29.12.06
Posted in Allgemein
at 19:03:15
Talkline hat mir heute einen Brief geschickt.
Ich möge doch bitte meine Callya Karte wieder aufladen. Ansonsten müsste man die Nummer XXXXXX wieder
deaktivieren.
Das ist ja nett von denen, dass die mich daran erinnern. Ich habe allerdings nie einen Callya (=Prepaid) Vertrag abgeschlossen. Verwirrend. Entweder hat jemand meinen Namen benutzt, oder ich habe irgendeine Webepost ungelesen weggeworfen.
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25.12.06
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at 14:03:36
Der Pate des Soul (*) wurde heute zu einer großen Tournee abgerufen und bringt den Funk in den Himmel. Wahrscheinlich hat Engel A Engel B ein Konzert von James Brown als Weihnachtsgeschenk gemacht. “Aber der lebt doch noch” “Echt? Egal, das kriegen wir hin”.
Er nannte sich “the hardest working man in showbizz”. Ein absoluter Perfektionist seine Musiker nicht gerade gut behandelte. Seine Begleitband war Legende. Als JB im Gefängnis landete (mehrfach) machten die JB Allstars einfach weiter. Für und mit James Brown spielten u.a. Maceo Parker, Fred Wesley, Bootsy Collins usw. Es gibt wohl wenig Musiker, die ähnlich großen Einfluss auf die Musikgeschichte hatten und haben wie James Brown.
Wer noch nichts von ihm gehört hat, mache sich schnell zu seinem Onlinemusikshop seiner Wahl auf und kaufe “Live at the Apollo” (Achtung, es gab zwei Auftritte und zwei Alben: 1963 und 1968).
(*) Nein, es ist nicht der Gottvater des Soul wie man gerne liest. Godfather ist nun mal das englische Wort für Pate (Taufpate).
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22.12.06
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at 12:53:09
So, ich bin dann mal wech.
Ich wünsche euch allen ein frohes Fest.
Manche Leute finden Weihnachten doof, weil sie keinen Sinn darin sehen, dass die Leute nur einmal im Jahr nett zueinander sind.
Ich finde, es ist ja schon mal ein Anfang.
Lasst euch reichlich beschenken. Beschenkt alle Leute die ihr mögt und esst bis euch schlecht wird. Zum nächsten Frühjahrsmarathon kriegen wir das schon wieder runter.
Vielleicht sollte man dieses Jahr keine netten Weihnachtsmails an nette Leute schreiben, sondern an die Leute, mit denen man sich im Laufe des Jahres gestritten hat.
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21.12.06
Posted in Projektmanagement
at 21:19:45
Hier eine meiner Lieblingsmails 2006. Ich habe einen Rechnungsempfänger gebeten, meine
Rechnung noch 2006 zu begleichen (die 19% …). Das von mir eingeräumte Zahlungsziel ging jedoch bis Januar.
Seine Antwort:
Falls Du noch nicht mit unserer Policy vertraut sein solltest, so ist das ein guter Zeitpunkt, sie Dir bekannt zu machen. Wann immer ein Dienstleister für uns eine Leistung erbracht hat und im Anschluss eine Rechnung erstellt, z.B. einen Tag später, so wird sie sofortlichst bezahlt.
Da ich dieses Jahr einigen anderen Rechnungen hinterherlaufen musste, ist das eine schöne Abwechslung.
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Posted in Allgemein
at 21:19:40
Liebes Tagebuch,
heute war ein komischer Tag. Alles fing damit an, dass ich mein Motorrad ummelden wollte. Eigentlich war auch alles soweit ok. Dann fand ich aber den Fahrzeugschein nicht mehr. Der steckt immer in meiner Motorradjacke - jetzt aber nicht mehr. Volle 2 Stunden habe ich den Schein gesucht. Beim Schein liegt auch der letzte TÜV-Bericht. Und vor allem meine Reifenfreigabe.
Ummelden hin oder her, ich brauche die Dokumente. Schließlich habe ich die Sachen gefunden. Sie waren in der Kiste in der ich meine Schuhputzsachen aufbeware. Wie ist der Kram da nur hineingekommen?!? Habe ich meine Motorradjacke mit Schuhcreme gereinigt? Können Dokumente laufen? Werde ich verrückt?
Dann schnell zum Motorrad und das Nummerschild abschrauben. Oh, falscher Schraubendreher. Also wieder zurück ins Haus, Schraubendreher geholt und zurück. Oh, da ist ja eine Mutter hinter der Schraube. Also wieder zurück ins Haus, das erste Werkzeug gegriffen was ich finden konnte (Zange) und wieder in die Garage. Klappt nicht. Also wieder zurück ins Haus, Schraubenschlüssel gesucht und wieder in die Garage. Ah, jetzt aber. Also ab zum Straßenverkehrsamt und … erstmal wieder zurück ins Haus und die Dokumente holen die ich jetzt dort liegen gelassen haben.
Beim Straßenverkehrsamt bin ich dann natürlich viel später als geplant angekommen. Aber nach nur 2 Stunden (gähn) kam ich an die Reihe. Beim Gang zu dem mit zugewiesenen Schreibtisch sehe ich ein Schild welches mir ein wenig Angst macht: “Hier wird ausgebildet”. Natürlich muss das sein. Aber warum gerade dann, wenn ich es eh’ eilig habe. Ich habe dann Verständnis dafür, dass ich ein Dokument gleich zweimal ausfüllen musste. Sie musste ja auch meine Eingaben mehrfach machen (Oh, das ist ja die falsche Maske). Als ich dann endlich (nach 3 Stunden) fertig war fiel mir ein, dass ich ja noch eine Kopie beglaubigen musste. Also schnell zur Information, dier verweisen mich an das Bürgeramt - und dort warten gefühlt 2000 Leute. Na gut, dann… mache ich das später.
Schnell in die Stadt und noch ein Geschenk kaufen. “Tut mir leid, aber wir haben gerade das letzte XXXX verkauft”.
Na gut. Ich gehe jetzt nach Hause und reagiere mich mit einer Runde HalfLife 2 ab. Der Rechner … fährt nicht hoch. Die Grafikkarte hat es verrissen. Also wieder in die Stadt und “mal eben” einen neue Grafikkarte gekauft. Jetzt war aber keine Zeit mehr zum zocken, da ich zum Bass Unterrricht musste. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass der Bus zu spät kam ich dadurch meinen Anschluss verpasst habe, oder?
So, trinke ich einen Schluck Talisker und freue mich an Weihnachten.
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18.12.06
Posted in Multimedia
at 12:35:27
Dann wollen wir mal. Folgendes hat mir meine Glaskugel erzählt:
2007
- Wird Windows Vista einen extrem schwachen Start hinlegen. Anders als beim Wechsel von Windows98 auf WindowsXP gibt es eine echte Notwendigkeit. Einzig für Gamer bietet Vista Neuerungen. Aber dafür wird kaum eine Firma ihre Clients umstellen.
- Wird Apple das beste Jahr seiner Geschichte haben. Denn wenn sich Leute einen neuen Rechner kaufen, werden sie sich mehr und mehr bei Apple umsehen. Zum einen haben sie durch den IPod die Berührungsangst gegenüber Apple verloren. Dann hat man mit dem MacMini eine preiswerte Arbeitsstation im Angebot welche für das normale Tagesgeschäft voll ausreicht. Und die Laptops sind einfach super hübsch.
- Werden Gamer weg vom PC hin zu Spielekonsolen wandern. Ein vollausgebauter Spielecomputer für 2000 EUR?!? Wer macht denn sowas? Die aktuellen High-End Grafikkarten sind selbst mit anspruchsvollen CAD Anwendungen nicht ausgelastet. Die Grafikkarten braucht man nur noch für Spiele. Aber: Wenn die Grafikkarte bald mehr kostet als einen PS3: Warum kaufe ich mir nicht dann gleich die PS3? Die Spieleentwickler werden das berücksichtigen und darauf umschwenken.
- Wird das Jahr von OpenSource. Gibt es einen Grund, im Büro nicht z.B. eine Kombination als Ubuntu Linux und OpenOffice einzusetzen? Nein, man spart aber locker ein paar Hundert EUR pro Arbeitsplatz. Auch große Firmen werden darüber 2007 nachdenken.
- Wird es zwei Arten der Softwareentwicklung geben. Die “pragmatischen Programmierer” nutzen neue Sprachen und Frameworks, entwickeln schnell, werfen viel wieder weg - kommen aber extrem schnell zu Ergebnissen welche mitlerweile auch vernünftig skalieren. Die “klassischen” (großen) Firmen trauen dem Braten noch nicht. Wie beim Wechsel zu Java Architekturen vor 10 Jahren hat man noch ziemliche Berührungsängste. Die Java-Rebellen von früher (die sich z.B. über Corba lustig gemacht haben) schießen nun gegen die neuen Technologien mit den gleichen Argumenten, die ihnen früher selber entgegen gehalten wurden (zu langsam, zu instabil, nicht professionell genug, warum soll man etablierte Technologie wechseln) und werden erst 2008 von der Realität eingeholt werden.
- Werden private Blogs langsam aus der Mode kommen aber im Gegenzug immer weiter professionalisiert werden
… oder es wird ganz anders.
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13.12.06
Posted in Projektmanagement
at 13:07:43
Wer schon mal in einem solchen Team gearbeitet hat, wird es noch lange in Erinnerung behalten. Manchmal findet sich ein Team welches scheinbar alles schafft. Es ist schneller also andere Teams, es ist besser als andere Teams und der Zusammenhalt ist enorm groß.
Ich hatte bislang dreimal das Glück, bei solchen Teams dabei zu sein, zweimal als Teamleiter, einmal als Teammitglied. Es ist in mehrfacher Hinsicht “Glück”. Zum einen macht es enormen Spaß, in und mit einem solchem Team zu arbeiten. Leider ist es aber auch so, dass man solche Teams nicht planen kann. Es gibt sehr viele Faktoren welche dazu führen, dass sich solche Teams bilden.
In einem gleichnamigen Buch untersucht ein Autor verschiedene geniale Teams aus unterschiedlichen Bereichen. Angefangen bei dem Bau der ersten Atombombe bis zum 1. Disney Zeichentrickfilm. Er findet einige Gemeinsamkeiten welche sich auch mit meinen Erfahrungen decken. Einige Bestandteile genialer Teams sind:
Teamführung
Die Führung eines solchen Teams besteht aus 2 Personen: Den Visionär und den Realisten. Der Visionär kommt jeden Tag mit 20 neuen und verrückten Ideen um die Ecke. von diesen 20 Ideen sind 19 Unfug. Aber eine Idee ist grandios. Die Aufgabe des Realisten ist es nun, hinter dem Visionär aufzuräumen. Der Realist bildet einen Buffer zu dem Team (welches durch solche “Spinner” stark in ihrer Arbeit behindert werden) und trennt das Geniale von dem Unmöglichen.
Abgrenzung / gemeinsamer Feind
Geniale Teams halten zusammen. Dieser Zusammenhalt wird dadurch gefördert, dass an einen gemeinsamen “Feind” hat. Das kann das andere Team sein welches an einer ähnlichen Aufgabe arbeitet (wie bei Apple der Kampf Mac gegen Lisa - zwei Teams wollen den besseren Rechner bauen). Oder auch die Geschäftsführung die offen an dem Erfolg der Sache zweifelt.
Prinzipiell ist eine Rivalität zwischen verschiedenen Gruppen nicht schlecht. Es muss dabei jedoch immer klar sein, dass es eine Art sportlicher Wettkampf und kein Hass ist. Manchmal macht es sogar Sinn, Streitereien verschiedener Gruppen nicht zu verbieten, sondern zu kanalisieren. Das verhindert offenen Hass.
Unmöglichkeit der Aufgabe
Geniale Teams findet man nicht wenn es darum geht, einen Rasen zu mähen. Geniale Teams werden kann geboren, wenn die Aufgabe ein solches Team braucht. Geniale Teams werden kann geboren, wenn man in 14 Tagen eine E-Commerce Anwendung bauen muss, oder enorm komplexe Ergebnisse liefern muss. Das schlimmste, was ein Teamleiter machen kann ist es, sein Team zu langweilen. Wenn man über längere Zeit nur langweilige Aufgaben an ein Team gibt, wird das Team nicht mehr anspruchsvoll arbeiten können. Rennpferde darf man auch nicht untätig lassen.
Absolute Hingabe über einen definierten Zeitraum hinweg
Dies ist unschön, aber leider Bestandteil solcher Teams. Über einen bestimmten Zeitraum hinweg ist die Aufgabe, ist das Teams das Wichtigste. Der Rest ist unwichtig. Schlaf ist unwichtig, Privatleben ist unwichtig, Familie ist unwichtig. Hier steckt eine große Gefahr: Das geht über einen gewissen Zeitraum gut. Aber tatsächlich ist die eigene Gesundheit auf lange Sicht eben nicht unwichtig, ist die eigene Familie eben nicht unwichtig. Daher muss aus meiner Sicht von Anfang an klar sein, dass es hier um einen überschaubaren Zeitraum geht. Im Prinzip also wie beim Marathontraining: 12 Wochen vor dem Lauf gibt es nichts anderes. 8-10 Sonntage sind komplett verplant durch lange Läufe. Dies ist nur darum akzeptabel, da es halt nur diese 10 Sonntage und nicht 52.
Rituale
Alle Schauspieler, die beim Herr der Ringe dabei waren, haben sich das gleiche Tattoo stechen lassen. Ein anderes Team geht jeden 1. Montag im Monat auf die Cart-Bahn. Was auch immer: Teams brauchen Rituale. Das fördert den Zusammenhalt und gibt einem etwas, an dem man sich entlanghangeln kann.
Geniale Teams lösen sich auf
Hier die schlechte Nachricht: Ein geniales Team ist wie ein Formel 1 Auto. Deren Motoren sind nicht darauf ausgelegt, lange zu halten. Bei genialen Teams ist es ähnlich. Die Arbeit ist so anstrengend, dass sich das Team erstmal auflösen muss. Für einen Teamleiter ist dies aber auch eine Chance. Nach erledigter Arbeit wird das Team mit einer großen Party aufgelöst. Nach einen Jahr hat man vielleicht Glück und kann das gleiche Team nochmal für eine ähnliche Aufgabe gewinnen.
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12.12.06
Posted in Projektmanagement
at 15:24:51
So, die Spielphase ist vorbei. Ich möchte ja ein eigenes Projekt umsetzen (welches in seit Monaten vor mir her schiebe). Entschieden habe ich mich für Ruby btw. Ruby on Rails. Zur Begründung muss ich ein wenig ausholen.
In meinem ersten Informatik-Semester haben wir die Sprache Scheme gelernt. In der Einleitung des Lehrbuches “Programming in Scheme” fand sich der Satz “… Beside that, programming in scheme is great fun”. Mein erstes C Buch hieß “The Joy of C”. Auf der einen Seite ist eine Programmiersprache nichts anderes als ein Werkzeug. Ich habe im Laufe meiner Arbeit einige Sprachen kennen gelernt (u.a. Basic, Pascal, Prolog, Lips, Modula, Beta, Eifel, C, C++, Java, Perl, UndWasWeißIchNoch). Immer gab es für mich zwei Aspekte:
1. Taugt die Sprache fachlich?
2. Macht es Spaß, die Sprache zu benutzen?
Diesen Spaß-Faktor findet man bei vielen Werkzeugen. Jeder Handwerker hat seine Lieblingsmarke. Es gibt schlechtes Werkzeug, es gibt gutes Werkzeug und es gibt Werkzeug, das man mag. Manche Menschen schwören auf ein Schreibgerät bestimmer Marke, oder entsprechende Notizblöcke.
Dabei ist dieser “mag ich” Faktor manchmal wichtiger, als die reine Funktionalität. Gibt es bessere MP3 Player als den IPod? Gibt es bessere Blender als die Kitchen Aid? Ja und ja. Aber es macht Spaß, beides zu benutzen. Ist die PS3 besser als die Wii (PSP besser als Nitendo DS)? Schauen wir mal: http://video.google.de/videoplay?docid=-9136575504838642038&q=wii
Die meisten Heimwerker brauchen keinen blaue Boschhammer - aber es macht Spaß, so ein Gerät zu besitzen (Für Nichtheimwerker:Es gibt grüne und blaue Maschinen von Bosch, Blau ist die Profiausführung).
Langer Rede, kurzer Sinn: Es gibt einige fachliche Dinge, die mir an Ruby nicht 100% gefallen. Das Ruby On Rails Framework könnte an einigen Stellen besser sein (gerade beim “Model” finde ich es nicht ideal gelöst).
Aber: Die Sprache macht Spaß. Java zum Beispiel macht wenig Spaß. Seien wir ehrlich: Eigentlich sind wir doch nur auf Java gewechselt, weil C++ so grässlich war. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Java ist eine super Sprache, J2EE ist eine mächtige und wichtige Plattform. Aber, na ja, es ist nicht gerade sexy.
Ruby ist eine Sprache bei der zumindest ich des öfteren einen “Ach, das ist ja witzig” Effekt hatte.
Na dann: Muss ich ja nur noch meinen Prototyopen bauen.
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10.12.06
Posted in Allgemein
at 18:48:04
Die Gesundheitswele fängt an zu nerven. An jedem Stand gibt es “gebrannte Mandeln mit wenig Zucker”.
Hey, wenn ich gesund essen will, mache ich mir einen Salat.
Ich mache nächstes Jahr auch einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt auf auf:
“Gebrannte Mandeln mit ordentlich Zucker drauf.
Du hast eine Krone oder Angst um Deinen Stiftzahn? Nicht mein Problem”
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08.12.06
Posted in Projektmanagement
at 11:17:43
Da bei mir gerade nicht viel passiert, hier eine Geschichte von früher:
Wir hatten das Projekt gewonnen. Es war nicht einfach, aber wir haben es geschafft.
Nach einer ersten Kostenschätzung schrieben wir das Angebot. Der Kunde kam aus dem Handel (es war ein E-Commerce Projekt). Merke: Retail is detail. Nach ein paar Tagen rief der Kunde mich zu sich.
Er: “Sagen Sie mal, Herr Guerilla Projektmanager, so geht das aber nicht. Schauen Sie mal. Hier haben Sie 200 EUR mehr ins das Angebot geschrieben, als im ersten Kostenvoranschlag”
Ich:”Das ist richtig. Ich habe Ihnen ja auch immer gesagt, dass dies nur eine grobe Schätzung sei. Schauen Sie doch mal hier. In Punkt 3.1.2 finden Sie dafür 30.000 EUR weniger als im Kostenvoranschlag, da wir auf die Software XY verzichten und sie durch Freie Software ersetzen. Dadurch ergibt sich aber ein Mehraufwand von einigen Stunden zur Konfiguration.”
Er:”Ja, das mit den 30.000 EUR habe ich gesehen. Aber hier, die 200 EUR. Das geht so nicht.”
Ich:”Aber ich spare Ihnen doch 29.800 EUR und da…”
Er:”So sehe ich das aber nicht. Ich werde die 200 EUR nicht zahlen”
Ich:”Ok, dann schlage ich die 30.000 EUR wieder drauf?”
Er:”Nein, natürlich nicht”
Ich:”Gut, die Diskussion über die 200EUR hat bei unserem Tagessatz jetzt schon mehr als 200 EUR gekostet.Aber selbstverständlich nehme ich den Posten aus dem Angebot wieder heraus”.
Kurze Anmerkung: Es war noch zu DM Zeiten. Aber das Verhältnis der Zahlen stimmt.
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07.12.06
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at 16:10:40
… sie möchten in der Schule keine “multireligiösen” Feiern.
Wenn man sie richtig zitiert, sagen sie:
Was ein Problem ist, sind Feiern, wo alle gleichzeitig beten, jeder zu seinem Gott
Na ja, also sie sind in solchen Sachen sicherlich bewanderter als ich. Aber zumindest Christen, Juden und Moslems beten zu dem gleichen Gott. Das mag Ihnen im Trubel der Weihnachtsvorbereitungen vielleicht einfach entgangen sein …
Aber wahrscheinlich meinten Sie ja was anderes. Vielleicht sind Sie ja auch nur sauer, weil ihr Chef Benedikt unlängst in einer Moschee gebetet hat. Haben Sie ihm das auch verboten? Wobei, geht wahrscheinlich gar nicht.
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Posted in Projektmanagement
at 13:07:51
Sehr geehrter Herr Obermann,
ich finde die Zitate der letzten Tagen sehr gut. Ich denke es ist sehr wichtig, dass sich die Telekom auf den Service konzentriert. Es macht aus meiner Sicht im Internet keinen Sinn, sich über den Preis zu differenzieren. Gerade im Internet wird man seine Ware ansonsten früher oder später verschenken müssen.
Nicht zuletzt auf Grund meiner Erfahrungen der letzten Tage habe ich einen Projektvorschlag/Verbesserungsvorschlag mit dem sie auf einfachste Weise die Kundenzufriedenheit massiv erhöhen können (zumindest glaube ich das): Telekomweite Verzahnung des Supports
Ausgangslage:
Kunden haben verschiedenen Produkte (T-Mobil, T-Com, T-Online).Bei einigen Produkten wie T-One sind diese Bestandteile starkt verzahnt. Trotzdem muss man sich bei Beschwerden an bestimmte Bereiche wenden. Und selbst das funktioniert nicht immer. Ich musste z.B. bei einem Problem (welches übrigens immer noch nicht gelöst wurde) 5 verschiedene Telefonnummer anrufen. Teilweise konnte man mich nich nicht mal weiterverbinden sondern gab mir nur eine weitere Telefonnummer durch. Die neuen Ansprechpartner kannten dann leider die Historie des Problems nicht.
Lösung:
Es sollte ein konzernübergreifendes Helpdesksystem für Privatkunden geben. Zumindest laut den verschiedenen Hotline-Mitarbeitern scheint es das momentan nicht vorhanden zu sein. Mir wurde immer gesagt, man könne nicht sehen, was beim anderen Konzernteil gerade passiere.
Es würde dann in Zukunft so aussehen: Ich habe ein Problem und rufe eine Nummer an. Der Mitarbeiter erzeugt ein Ticket und nimmt das Problem auf. Falls man bei T-Com anruft und das Problem innerhalb der T-Online liegt, wird dieses Ticket an die T-Online weitergeleitet. Vielleichtg müssen auch mehrere Konzernteile daran arbeiten. Auch das lässt sich darüber erledigen. Sämtliche Kundenaktionen - egal bei welchem Konzernteil - werden in diesem Ticketsystem erfasst. Es existiert darüber hinaus ein automatisierter Workflow. Ein Ticket muss erst auf erledigt gesetzt werden und dies durch den Kunden bestätigt werden bevor es geschlossen wird. Ist ein Ticket nach 2 Wochen nicht geschlossen, wird es an eine besondere Abteilung geleitet, welche sich der harten Fälle annimmt. Wenn ein Ticket 4 Wochen lang nicht geschlossen wurde, wird es an Sie persönlich (oder einen anderen Vorstand) weitergeleitet - das ermöglicht Ihnen, direkt den Erfolg zu sehen. BTW: Ich habe gelesen, dass Sie Beschwerdebriefe von Kunden lesen, dass finde ich klasse.
Technologisch müsste man für diese Lösung vermutlich verschiedenen vorhandene Helpdesksysteme koppeln. Das ist aber nicht unmöglich. Die OSSJ Initiative beispielsweise hat entsprechende Lösungen parat.
Positivbeispiel aus einer anderen Firma:
IBM hatte vor vielen Jahren das gleiche Problem. Die Geschäftskunden wussten nicht mehr, wer für was ihr Ansprechpartner ist. Die Lösung: Bei IBM gibt es nun genau eine Nummer, “Hallo IBM” unter 01803 31 32 33. Egal was ich habe, dort rufe ich zuerst an. Ok, das klappt manchmal auch nicht 100%, ist aber eigentlich ein super Weg.
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Posted in Multimedia
at 11:29:11
Zuerst: Der neue Bond ist klasse. Alleine schon der Anfang hat was. Lieblingszitat: “Gott, wie vermisse ich den kalten Krieg”
Was mir aufgefallen ist: Zufällig habe ich mir vor ein paar Wochen das Bond-Handy gekauft. Aber mein Handy scheint kaputt zu sein. Bond nutzt das Handy als Navi. Ich kann aber bei mir GPS gar nicht aktivieren. Auch scrollen die Menüs bei mir viel langsamer als im Film.
Ich werde gleich mal in den Laden gehen und es reklamieren. Mal schauen, wie die Verkäufer reagieren…
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04.12.06
Posted in Projektmanagement
at 15:24:22
Ruby on Rails ist ein Framework welches auf der objektorientierten Sprache Ruby (und php) basiert. Die Installation unter ubuntu-Linux war ziemlich simpel: apt-get install ruby rails
Bei der Anbindung von Apache2 an ruby bin ich ein wenig über die Rechtevergabe gestolpert. Aber im Prinzip klappt das auch. Da rails aber seinen eigenen in ruby geschriebenen Web-Server mitbringt, braucht man das eh’ nicht zum Spielen.
Erste Erfahrungen mit Ruby
Sich eine neue Programmiersprache anzuschauen ist - finde ich zumindest - meistens nicht sonderlich aufregend. Die Zahl der möglichen Konzepte ist nun mal begrenzt und die meisten Sachen hat man irgendwo schon mal gesehen. Ruby Fans weisen darauf hin, dass alles Objekte sind. So ist die 12 ein Objekt der Klasse Integer und kennt z.B., die Methode to_s welche die Zahl 12 in den String “12″ umwandelt: 12.to_s. Oder 12.upto(100) zählt von 12 bis 100. Schön.
Es gibt jedoch andere Sprachen, die dies ebenfalls so weit wie möglich durchziehen.
Prinzipiell ist es meistens Geschmackssache, welche Programmiersprache einem persönlich gefällt. Ich finde z.B, BETA immer noch super.
Besonderheit von Ruby:
Eine Programmiersprache muss einen Spagat machen. Auf der einen Seite soll ein Experte so schnell wie möglich entwickeln können. Das führt z.B. zu Sprachen wie APL - Sourcecode den unbeteiligte Beobachter zu 100% nicht verstehen … Auf der anderen Seite sollte der Code gut lesbar sein um Wartung und Entwicklung im Team zu vereinfachen. Und schließlich hat jeder Entwickler unterschiedliche Herangehensweisen an ein Problem. Gerade zum Beispiel Perl ist dafür berühmt, dass 4 Entwickler ein Problem auf 6 verschiedene Arten mit Perl lösen würden.
Ruby versucht es scheinbar allen Recht zu machen. Die Syntax ist, na sagen wir, sehr flexibel.
Eine Schleife, die von 0 bis 9 zählt, kann so aussehen:
10.times do
|i|
puts i
end
Es geht aber auch so:
10.times { |i| puts i }
Oder so:
10.times {
|i|;
puts i;
}
Ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Klar, so mich als einzelnen Hacker ist das nett. Kann ich doch die Syntax so schreiben, wie ich es schöner finde. Für die Arbeit im Team ist es aber u.U. nicht so schlau.
Wie auch immer, eigentlich ist die Sprache ganz nett. Hier ein Beispiel (Primzahlensieb):
# Parameter n: wie hoch wollen wir Primzahlen finde
n = 1000
# Liste mit allen 2-n aufbauen Zahlen aufbauen
a = (2..n).to_a
# Jetzt das Sieb: Für alle Zahlen von 2 bis zur Wurzel von n
# Entfernen wir die Vielfachen der Zahl aus der Liste, da
# diese keine Primzahlen sind
(2..Math.sqrt(n)).each{|n|
a = a.delete_if{|i| i % n == 0 and i > n }
}
# Ausgabe
a.each {|n|
puts “prim:”+n.to_s
}
Hübsch kurz und trotzdem noch einigermaßen verständlich (i%n gibt den Rest der Division von i/n an. Ist der Rest 0 und i größer als n, ist i also ein ganzzahliges Vielfaches von n - delete_if löscht alles aus der Liste welches dem Ausdruck entspricht).
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01.12.06
Posted in Allgemein
at 12:10:18
Wie schon beschrieben, nutze ich die Zeit und spiele mit für mich neuen Dingen herum.
Spielzeug 1: Ubuntu Linux
Ich bin schon immer Nutzer von SuSE Linux gewesen (SuSE 95 - oder wie das damals hieß). Ich fand Linux schon klasse, als meine Kollegen BSD bevorzugten (Kleiner Einschub: irgendwann setzen wir wir testweise Linux-Server auf. Tage später kam es zu einem Stromausfall. Die BSD Server: fuhren einfach wieder hoch. Die Linux Server:Blieben im Filecheck hängen …).
Ich möchte mir ein Systen einrichten, mit dem ich Ruby und Co. testen kann. Aber gut, wenn in der c’t schon mal eine DVD mit Ubuntu liegt, warum nicht.
Das Ergebnis war schockierend! Das ist doch kein Unix mehr. Unix ist etwas für echte Kerle. Unix will bezwungen werden. Aber das hier…
Ubuntu war auf meinem 3 Jahre altem Toshiba-Laptop in 30 Minuten installiert. Und das inklusive WLAN Unterstützung! Ich sage beser nichts, wie lang ich dafür unter OpenSuse gebraucht habe. Selbst der Ruhezustand funktionierte sofort. Na gut, aber die Sondertasten (Bildschirmhelligkeit, Lautstärke etc.), die werden nicht ohne weitere Installation funktionieren. Pustekuchen: Auch das wurde bei der Installation erkannt und offenbar richtig eingebunden.
Ich musste nichts mehr einrichten, anders konfigurieren oder verbessern. Alles lief wunderbar ohne Probleme. Sowas ist mir in über 10 Jahren Linux nicht untergekommen. Ich bin (positiv) entsetzt. Linux ist im Mainstream angekommen. Gibt es noch einen Grund, auf Bürorechnern Windows Vista zu installieren? Eher nein.
Über Spielzeug 2 schreibe ich morgen. Vorweg: von 0 auf eine funktionierende Ruby On Rails Umgebung braucht man ca. 20 Minuten (wenn man nicht - wie ich - Unfug mit den Dateirechten treibt.
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Posted in Allgemein
at 11:34:34
Als freier Berater suche ich ja momenten ein neues Projekt. Da das Jahr bald zuende ist, bin ich nicht gerade mit Feuereifer bei der Sache, sondern überfliege die Angebote.
Was dabei auffällt: Wenn eine große Firma Stellen zu vergeben hat, findet man die Ausschreibung gleich duzendfach im Internet. 10 Projektvermittler versuchen genau eine Stelle zu besetzten. Für mich als Berater baut sich dadurch eine doppelte Hürde auf: Ich muss nicht nur den Projektvermittler überzeugen. Ich muss aber schauen, dass ich den Projektbermittler finde, der mit der höchsten Wahrscheinlichkeit beim Kunden ankommen wird…
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