04.08.06

Nochmal Entscheidungsfindung

Posted in Projektmanagement, Allgemein at 14:08:54

Und ich mache mir immer solche Gedanken. Geht doch viel einfacher:
http://d5k.de/

Kreativ durch Assoziation

Posted in Projektmanagement, Allgemein at 10:16:44

Wir merken uns Dinge durch Assoziation. Auch viele Lerntechniken nutzen Assoziationen. Es gibt Hinweise darauf, dass unser Gehirn keine Information jemals wieder vergisst. Zum Beispiel gibt es einem Menschen, der vorher völlig normal gelebt hat. Seit er einen Baseball an den Kopf bekommen hat, kann er für jedes Datum sagen, was er an diesem Tag gemacht hat.

Ob wir uns gut an etwas erinnern können hängt davon ab, wie gut die Information über Assoziationen in unserem Gehirn verknüpft ist. Solche Assoziationsketten gehen manchmal seltsame Wege.

Beispiel:
Auf meinem Schreibtisch steht eine Tasse Kaffee -> Früher wurde Kaffee anders geröstet und roch viel besser -> meine Großmutter war Tchibo-Sammelbestellerin. Ihr Wohnzimmer roch dann immer nach Kaffee -> Die Kaffeebohnen waren in kleinen Säckchen verpackt aus denen man Taschentücher machen konnte -> Als ich Kind war, gab es viele Verpackungen die weiter genutzt werden konnten -> Senfgläser zum Beispiel wurden zu Trinkbechern -> Senf: Ich glaube, ich essen zum Mittag ein Leberkäsebrötchen

Eine andere Kette hat gestern Abend dazu geführt dass mir im Hotel beim zappen eingefallen ist, dass ich für die bestellten Badezimmermöbel noch die Anzahlung überweisen muss…

Solche Ketten bildet unser Gehirn ständig, ohne das wir dies bewusst mitbekommen. Meistens “spüren” wir nur das Ergebnis. In meinem Fall die Entscheidung, was ich zum Mittag esse.

Kreativtechniken nutzen solche Ketten. Ein sehr bekanntes Beispiel sind natürlich Mindmaps.

Was aber, wenn einem zu einem Problem nun mal absolut gar nix einfallen will? Wenn die Mindmap zu einem Thema einfach leer bleibt? Dann fängt man bei einem völlig andere Thema an und hangelt sich zu dem Problem zurück.

Beispiel: Geh’ in den Zoo, schau dir die Pinguine an und frage dich, was Pinguine mit deinem Problem zu tun haben. Nichts? Dann weiter zu den Affen. Das klingt auf den ersten Blick absurd und hat was von Dirk Gently (Romanheld von D. Adams der alle Probleme holistisch angeht, sehr schönes Buch). Aber: Es funktioniert.

Auch wenn wir uns nicht bewusst mit einem Problem beschäftigen: Unser Gehirn arbeitet im Hintergrund fleißig weiter und knüpft die notwendigen Assoziationen. Plötzlich macht es “Klick” und wir haben die Lösung - zumimdest kommt es einem so vor …

03.08.06

Im Hotel

Posted in Projektmanagement at 08:09:32

Zwei Dinge können mich wahnsinnig machen:

1) Du liegst im Bett deines Hotelzimmers, schaust Fernsehen und willst in der Werbepause umschalten. Dummerweise sind die Batterien der Fernbedienung zu schwach. Der Fernseher reagiert nur, wenn man sich aufrichtet, nach vorne beugt und die Fernbedienung in einem Winkel von genau 12,5° hält. Immer, wenn man gerade eine bequeme Liegeposition gefunden hat, wird es zu laut, die Sendung hört auf oder was auch immer.

2) Um den Ärger zu vergessen nimmst dir ein überteuertes Bier aus der Minibar. Sicherheitshalber schaust du auf die Flasche und stellst fest, dass das Bier schon seit 2 Monaten abgelaufen ist. Und nichts schmeckt schlimmer als altes Bier in modernen, lichtdurchlässigen Flaschen.

Das sind Kleinigkeiten. Dafür lohnt es sich nicht, sich anzuziehen und sich bei der Rezeption beschweren. Wobei …
Irgendwann einmal werde ich es tun. Dann werde ich in so einer Situation in meinen Boxershorts mit Fernbedienung und Bierflasche an die Rezeption des 4 Sterne+ Hotels gehen, meines stärksten Ruhri-Dialekt aufsetzen und mich lautstark beschweren - wird sicher lustig.

02.08.06

Gang oder Fenster?

Posted in Allgemein at 15:48:54

Vielflieger nehmen ja eigentlich den Gangplatz. Damit man schneller aus die Maschine kommt. Ich bin aber jedes Mal wieder begeistert, wenn aus dem Flugzeug schaue und die Landschaft unter mir sehe. Also nehme ich schon seit Jahren einen Fensterplatz (weit weg vom Flügel).

Außerdem ist es putzig in Ruhe anzusehen, was passiert, wenn das Flugzeug landet:

Die Maschine nähert sich dem Stellplatz. “Willkommen in XXX. Bitte bleiben Sie zu ihrer eigenen Sicherheit noch solange…” Click-Click-Click- schon springen alle aus ihren Sitzen und reißen die Gepäckklappen auf. Natürlich reisen alle nur mit Handgepäck. Das darf zwar eigentlich nur 6Kg schwer sein, aber so genau achtet da niemand drauf. Rund 12 Sekunden später drängeln sich alle im Gang und wollen ‘raus. Dummerweise ist die Gangway noch nicht herangefahren und (bei kleineren Maschinen) das Handgepack schon mal gar nicht ausgeladen (bei kleinen Maschinen nimmt man das Handgepäck nicht an Board, sondern gibt es vor der Maschine ab). Nach einer Minute geht es dann weiter. Sobald sich im Gang eine Lücke auftut, springt jemand von seinem Sitz und wuchtet sein 18Kg Handgepäck aus der Ablage. Wichtig ist es, dabei möglichst viele Leute knapp zu streifen. Dumm nur, wenn es erstmal in einen Zubringerbus geht - da hätte man sich den Stress auch sparen können.

Macht das Sinn? Natürlich nicht! Gerade auf Flughäfen wie Frankfurt oder München verballert man eh’ noch reichlich Zeit auf dem Weg zum Ausgang, also warum hetzen? Vermutlich ist es einfach ein Signal um die eigene Wichtigkeit zu unterstreichen: “Meine knappe Zeit ist so kostbar, dass ich fliege und keine Sekunde verschwenden darf”. Leider spart man auf vielen Strecken gegenüber der Bahn kaum Zeit, aber egal …

Software: Make or Buy

Posted in Projektmanagement at 11:10:22

Wenn es um die Einführung meiner Software geht, wird gerne im ersten Schritt eine Entscheidung getroffen, ob man die Software neu entwickeln lässt, oder eine vorhandene “Standardsoftware” einsetzt.

Grundlage der Entscheidung ist oft einfach der Preis. Die Entscheidung für eine vorhandene Software wird damit begründet, dass es ja viel preiswerter sei, eine schon bestehende Software zu integrieren. Man erkauft sich damit zwar weniger Flexibilität, aber das wird in Kauf gekommen.

Und dann kommt das böse Erwachen …

Ist die Integration von vorhandener Software wirklich preiswerter, als eine individuelle Entwicklung? Schauen wir doch mal auf das Geschäftsmodell der Anbieter. Ab einer bestimmten Komplexitätsstufe (wir sprechen hier nicht von Massenware) machen die Firmen im Durchschnitt 80% ihres Umsatzes eben nicht mit dem Lizenzgeschäft, sondern mit Beratungs- und Integrationsleistung (20% Lizenzgeschäft). Viele Firmen wären froh, wenn das Verhältnis bei ihrem Projekt “nur” 80/20 beträgt. Nicht selten liegen die Integrationskosten bei 90% der Gesamtsumme.

Das Argument für dieses Vorgehen lautet natürlich, dass man für die “10%” keine Software schreiben könne und Integrationskosten immer anfallen. Ja, schon. Aber: Wann sind die Integrationskosten höher? Bei einer Individualentwicklung, oder bei der Integrations von Standardsoftware? Sicher bei der Standardsoftware. Wo sind nachträgliche Änderungen teurer? Auch Standardsoftware!

Ich behaupte, in sehr vielen Fällen hat man bei der Entscheidung contra Individualentwicklung höhere Kosten als erwartet - und dazu noch unzufriedene Anwender.

Die Lösung: Ich denke, in naher Zukunft wird man sich von Standardsoftware entfernen. Statt dessen wird es einen Bauchladen an Komponenten geben aus denen der Anbieter die Lösung individuell zusammenbaut. Wenn etwas fehlt, wird es programmiert.

Wichtig, am Rande: Wenn ein Anbieter einem erzähl, bei ihm lägen die Integrationskosten unter 80% der Lizenzkosten sollte man in 4 von 5 Fällen aufstehen und gehen! Es gibt einige innovative Anbieter, bei denen das tatsächlich stimmt. Aber die sind auch gerne bereit, ihre Behauptung per Demoinstallation unter Beweis zu stellen.