25.05.07
Posted in Projektmanagement
at 18:03:16
Bevor ich jetzt eine Woche Pause mache, muss ich das nur für mich kurz zusammenfassen:
- Wegen einiger Brandanschläge (ohne diese jetzt zu verharmlosen) werden deutschlandweit Razzien durchgeführt
- Menschen müssen Geruchsproben abgeben
- Briefe werden am Briefkasten und im Postamt abgefangen, da diese in verdächtigen Gegenden unterwegs sind
- Der Bundestag hat heute beschlossen, dass ich keine Sicherheitswerkzeuge (”Hackertools”) benutzen darf um meinen Rechner sicher zu machen
- Meine Regierung will aber einen “Bundestrojaner” entwickeln, um meinen Rechner zu durchsuchen
- Ab November bekomme ich einen Reisepass nur noch, wenn ich meine Fingerabdrücke abgebe
Ist das nicht schön. Die von mir gewählte Bundesregierung (wobei, aber egal) sorgt sich so um meine Sicherheit. Ich habe auch sofort ein warmes Gefühl.
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Posted in Allgemein
at 11:27:17
Fliegen ist ganz einfach: man lässt sich fallen und versucht den Boden zu verfehlen.
Zur Feier des Tages habe ich mir heute morgen das größte und bunteste Handtuch herausgesucht.
Und wer bislang Douglas Adams doof findet, sollte sich sofort folgendes Buch kaufen:
Die Letzten ihrer Art. Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde.
Dann reden wir weiter.
Ach so: Ich mache eine Woche Blogpause. Ich wünsche allen schöne Feiertage
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24.05.07
Posted in Projektmanagement, Multimedia
at 12:30:52
Gerne wird ja der aktuelle Web 2.0 Trend als Blase bezeichnet. Ich halte das aus vielen Gründen für totalen Quatsch. Eine Blase ist etwas, was platzen wird. Es mag ein Trend sein, der sich irgendwann mal wieder verflüchtigt, aber keine Blase wie die New Economy Geschichte.
Ein wunderbares Beispiel für die Unterschiede zwischen New Economy und dem aktuellen Trend liefert Boo.com.
Boo.com Version 1.0
Boo.com war ein E-Commerce Auftritt für Mode der so ziemlich alles falsch gemacht hat, was man falsch machen konnte. Der Niedergang von Boo.com läutete zeitlich das Ende der New Economy ein.
Boo.com hat in 6 Monaten 120 Mio. $ verbrannt
Boo.com Version 2.0
Unter der Adresse findet man heute ein Reiseportal. Man kann nun über den Web-Auftritt und dessen “Bubble-Gum” Design geteilter Meinung sein. Fakt ist aber, die Jungs erzeugen Traffic und haben User.
Boo.com hat keine $ 300.000 gekostet.
Das ist der Unterschied. Von den aktuellen und kommenden Web 2.0 Angeboten werden 95% wieder eingehen - das ist normal. Es ist aber auch nicht sonderlich schlimm, da sich die Kosten in Grenzen halten.
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Posted in Politik
at 08:16:04
So langsam kommt ja der Verdacht auf, dass die Dopingfälle beim Team Telekom die komplette Mannschaft betreffen. Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens, was Dietz schienbar bei Beckmann erzählt hat, aber mit einem Pfeifton überdeckt wurde. Hier gibt es mehr dazu.
Heute morgen im ARD Früstücksfernsehen kam der Anwalt von Herrn Ullrich zu Wort. Sehr interessant, was er da so erzählt hat. Folgende Sätze habe ich mir gemerkt:
1 (sinngemäß): Auch wenn jetzt einige gestehen, für meinen Mandanten ändert sich nichts. Er hat niemanden betrogen.
2 (sinngemäß): Außerdem ist mein Mandant ja kein Arzt sondern Spitzensportler und hat sich vertrauensvoll an die Teamleitung gewendet
3 (sinngemäß): Es ist doch klar, dass niemand mit 40Km/h über die Berge fährt, ohne etwas genommen zu haben. Dazu müssen wir einfach ehrlich stehen.
Wie muss ich das jetzt verstehen? Sein Mandant hat nicht gedopt und wenn doch, dann weil man es ihm zu gesagt hat und überhaupt waren doch alle gedopt? Nein, das habe ich bestimmt falsch verstanden…
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23.05.07
Posted in Politik, Allgemein
at 10:13:53
Es geht ja gerade durch sämtliche Nachrichten: Wir sind alle viel zu dick und müssen uns dringend besser ernähren.
Ich bin bei diesem Thema ja geneigt, Udo Pollmer zu glauben (Eßt endlich normal!
), der das alles ein wenig entspannter sieht.
Ich erlebe aber seit einigen Tagen tatsächlich ein Problem in unserer Ernährung am eigenen Leib. Und das kam so:
Meine aktuelle Projektwohnung liegt zwar sehr günstig zu Bahnhof und Kunde, es gibt aber wenig Geschäfte in der Nähe. Einziger Lebensmittelladen ist ein Vertreter einer großen Discountkette.
Nun habe ich schon länger nicht mehr bei solchen Diskountern eingekauft. Das liegt schlicht und einfach daran, dass diese in den letzten beiden Städten in denen ich gewohnt habe einfach zu weit weg von meiner Wohnung waren. Wenn ich das Auto zum einkaufen genommen habe, bin ich dann gleich zu einem der Mega-Läden am Rande der Stadt gefahren. Früher war ich allerdings (wieder auf Grund der räumlichen Nähe) sehr häufig Kunde in entsprechenden Discountläden. Daher hatte ich eigentlich keinerlei schlechte Erwartungen, als ich dort einkaufen ging.
Ergebnis: Diesen ekligen Dreck als Lebensmittel zu verkaufen ist eine Unverschämtheit! So ziemlich sämtliche Eigenmarken die ich probiert habe sind ungenießbar! Und ich rede hier nicht von Fertiggerichten, sondern ganz normal von verschiedensten Dingen. Das war vor einigen Jahren nicht so - zumindest kommt es mir so vor. Der seit Jahren andauernde Preiskampf der Ketten hat (aus meiner subjektiven Sicht) scheinbar dazu geführt, dass die Qualität auf der Strecke geblieben ist.
Man sollte die Managern dieser Firmen zwingen, ihren Mist täglich selber zu essen - vielleicht würde das helfen.
Bevor ich diesen widerlichen Fraß weiter esse, fahre ich jetzt ein paar Stationen mit der Straßenbahn zu einem anderen Laden.
So, das musste mal gesagt werden.
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22.05.07
Posted in Allgemein
at 13:21:16
So, jetzt aber schnell zu iTunes oder Musicload und alles von Mark Gillespie kaufen.
Man man man, muss ich denn erst böse werden?
Mark Gillespie verdient sein Geld u.a. mit Straßenmusik. Seine Stimme klingt ein wenig nach Chris Rea. Auf der Straße begleitet er sich mit Hilfe einer Loop-Machine selber.
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Posted in Projektmanagement
at 10:44:21
Wir wollen die beste Firma, sagte der Besitzer. Wir wollen die besten Teams und daher suchen wir am Markt nach den besten Leuten.
Wie schön würde doch die Welt sein, wenn alles so simpel ist…
Teambildung ist leider viel, viel komplexer.
Gute Leute bilden leider nicht automatisch gute Teams. und mittelmäßige Leute können in der richtigen Umgebung extrem erfolgreich ein. Ein gutes Beispiel für diese Idee findet man bei der Fußball WM 2006. Brasilien hatte bestimmt die besseren Köpfe. Aber Deutschland hatte das bessere Team.
Das richtige Team für die richtige Aufgabe zusammenzustellen ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Es ist - leider - mehr, als nur einfach schlauen Köpfe suchen. Die Leute müssen auch noch passen.
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Posted in Allgemein
at 14:45:52
Wir unterbrechen dieses Blog für eine kurze Werbedurchsage:
http://www.mymuesli.com/
Finde ich extrem cool.
- Nischenprodukt
- Aufgeräumte Seite
- Sinnvoller Einsatz von AJAX Elementen
Das Ergebnis: Die Betreiber wurden vom Erfolg zu überrollt, dass ihnen die Verpackungen ausgegangen sind.
Und da mecker noch jemand über Web 2.0
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Posted in Projektmanagement
at 09:37:28
Wenn ein Projekt in Schieflage geraten ist, gibt es (zumindest meistens) bei den Beteiligten eine ganze Reihe von Ideen, was man besser - oder zumindest anders - machen könnte. Darauf angesprochen, warum man denn nicht sofort einige Dinge ändern möchte bekommt man gerne Antworten in der Art “Wir haben jetzt zuviel Arbeit und warten damit, bis weniger los ist”.
Hübsche Idee, leider gibt es dabei meiner Meinung nach einen kleinen Denkfehler: Die Phase mit weniger Arbeit wird nicht kommen. Man sollte niemals davon ausgehen, dass der Arbeitsdruck weniger wird. Klar wäre es schön, mal ein paar Wochen ohne Aufgabe zu sein um einige Aufräumarbeiten durchzuführen. Nur, dies wird nicht passieren. Und falls doch kann es natürlich vorkommen, dass die Geschäftsleitung die ganze Abteilung wegen Arbeitsmangel auflöst …
Ein direkter Weg in das persönliche Burn-Out ist der ständige Gefühl, in einem Hamsterrad zu laufen. Man schuftet und schuftet, kommt aber nicht weiter, erhält keine Anerkennung und entfremdet sich von seiner Aufgabe. Gerne belügt man sich in dieser Phase selber: “Nächste Woche (Monat, Jahr) ist das ja vorbei, dann wird es besser.” Aber es dann leider nicht vorbei.
Entsprechend können nicht nur einzelne Personen, sondern komplette Abteilungen in dieses Hamsterrad geraten. Die Anforderungen werden immer mehr, die Qualität nimmt immer weiter ab und niemand hat eine Idee, wie man da heraus kommt. “Aber wenn mir etwas mehr Zeit haben, kümmern wir uns darum”.
Es gibt ja das vielzitierte Beispiel des Mannes, der mit einer Stumpfes Axt im Wald steht und versucht, einen Baum zu fällen. Ein Wanderer kommt vorbei und fragt ihn, warum er die Axt nicht schärfen will. Geht nicht, sagt der Mann, ich habe keine Zeit. Ich muss doch den Baum hier fällen.
Wie man aus der Nummer wieder ‘rauskommt:
1. Bestandsaufnahme: Was können wir, was wird von uns verlangt, wo sind unsere größsten Probleme? Was können wir sofort, was mittelfristig lösen?
2. Zurücktreten: Bewusst einen (kostbaren) Tag “verschwenden” und sich im Team zurückziehen. Am besten, man mietet sich einen Raum außerhalb der Firma. Dann wird im Team überlegt: Wie können wir die bestehende Last besser stemmen? Was ärgert uns aktuell am meisten? Ganz klar: Es wird nicht alles sofort besser, aber man kann sich eine Migrationsstrategie überlegen.
3. Überstunden reduzieren: Auch wenn es absurd klingt. regelmäßige Überstunden sind (für die meisten Leute) ein Produktivitätskiller. Jeder hat seine ideale Arbeitsdauer. Manche arbeiten 6, andere 8, wieder andere 10 Stunden produktiv. Dies sollte ein Teamleiter immer berücksichtigen.
4. Sprint einlegen: Man macht mit seinem Team einen Deal: Die Überstunden kommen weg, dafür wir einem einem Wochenende ein Sprint eingelegt. Der Teamleiter sorgt für genug Pizza und Cola sowie für die Abendunterhaltung - und schon geht es los.
5. Anforderungen aufräumen: Aus einem Wasserhahn kommt nicht mehr Wasser, wenn man ihn anschreit. Auch kommt aus einer Abteilung nicht mehr heraus, wenn man sie unter Druck setzt. Also muss klar und extrem transparent kommuniziert werden, wieviel Arbeit das Team unter den gegebenen Umständen leisten kann.
6. Ehrliche Kommunikation: Scotty, wie lange brauchst du? 3 Wochen, Sir. Ich gebe dir 3 Stunden. Ok. Hier wird von beiden Seiten unehrlich gespielt. Der Anforderer verlangt einen zu engen Termin weil er weiß, dass der Umsetzer in seiner Abschätzung schon einen Buffer eingebaut hat. Beim nächsten Mal wird der Umsetzer seinen Buffer (seinen Verhandlungsspielraum) vergrößern. Um es klar zu sagen: Soetwas ist der letzte Dreck und nichts weiter als eine nicht hinnehmbare Respektlosigkeit seines Verhandlungspartners gegenüber. Beide Seiten betrügen ihre Partner. Liebe Leute: Ihr arbeitet in einer Firma. Also treibt die Firma nicht durch eure Spielchen in den Abgrund. Der Umsetzer muss ehrlich kommunizieren und die durch ihn bestätigten Termine im Gegenzug einhalten. Das wird am Anfang schwierig werden (dieses Spielchen zwischen Fachabteilung und Umsetzer ist einfach schon zu alt und eingespielt), aber letztlich wird es beiden Seiten zufrieden stellen.
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14.05.07
Posted in Laufen, Marathonvorbereitung
at 22:43:18
Gestern war es soweit. 20.000 Leute machten sich auf zum Start des Ruhrmarathon. Ca. 4.000 davon liefen die 42.195 KM - und ich war einer davon.
Vorbereitung
Über die Vorbereitung habe ich ja schon einiges geschrieben. Ich war eigentlich ganz zufrieden. Mir fehlten zwar einige Läufe, aber ich fühlte mich gut. Ich habe sogar mein “Wunschgewicht” von 77Kg erreicht (und damit in der Vorbereitung 4 Kg abgenommen). Bedingt durch eine längere Laufpause war mein Ziel, einfach durchzukommen. Zielzeit sollte 4:30h sein.
VWKGJ (Vorwettkampfgejammer)
Ich fahre mit einem Laufkollegen zu Start. Wir sind müde und irgendwie noch nicht richtig bei der Sache. Jetzt 42Km? Ach, wir können doch auch die Hälfte laufen … Aber es gibt keine Ausreden mehr.
Der Lauf
Die ersten 10Km bin ich viel zu schnell unterwegs. Egal, ich fühle mich gut und die Zeit werde ich später eh’ wieder verlieren. Die Strecke von Dortmund nach Essen ist nämlich extrem gemein. Die 10Km geht es Berg auf.
Nicht stark, aber stetig. Gerade die letzten 5 Km zum Ziel quer durch Essen machen einen fertig. Aber daran dachte ich noch nicht. Das Wetter ich tückisch. Es ist sehr, sehr drückend. Bereits nach 2 Km läuft mir der Schweiß in strömen.
Km 10-20 gehen ebenfalls locker von der Hand. Bei Km 5 steht meine Freundin zum ersten Mal an der Strecke. Die Strecke führt weiter von Dortmund nach Bochum. Hier sind reichlich Zuschauer an der Strecke eine super Stimmung verbreiten. Auch in Herne (Ende des Halbmarathons) macht es Spaß durch die Masse der Zuschauer angetrieben zu laufen. bei Km20 liegt leider ein Läufer am Boden. Sanitäter kümmern sich um ihn und machen Herzmassage. Aber dazu - leider - später mehr.
Km24: Dreck Dreck Dreck! Ich bekomme einen leichten Krampf im linken Oberschenkel. Woher kommt der denn jetzt? Jetzt schon? Sowas hatte ich noch nie! Durch die neuen Einlagen hat sich mein Laufstil ein wenig geändert. Vielleicht laufe ich etwas zu verkrampft. Es hilft nichts. Ich halte an und dehne mich. Danach geht es locker weiter. Ich fühle mich wieder besser und beschließe, alle 3-4 Km eine Dehnpause einzulegen.
Km 28: Der Marathon hat zwei Starts, einen in Dortmund und einen in Oberhausen. Bei Km 30 treffen die Strecken aufeinander. Viele Zuschauer feuern uns an - und schon laufe ich ein wenig schneller.
Km 30: Jetzt geht der Marathon erst los. Die ersten 30 Km sind Pillepalle. Aber ab Km 30 zeigt sich, ob man wirklich trainiert hat. Der Mann mit dem Hammer wartet hinter jeder Ecke und ist bereit zuzuschlagen. Er schlägt viel und häufig zu - aber zum Glück nicht bei mir. Mein Oberschenkel zwickt. Aber das habe ich im Griff. Bei Km 31 treffe ich wieder meine Freundin. Sie versorgt mich mit einem Kohlehydratgel (ekliges, klebriges Zeug - schmeckt wie Zahnpaste, hilft aber). Alle paar Kilometer gibt es jetzt irgendwelche Events. Samba-Bands, Trommler oder Gemeindefeste. Überall stehen viele Zuschauer und feuern die Läufer an. Da auf unseren Startnummern unsere Namen stehen, höre ich manchmal meinen Namen.
Km 35: Die Steigungen zwingen immer mehr Läufer zu Gehpausen. Ist ja auch albern, wenn man läuft - aber genau so langsam ist, wie die Geher daneben … Ich werfe mein zweites Kohlenhydratgel ein warte auf die Wirkung.
Km 38: Ich laufe um die Kurve, sehe die nächste Steigung und … gehe. Es ist weniger die körperliche Erschöpfung, als denn ein spontaner Frust der mich überfällt. Dem Mann mit dem Hammer bin ich davongelaufen. Aber jetzt könne ich mir ein paar Meter Pause. Ich hadere mit mir und der Strecke. Im Herbst suche ich mir einen Lauf ohne große Steigungen. Aber auf der anderen Seite ist das ja gerade der Spaß an der Sache. Man läuft ja gegen sich selber und versucht sich zu überwinden. Also weiter!
Kurz vor Km 40 treffe ich wieder auf meine Freundin. Ich könne mir die letzte Gehpause und wir plaudern ein wenig mit ihr. Mein Laufkollege ich 15 Minuten vor mir (und damit im Plan). Der Zehnkämpfer Frank Busemann liegt 30 Minuten vor mir, sah aber wohl richtig scheiße aus.
Die letzten 2 Km (Essen Rüttenscheid) sind der Hammer. Selbst jetzt noch stehen hier sehr viele Zuschauer und feuern die Läufer an. Ich fühle mich wieder besser. Krämpfe? Welche Krämpfe. 15 Minuten später als geplant laufe ich ins Ziel. Aber das ist mir in diesem Moment egal. Um eine vernünftige Zeit kümmer ich mich im Herbst. Ich bin angekommen und darum ging es mir!
Der Tag danach
Alles im grünen Bereich. Klar, ich spüre einen leichten Muskelkater. Aber meine Knie machen keine Beschwerden. Auch Treppen stellen keine besondere Herausforderung da.
Die dunkle Seite
Leider ist es fast schon üblich, dass jede größere Laufveranstaltung Todesoppfer zu beklagen hat. So auch hier. Ein Skater ist bereits kurz nach dem Start zusammengebrochen und verstorben. Ein weiterer 66 jähiger Läufer ist nach der Halbmarathonstrecke verstorben. Der Läufer an dem ich vorbeigelaufen bin konnte reanimiert werden, schwebt aber noch in Lebensgefahr. Ich hoffe, er schafft es. Ich kann natürlich nicht beurteilen, was die Ursachen waren. Aber ganz klar: Ein Marathon ist eine enorme Anstrengung für den Körper und muss daher genau vorbereitet sein. Dazu gehört in jedem Fall der regelmäßige Arztbesuch. Gerade das Herz-Kreislaufsystem leistet Höchstarbeit. Selbst eine lahme Ente wie ich habe zum Ende der Vorbereitung aktuelle einen Ruhepuls von 42.
Wenn ich dann sehe, dass Elton (der Showpraktikant von Stefan Raab) “mal eben” in 6 Monaten von 0 auf New-York Marathon trainiert habe ich Sorge, dass viele Leute die Aufgabe überschätzen.
Trotzdem ein riesen Lob an die Veranstalter. Sie haben viel für die Gesundheit der Läufer unternommen. So fuhren mehrer Ärzte per Fahrrad auf der Strecke und schauten sich die Läufer an. An den Verpflegungspunkten gab es keinen Stau und genug Helfer. Das habe ich gerade auf den ersten Km schon anders erlebt. In Berlin z.B. klappte das zumindest beim Halbmarathon selten gut. Bei meinen Dehnpausen wurde ich immer kritisch von Anwesenden Helfern beobachtet. Anderes Beispiel: Bei Km 37,5 habe ich am Verpflegungstand einen Becher Wasser genommen, mich dann aber auf die andere Straßenseite begeben. Dort stand ein Betreuer der die Läufer mit Vornamen ansprach (stand ja auf der Startnummer) und alle angetrieben hat, ja Wasser zu trinken.
Fazit 1
Richtig lecker war das erste Bier am Sonntag Abend.
Fazit 2
Im Herbst, spätestens im nächsten Jahr laufe ich wieder. Dazwischen kommen einige 10Km und 21Km Läufe um endlich etwas schneller zu werden.
Nachtrag (15.05.):
Der Bericht im WDR Fernsehen endet mit der Nachricht über die Todesfälle. Im Abspann wird anschließend “Join me in Death” von HIM gespielt. Klar, die Musik stand schon vorher fest. Aber ich habe das Gefühl, dass da ein Redakteur beim WDR Montag richtig Ärger bekommen hat …
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10.05.07
Posted in Allgemein
at 12:12:05
gerade bei Spreeblick gefunden.

Sehr nettes Comics
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09.05.07
Posted in Politik
at 13:54:33
Der G8 Gipfel in Heiligendamm hat seltsame Auswirkungen. Plötzlich gibt es 30 Jahre nach dem deutschen Herbst wieder viele Terroristen in Deutschland.
Heute gab es deutschlandweit Einsätze gegen G8 Gegner. Infos und viele Links siehe z.B. hier. Ermittelt wird wegen Verdacht auf Bildung einer terroristischen Vereinigung. Man, jetzt bin ich aber geschockt. 40 Objekte wurden durchsucht. Und überall gibt es Terroristen. Wir leben in unsicheren Zeiten.
Nun, G8 Gegner. Das sind z.B. auch Künstler wie Herbert Grönemeyer, Bono, Jan Delay . Aber das sind doch keine Terroristen, oder? Ich bin verunsichert.
Man kann nun über den G8 Gipfel verschiedener Meinung sein. Man kann nun über die G8 Gegner verschiedener Meinung sein. Das ist ja die Idee einer Demokratie. Wir sind uns auch einig, dass Demonstationen nicht gewalttätig ablaufen dürfen.
Aber wenn man das “Terroristen-Argument” auspackt und beispielsweise die Flora in Hamburg aufmischt ist das eine sehr, sehr dumme Idee. Es gibt G8 Gegner, es gibt gewaltgeile Spinner und es gibt Terroristen. Wenn man diese nun alle mit dem Titel “potentielle Terroristen” versieht, ist das nicht nur lächerlich (das ist das kleinere Problem).
Das größere Problem: Durch solche Aktionen werden gewaltlose G8 Gegner gewaltbereiter und bereits gewaltbereite Spinner erst recht sauer.
Meine Vorhersage: Ich gehe würde heute Abend wohl eher nicht im Schanzenviertel ausgehen (oder in entsprechenden anderen Vierteln anderer Städte)
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Posted in Laufen, Marathonvorbereitung
at 08:51:02
Die Informationen auf der offiziellen Seite zur Strecke finde ich eher suboptimal.
Dankenswerterweise haben aber nette Geister die Info auf Jogmap eingetragen.
Hier die Strecke Dortmund->Essen
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07.05.07
Posted in Laufen, Marathonvorbereitung
at 09:23:59
So, damit ist die Vorbereitung abgeschlossen. Und wie bei jedem gut geführten Projekt ist damit auch 80% der Arbeit erledigt.
Ich bin mir sicher, dass ich die Strecke schaffen werde (wer im Training >30 schafft, bewältigt laut Trainingslehre auch die 42km)
Ich kenne sogar meine mögliche Zielzeit. Dafür nimmt man seine Zeit seines 800m Intervalltrainings. Wer z.B. bei 8*800m 3:47 Min. braucht, wird den Marathon mit 3 Stunden 47 Minuten beenden (das ist eine Faustformel deren Name mit gerade nicht einfällt). Da ich aber eine lange Pause hatte, werde ich eine viel langsamere Zeit planen (Buffer sind wichtig)
Jetzt kann ich nichts mehr ändern. Egal, was in der Vorbereitung schief gegangen ist. Es ist nicht mehr aufzuholen. Die letzte Woche beinhaltet leichtes Training, mehr nicht. Mal eben etwas anders machen ist nicht drin. Das gilt natürlich auch für IT Projekte
Kommen wir zum Risikomanagement. Es gibt Risiken, die sind fatal und nicht zu verhindern. Ich könnte mir ein Bein brechen. Der Marathon könnte abgesagt werden. Darüber mache ich mir keine Gedanken - ich kann es eh’ nicht ändern.
Einigen Risiken kann ich im Vorfeld begegnen. Ich könnte etwas wichtiges vergessen - und seien es die Pflaster zum abkleben der Brustwarzen (scheuern sich gerne wund). Das kann ich verhindern, in dem ich Checklisten führe. Weil ich faul bin, nehme ich eine Checkliste aus einem Laufbuch.
Weitere Risiken habe ich vorher ausgeschlossen. So darf man im Wettkampf nichts essen, was man nicht vorher ausprobiert hat. Spontane Magenkrämpfe sind nicht schön… Also habe ich im Training testweise Energie-Gel zu mir genommen und kann dies nun gefahrlos im Wettkampf machen. Von irgendwelchen isotonischen Getränken lasse ich die Finger.
Dann gibt es noch Risiken, die man nur scheinbar im Griff hat. Ich könnte eine Erkältung bekommen (und ich muss zugeben, ich fühle mich momentan auch so). Dagegen nehme ich Zink-Tabletten. Aber seien wir ehrlich, das beruhigt eher als das es wirklich hilft. Egal, ich habe alles getan und wenn es jetzt tatsächlich eine Erkältung bekomme - Pech gehabt.
Nächste Woche gibt es also dann die Belohnung für all die Blasen und Schmerzen: Ein (hoffentlich) super Lauf quer durchs Ruhrgebiet. Beim letzten Mal (2005) haben die Zuschauer selbst nach 5 Stunden noch jeden Läufer lautstark angefeuert.
Hier gibt es denLaufbericht zu meinem Debüt vor 2 Jahren. Ich habe ihn gerade selber gelesen und eine Gänsehaut bekommen als ich mich an den Zieleinlauf erinnert habe.
Ok, ich bin eine lahme Ente. Aber ich bin eine lahme Ente, die 42km läuft …
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03.05.07
Posted in Projektmanagement
at 08:42:22
Also, Guerilla Projektmanager, wenn du diesen Projektplan der Geschäftsleitung vorlegst, rasten die aus. Deren Vorstellung war komplett anders.
Antwort 1: Geschäftsführer sind keine Idioten. Mit den richtigen Argumenten kann man sie auch überzeugen.
Antwort 2: Und wo ist der Unterschied? Entweder wird das Projektteam angebrüllt, weil es den unrealistischen Projektplan nicht einhalten konnte (und kein Timeboxing betrieben wurde) oder es wird bei der Vorstellung des realistischen Projektplans angebrüllt - angebrüllt werden wir also so oder so. Aber im zweiten Fall liefern wir ein Ergebnis …
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02.05.07
Posted in Allgemein
at 16:34:54
Das hier ist auch spannend:
2006:
Windows: 86%
Mac: 5%
2007
Windows: 80%
Max: 14%
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Posted in Allgemein
at 16:32:19
Da heute ein ruhiger Tag ist, hier mal meine aktuelle Browserstatistik:
1. Firefox 2.0.0.3 - Windows XP 27,68%
2. Internet Explorer 6.0 - Windows XP 23,25%
3. Internet Explorer 7.0 - Windows XP 12,18%
4. Safari 419.3 - Macintosh Intel 5,89%
5. Firefox 1.5.0.11 - Windows XP 3,55%
6. Internet Explorer 6.0 - Windows 2000 2,91%
7. Konqueror 3.5 - Linux (unknown version) 2,68%
8. Safari 419.3 - Macintosh 2,16%
9. Firefox 2.0.0.3 - Linux (unknown version) 1,98%
10. Firefox 2.0.0.3 - Windows 2000 1,69%
Offenbar habe ich kaum Besucher, die Windows Vista benutzten. Das denkt sich mit meinen Erfahrungen, dass kaum jemand freiwillig darauf umsteigt. Auch der IE7 scheint nicht wirklich beliebt zu sein.
IE hatte bei mir 2006 einen Anteil von 33%, das ist also recht stabil. Dies denkt sich wiederum nicht mit meinem Eindruck, dass Firefox klar auf dem Weg nach oben ist.
Spannend finde ich auch die 8% der Mac-User. Mac kommt! Und bald auch bei MacBook Pro (ich kann mich aber bislang noch zurückhalten)
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