05.07.06
Posted in Projektmanagement
at 14:11:09
Was Berater und Frisöre gemeinsam haben?
Wechselt man den Frisör bekommt man Dinge wie “Oh mein Gott, welcher Barbar hat Ihnen denn bisher die Haare geschnitten?!? Der hat ja alles kaputt gemacht” zu hören (Hinweis: dumme Kommentare zu meiner “Frisur” und wann ich das letzte Mal beim Frisör war werde ich als Spam einordnen
).
Berater sind genauso: Ich übernehme in Projekt2 gerade die Arbeit meines Vorgängers und finde Lücken über Lücken. Und vermutlich wird sich mein Nachfolger bei Projekt06 genauso über mich äußern …
Unsere Kunden müssen uns Berater schon für lustige Gesellen halten.
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Posted in Politik
at 09:09:50
Ich bin bei einer gesetzlichen Krankenkasse (GKK) versichert. Und das schon seit vielen Jahren freiwillig, da ich über der Bemessungsgrenze lag bzw. jetzt selbstständig bin. Ich bin sogar aus Überzeugung bei der GKK. Es ist eine Frage der Solidarität. Die GKK kann nur funktionieren, wenn genug Leute Geld einzahlen. Daher habe ich bislang über einen Wechsel in eine private Krankenkasse (PKV) nicht nachgedacht. Bislang.
Seit über 15 Jahren (eigentlich schon seit den 70′ern) doktern wir erfolglos an unserem Gesundheitssystem herum.
Vielleicht kann mir das ja jemand mal erklären:
2004 gab es eine Gesundheitsreform mit dem Ziel, die Beiträge auf 13% zu senken (damit die ach so wichtigen Lohnnebenkosten sinken). Hauptpunkt der Reform 2006 ist nun die Anhebung der Beiträge. Und das so schlau, dass Arbeitnehmer mehr zahlen und Arbeitgeber nicht.
Wir haben freie Kassenwahl. Alle Kassen bekommen nun den gleichen Betrag für ihre Mitglieder. Wenn sie damit nicht auskommen, dürfen sie mehr Geld nehmen. Und das unabhängig davon. ob die mehr Geld auf Grund ihrer Mitgliederstruktur, oder auf Grund schlechten Haushaltens brauchen.
Das alles halte ich für unglaublich. Meine Meinung: Kann man im Gesundheitssystem sparen? Ja, definitiv. Beispiele:
Wenn ich mich in Dortmund auf die Kreuzung Hohe Straße/Kreuzstraße stelle, sehe ich 5 (sic!) Apotheken im Umkreis von ca. 250 Meter. Auf der Kaiserstraße gibt es mehr Apotheken als alles andere. Und dies schon seit Jahren, also gehen die wohl nicht pleite.
Maßnahmen zur Steigerung der Qualität und Senkung der Kosten werden konsequent boykottiert. Beispiel: Patientenkarte
Warum brauchen wir >300 Krankenkassen, wenn alle mittlerweile (fast) die gleichen Leistungen liefern. Das kostet nur unnötig Verwaltungskosten.
Verlierer: Ärzte und Patienten. Und um die sollte es doch eigentlich gehen, oder?!?
Ich ziehe daraus meine Konsequenz: Wenn das Gesundheitssystem schon an die Wand gefahren wird, dann muss ich nicht unnötig Geld ausgeben in dem ich in der GKK bleibe. Meine Vorbehalte gegen die PKV sind irgendwie geringer geworden…
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Posted in Allgemein
at 08:34:12
Wenn mir vor 6 Monaten jemand gesagt hätte, wir würden im Halbfinale in letzter Minute gegen Italien verlieren, ich hätte die Person ausgelacht.
Also kein Grund zur tiefer Trauer. Auch der Kaiser brauchte 2 Anläufe. Wir haben die Weltmeister 2010 (und Europameister 2008) auf dem Platz gesehen. Außerdem werden wir 2007 Weltmeister bei der Handball WM im eigenen Land.
Lieblingsspieler: Odonkor (der hat in 40 Minuten mehr Eindruck gemacht als andere Spieler in 4 Spielen)
Hassspieler: Ballack (ja, alle loben ihn. Aber außer gegen Ekuador fand ich ihn schrecklich)
Mein WM Fazit:
Könnten wir öfter machen. Schade, dass es vorbei ist. Vielen Dank an die Fans aller Länder für die super Party.
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04.07.06
Posted in Projektmanagement
at 12:32:53
Erstaunlich, aber der oben stehende Titel gehört zu den häufigsten Suchanfragen die auf meine Seite führen. Und da ich ja serviceorientiert bin, bitte schön:
Ein Meetingprotokoll ist ein Ergebnisprotokoll und sollte erstmal so kurz wie möglich und so detailiert wie nötig sein sein. Es beantwortet die Fragen: Wer? Was? Bis wann?
Header: Überschrift, Ort, Datum, Anwesende, Abwesend (Leute die eingeladen aber nicht da sind), Verteiler (wer bekommt das Protokoll)
Jeder Punkt auf dem Protokoll fällt in folgende Kategorien:
(I)nformation,
(A)ufgabe (oder Action Points)
(O)ffener Punkt
Zu jedem Punkt wird geschrieben, wer zuständig ist und bis wann der Punkt erledigt sein muss
Das kann man schön über eine Tabelle erledigen.
Offene Punkte und Aufgaben werden beim Folgemeeting besprochen und deren Fortschritt festgehalten.
Regeln:
Kein Meeting ohne Protokoll.
Kein Protokoll ohne anschließende Abnahme.
In jedem Meeting werden die offenen Punkte und Aufgaben des Vormeetings überprüft.
Protokolle unbedingt binne 3 Tagen nach dem Meeting verteilen.
Und das war es auch schon.
Beispiel:
Protokoll: Planung Mittagessen am 30.5.2006
Anwesend: Müller, Meier, Schulz
Abwesend: Schmidt (Entschuldigt)
Top1 : Location
I: Der Konferenzraum steht nicht zur Verfügung.
I: Termin zum Mittagessen ist wie immer 13:00 Uhr (Festlegung Müller)
A: Müller sucht einen Raum
Top2: Lieferdienst
I: Schulz leidet unter Glutamatallergie, Chinese fällt daher aus
I: Wir haben Karten von Rimini, India-Palace und Mexican Schinell(*)-Imbiss
A: Schulz besorgt bis 12:00 Uhr Noch eine Karte vom Japaner und stellt sie ins Intranet
O: Wer treibt das Geld ein (Klärung nach Auswahl des Anbieters)
Top3: Sonstiges
O: Die Anwesenden haben langsam die Nase voll von Fast-Food und schreien nach Alternativen
(*) Stand tatsächlich so jahrelang auf dem Schild meines Lieblingsmexikaners in Berlin-Moabit.
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03.07.06
Posted in Allgemein
at 13:45:01
Das war ja so. Ich musste freitag beim Kunden arbeiten. Mein Flug zurück sollte um 19:45 gehen. Ich rechnete damit, vielleicht die zweite Halbzeit irgendwo am Flughafen sehen zu können.
Gegen 15:00 Uhr fühlte ich mich ein wenig einsam. Das Büro wurde doch merklich leerer. Eigentlich wollte ich keinen schlechten Eindruck hinterlassen - es war mein erster Tag bei diesem Kunden. Auf der anderen Seite kommt es vielleicht auch nicht gut an, wenn man sich als Spaßbremse outet.
Also ab in die Bahn und zum Flughafen. Dann schaue ich mir halt das komplette Spiel dort an, sehr schön.
Halbzeit 1: Ich bekomme gerade noch einen Platz in der Sportbar. Trinke alkoholfreies Weizen (lecker) und schaue das Spiel. Der Flughafen steht still. Die Gänge sind leer. Zur Halbzeit bricht wieder Hektik aus. Die Gänge sind wieder voll. Ich warte ein wenig und gehe dann zum Gate.
Halbzeit 2 schaue ich mir am Gate an. Es gibt reichlich Bildschirme. Vor lauter Spannung vergessen viele Leute einzusteigen. Ich habe selte soviele “urgent last calls for …” und “wir wollen den Flug nun schließen” Durchsagen in so kurzer Zeit gehört.
Die Verlängerung passt mir gar nicht; muss ich doch um 19:10 boarden. Im Bus zum Flugzeit werden die Ereignise per WAP abgefragt und in den Bus gerufen. Mist, Elfmeterschießen.
Im Flugzeug (Elfmeterschießen): Es ist eine kleine Maschine (100 Plätze). Die Crew drängt sich im Cockpit und hört zu. Wir Passagiere beschweren uns lautstark bis der Captain die Spielstände durchgibt.
Eigentlich sollte wir jetzt starten, aber der komplette Flughafen München steht still. Vermutlich kreisen gerade duzende Maschinen in einer Warteschleife da der Tower besseres zu tun hat. Selbst die Koffer (Handgepäck gibt man bei so kleinen Maschinen vor der Maschine ab) werden nicht weiter eingeladen. Die Arbeiter stehen vor der Flugzeugtür und hören zu …
Beim ersten gehaltenen Elfmeter schreibt die Flugbegleiterin “Jaaa! Wenn wir gewinnen gibt es Sekt für alle”.
Lehmann hält den zweiten Elfer. Wir jubeln und starten mit 10 Minuten Verspätung unsere Reise ins Wochenende. Ich genieße meinen Sekt und freue mich über die WM. Soviel also zur Deutschen Zuverlässigkeit. Da legt ein Fußballspiel schon mal einen kompletten Flughafen lahm.
Ich glaube, die WM tut uns gut …
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Posted in Projektmanagement
at 08:46:39
Ach, die Entwickler erzählen viel wenn sie Zeit haben.
Yepp, und man sollte auch zuhören.
Vorstände großer Firmen werden ja über den Zustand von IT Projekte so informiert:
Entwickler berichtet an Chef-Entwickler
Chef-Entwickler berichtet an Teilprojektleiter
Teilprojektleiter berichtet an Projektleiter
Projektleiter berichtet an (wenauchimmer)
(werauchimmer) berichtet an Vorstand
Das ist “stille Post” - lustig aber leider gibt es ein Problem. Lassen wir es ein paar Stufen mehr und weniger sein. Die Wahrheit ist: Auf dem Weg zum Vorstand gehen Informationen verloren. Klar, oft ist das auch gut so. Wenn ein Entwickler freudestrahlend berichtet “durch die Umstellung von DOM auf SAX haben wir das Order-Verify um 30ms beschleunigt” könnte das den ein oder anderen Chef überfordern.
Auf der anderen Seite ist die Aussage eines Entwickler “die Realität” und die sollte man nicht ignorieren.
Regel: Höre auf die Entwickler.
Als ich bei einer großen Internetagentur gearbeitet hatte, gab es dort Technik-Projektleiter und Agentur-Projektleiter. Die Agentur-Projektleiter fanden technische Details eher störend. Sie haben die doofen Entwickler eh’ nicht verstanden und deren gejammer hat die ganze Kreativität kaputt gemacht. Wundert sich jemand, dass die Freunde einige Projekt mit Anlauf in den Sand gesetzt haben?
Anderes Beispiel (aus Projekt 06): Bereichleiter erzählt - entgegen aller Realität - alles sei super und das der doofe Anforderer (in dem Fall ich) keine Ahnung habe. Mittags würde das System installiert. Leider verstand ich mich recht gut mit den Entwicklern (die froh waren auf Anfordererseite einen Projektleiter zu haben der mal selber Software entwickelt hat). Kurz nach der Aussage des Bereichsleiters ruft mich ein Entwickler an: “Du, was soll ich denn jetzt machen? Wir haben doch gar nichts. Mein Chef sagt aber, wir müssen euch was liefern”. Sprich, es war eine politisch motivierte Lieferung unfertiger Software damit der Bereichsleiter beim Vorstand gut aussah. Wenn der Vorstand sich rechtzeitig mal 10 Minuten Zeit für die Entwickler genommen hätte, wäre das dem Projekt sehr zuträglich gewesen (und vermutlich schlecht für den Bereichsleiter).
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02.07.06
Posted in Projektmanagement
at 22:16:05
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schneller Pferd
(Buffalo Bill)
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