sehr ähnlich du der, die ich bei meinem ersten Mailboxprogramm benutzt habe (ich wieder hatte die allerdings auch geklaut).
Und wir ja aller vergesslich werden, zur Erinnerung: CTRL-S/ CTRL-Q / CTRL-C
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02.10.07
Posted in Ruby On Rails
at 12:15:39
Ich habe mir in letzter Zeit ein paar Entwicklungsumgebungen für RoR (Ruby On Rails) angeschaut. Hier mein subjektives Fazit:
1. Der reine Editor: JEdit
JEdit ist ein wenig der Emacs des 21. Jahrhunderts - der kann alles.
Das Ruby-Plugin kennt CodeCompletion, kann (einigermaßen gut) Klassen erkennen und die entsprechenden Mathoden anbieten und kennt natürlich Syntax-Highlightning.
2. RadRails / Aptana
RadRails basiert auf Eclipse . Zuerst die gute Nachricht: Wenn man InstantRails unter Windows einsetzt, kann man den Arbeitsbereich auf das Verzeichnis legen. Weitere Konfigurationen sind nicht notwendig. Das war aber auch schon alles, was mir gefällt. Die Code-Vervollständigung ist gefühlt schlechter als bei JEdit. Dafür kann man einigermaßen konfortabel Gems installieren. Aber alles in allem hat es mich nicht umgehauen.
3. 3rd Rail
Ich habe meine erstes Geld als Softwareentwickler mit Turbo-Pascal verdient (oder Clipper? Ach, egal). Der Anbieter, Borland, hatte immer einen guten Ruf. Als ich das erste Mal “Delphi 1.0″ sah, war ich schlicht und einfach überwältigt. So musste Softwareentwicklung aussehen (ok, die dunklen Seiten habe ich auch recht schnell kennen gelernt). Trotzdem noch heute hängt an meiner Pinnwand die Eintrittskarte zum “Borland European Software Festival” - das muss so 1991 gewesen sein. Mittlerweile nennt sich die Sparte welche Entwicklungstools anbietet Codegear. Als ich hörte, dass Codegear ein RoR war ist sehr, sehr gespannt.
Tja, aber was soll man sagen 3rd Rails basiert wie RadRails auf Eclipse. Ich habe kein Feature gefunden, was mich auch nur ansatzweise umgehauen hätte. Also vergessen wir das schnell wieder.
3. Netbeans 6.0 (Beta)
Netbeans wurde von SUN zusammen mit Java auf den Markt geworfen. Es ist eine in Java geschriebene Java-Entwicklungsumgebung. Die ersten Versionen waren unglaublich schlecht. Langsam, buggy, seltsam zu bedienen. Alles in allem eher eine Warnung als eine Werbung für Java.
Netbeans 6 kann nun (neben Java, UML und anderen Dingen) auch Rails.
Und damit kommen wir auch zum absoluten Siegern: Netbeans 6 rockt.
Die Code-Vervollständigung ist super, analysiert den Code sauber und liefert die richtigen Methoden. Rails wird vorbildlich unterstützt. Ein Beispiel: Wie migriert man die Datenbank unter 3rdRail? Man muss auf die Console gehen, und dort per Hand “rake db:migrate” eingeben. Wow, dafür brauche ich keine Entwicklungsumgebung.
Netbeans? Mit dem Menüpunkt “Migrate Database”. Anschließend werden einem die möglichen Versionen zur Auswahl angeboten. Neue Generatoren, neue Gems? Alles kein Problem.
Mal eben eine Funktion ausprobieren? Methode im Editor auswählen, rechte Maustaste “run File” - fertig.
Und das Beste: Der Support von Subversion (Versionierungstool) ist super.
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01.10.07
Posted in Projektmanagement
at 10:29:09
Wir schreiben das Jahr 2007. Das Internet basiert auf CSS. Das ganze Internet? Nein! Eine kleine Agentur aus einer großen Stadt leistet tapfer Widerstand.
… und liefert mir als Ergebnis eines Auftrages zur Erstellung von 3 HTML Seiten ein Table-Design. Wobei noch nicht mal das stimmt. Es sind einfach grob geschnittene Grafiken - was halt dabei herauskommt, wenn man einen Generator über eine Grafik jagd. Argh!!! Man, bin ich sauer. Mein kompletter Zeitplan ist jetzt Grütze.
Schade, in der Vergangenheit hatte ich einige (auch größere) Projekte zur allgemeinen Zufriedenheit mit denen durchgeführt. Das hier war jetzt unterirdisch. Aber bei solchen Dingen verhandel ich nicht mehr viel. Gute Internetagenturen gibt es genug. Also verbuche ich die Kosten unter “Erfahrung”.
Oftmals passieren solche Dinge, wenn eine Agentur größer wird (ohne das ich dies in diesem konkreten Fall unterstellen möchte). Sowas habe ich auch schon in Agenturen erlebt, in denen ich selber gearbeitet habe:
Wenn man klein ist, ist jeder Auftrag wichtig und man ist mit Herzblut dabei. Ein guter Chef kennt die goldene Regel des Mittelstands: Der kleine Kunde von Heute ist der Großauftrag von Morgen.
Durch diesen Einsatz wird man erfolgreich und schon gibt es ein Problem: Es gibt mehr Kundenprojekte als Mitarbeiter. Also muss man priorisieren und rotzt den kleinen Auftrag nebenbei mal eben so dahin. Schließlich ist die Banner-Kampagne des großen Kunden doch viel wichtiger. Ergebnis: Der kleine Kunde ist sauer und probt den Aufstand. Also muss nachgearbeitet werden. Dies geht zu Lasten des großen Kunden - der ist auch sauer.
Mehr noch: Eigentlich kann man kleine Aufträge gar nicht mehr vernünftig bedienen. Die Kostenstruktur erlaubt das nicht mehr. Es geht ja nicht, dass man einen Auftrag durch Grafiker&Praktikant alleine durchführen lässt. Jetzt gibt es ja Strukturen: Projektleiter, Chefgrafiker,Reinzeichner, 3 Praktikanten usw. usw. Das kostet. Klar, das sichert auch die Qualität, aber es kostet.
Was ist die Schlussfolgerung? Soll man als Agentur ab einer bestimmten Größe besser keine kleinen Aufträge mehr annehmen? Vielleicht. Vielleicht sollte man sich auch die Möglichkeit sichern, kleine Aufträge ohne große Struktur (und damit zu geringeren Reibungsverlusten) abzuwickeln. Warum soll sich der Junior-PM nicht daran versuchen. Das sagt man dem Kunden offen und gibt es gleichzeig einen vernünftigen Preis.
Egal. Man muss auch mal Pech haben.
Ach ja, ich habe jetzt übrigens ein Jobangebot:
Gesucht wird ein HTML’er, der kurzfristig 3 Grafiken in ein sauberes CSS-Design umwandelt. Wer Zeit hat, kann sich gerne per Mail bei mir melden …
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