30.06.06
Posted in Allgemein
at 13:27:32
Jetzt bin ich endlich soweit, dass ich die meisten Stars der Tour de France mit Namen kenne - und dann werden die dieses Jahr komplett gesperrt. Auch gut, muss ich nach der Fußball WM nicht soviel Fernsehen schauen.
Aber jetzt mal unter uns Pfarrerstöchtern: Es wird im Radsport Doping betrieben? Was für eine Überraschung! Glaubt wirklich jemand, dass 80% aller Leistungssportler Asthma haben und daher ständig ein Spray verschrieben bekommen?!? Je nachdem wie eng man Doping auslegt, dopen alle, wirklich alle, Leistungssportler (nur zur Info: Morgens vorm Wettkampf 2 Asperin und einige große Becher Kaffee und nach aktueller Dopingliste ist man dran) . Die Wahrheit: Doping ist, wenn man erwischt wird.
Ja, es wird gedoped. Und: Wir Zuschauer wollen es so. Wir fordern ständig neue Höchstleistungen, wir wollen sehen, wie immer mehr immer steilere Berge immer schneller bezwungen werden. Die Verantwortlichen wollen es so. Zuschauer und Organisatoren lassen den Sportlern doch kaum eine andere Wahl. 100% saubere Sportler unter den Top 10? Da möchte ich gerne dran glauben, fällt mir aber schwer. Traurig, dass die Sportler ihren Körper auf diese Art zerstören. Die Leute wurden erwischt, Pech gehabt. Schuld hat aber in meinen Augen nicht der einzelne Sportler, sondern die ganze Maschenerie.
Ich weiß gar nicht, über wen ich mich mehr ärgern soll: Über die erwischten Sünder, oder über die scheinheilig Entrüsteten.
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Posted in Projektmanagement
at 11:04:44
Heute startet mein neues Projekt. Managementberater (das sind die, die doppelt soviel Honorar bekommen wie ich…) haben ein Konzept erstellt, ich soll nun das Projekt umsetzen.
Wir besprechen das Konzept. Ich habe dazu Fragen, sehe das Ziel noch nicht klar genug definiert und identifiziere Entscheidungsbedarf.
Zitat (Mitarbeiter des Kunden): “Eigentlich müssten wir da wieder komplett von vorne anfangen”. Super, das verkürzt meine Einarbeitungszeit spürbar …
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Posted in Projektmanagement
at 10:08:10
“Das habe ich doch nie zugesagt”
“Vielleicht irre ich mich ja, aber hatten wir nicht zusammen ein Gespräch am 1.2. bei dem auch Herr Müller dabei war in dem es um genau dieses Thema ging? Fragen wir ihn doch mal”.
An solche Details kann man sich erinnern, wenn man ein super Erinnerungsvermögen besitzt - was für mich persönlich schon mal flach fällt.
Der andere, wohl bessere Weg, ist ein “Projekttagebuch”: Eine Textdatei in der man jeden Tag ein paar Infos über das Projekt einträgt. Was ist passiert? Mit wem wurde was besprochen? Gibt es größere Probleme, die man festhalten sollte? Welche größeren Entscheidungen hat man gefällt.
Daraus soll kein Roman werden und pro Tag maximal 5 Minuten dauern. Diese Zeit sollte man sich aber nehmen. Der Erfolg ist dafür umso größer. Einmal hilft es einem, jederzeit Überblick über das Projekt und die Historie zu behalten. Darüber hinaus lernt man aus der Nachbetrachtung, was funktioniert - und was nicht.
Wie bei jedem anderen Tagebuch auch ist der Inhalt nur für einen selber bestimmt. Also kann man auch ein paar persönliche Einschätzungen zu Personen dort festhalten. Wenn man diese Person nach längerer Zeit wiedersieht weiß man sofort, worauf man achten sollte.
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27.06.06
Posted in Projektmanagement
at 10:43:29
Immer wenn ich einen guten Verkäufer treffe, freue ich mich ehrlich über die “Show”.
Im Projekt Umzug stand der Kauf eines Kleiderschranks an. Wir hatten einigermaßen klare Vorstellungen und uns auch schon ein paar Sachen angeschaut.
Der Verkäufer zeigte uns den klassischen Verkäufer-Dreisprung:
1) Fragt, was wir wollen
2) Zeigt und ein paar preiswerte Schränke uns weist auf die Mängel in
3) Zeigt uns den Schrank in der Preisklasse auf die er uns eingeschätzt hat
Dann kommt Schritt 2 - Der Verkäufer als Anwalt des Kunden:
“Listenpreis ist X, aber ich mach’ das einfach mal über System XY, dass kostet es X-500 EUR”
“Wie, das ist eine Sonderlackierung. Quatsch, soll sich doch der Einkauf damit rumschlagen, die 200 EUR nehme ich erstmal raus”
Immer schön, einen Experten zu treffen. Jetzt kenne ich sogar den Unterschied zwischen “langhängend” “kurzhängend” und “dreiviertelhängend”.
Als jemand der sich auf E-Commerce/E-Business spezialisiert hat sollte ich das vielleicht nicht sagen, aber gute Verkäufer und gute Beratung kann man einfach nicht ersetzen. Dumm nur, dass viele Firmen das nicht begreifen und solche Jobs von Aushilfen machen lassen (unvergessen - und von jedem wohl schon erlebt, wenn der/die VerkäuferIn im M+++++Markt bei jedem Rechner gerade mal den Text auf der Verpackung vorlesen kann, das kann ich auch selber …). Darum liebe ich auch Konzepte wie www.ep-netshop.de so sehr: Schöne Verbindung zwischen Offline und Online-Handel
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Posted in Projektmanagement
at 10:14:10
Ich habe ja mein bisheriges Projekt verlassen. Eigentlich hätte ich nichts gegen ein wenig Urlaub einzuwenden gehabt. Aber wenn sich gleich 2 Projekte finden lassen - und diesen auch noch zeitlich parallel passen, beschwere ich mich ja nicht …
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Posted in Projektmanagement
at 10:13:42
Meine Reiseplanung für diese Woche:
Montag:Hamburg, Dienstag-Mittwoch:Frankfurt, Donnerstag-Freitag:München
Kein Zwischenstop zuhause.
Super, wenn man sich schon am ersten Abend den kompletten Anzug mit Eis vollkleckert …
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26.06.06
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at 16:24:50
Wie die meisten Projektleiter und Selbstständigen bin ich recht viel unterwegs. Im Laufe der Zeit hat sich vermutlich jeder seine eigene Reisestrategie zurecht gelegt. Hier sind meine persönlichen Guerilla-Projektmanagement Reiseregeln:
Nach Möglichkeit nur eine Strecke pro Tag
Früher bin ich gerne mit dem Flugzeit morgens 06:20 hin und 19:30 zurückgeflogen. Irgendwann habe ich gelernt, dass mir das zu anstrengend ist. Daher lieber nur eine Strecke und vor Ort übernachten. Schließlich will man doch was sehen von der Welt …
Abends anreisen - morgens fitt
Wenn ein Termin am Vormittag statt findet, reise ich nach Möglichkeit am Abend vorher an. Klar ist es verlockend, sich um 06:00 Uhr schnell ins Auto zu schwingen. Aber das kostet erstmal Energie. Und für Verhandlungen mag es sinniger sein, wenn man einigermaßen fitt ist. Außerdem gibt es auch innerhalb Deutschlands unterschiedliche “Klimazonen” Wenn ich von Hamburg nach München fliege können das locker 3-4°C ausmachen - klingt wenig, strengt den Körper aber an. Für mich notorischen Spätaufsteher ist das eh’ besser. Klar ist es doof, wenn man schon Sonntag Abend anreist. Auf lange Sicht ist das aber entspannter.
Bahnfahren ist besser als Fliegen
Klar, so eine Frequent Traveller Card macht ‘was her - wenn auch nur in der Eisdiele. Aber seien wir ehrlich: Der Geschwindigkeitsgewinn innerhalb Deutschlands ist marginal. Außerdem kann man in der Bahn viel besser Arbeiten. Und schließlich in die Lebensmittelversorgung an den meisten großen Bahnhäfen viel besser (und preiswerter) als am Flughafen.
Nicht unnötig am Hotel sparen
Hotels sind in den letzten Jahren echt teuer geworden. Natürlich sucht man (vor allem als Selbstständiger) nach preiswerten Hotels. Auf der anderen Seite: “billige” Hotels können einen sehr teuer kommen. Eine schlechte Nacht in einem miesen Hotel auf einer durchgelegenen Matraze kann einem schon mal den Tag versauen. Und schon hat einen der Kunde nicht mehr lieb. Dann investiere ich doch lieber 30 EUR mehr in ein besseres Hotel.
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25.06.06
Posted in Allgemein
at 10:16:26
Irgendwie gehen ja alle davon aus, dass es noch 3 Spiele der Deutschen Manschaft zu bewundern gibt. Gestern war ich mir allerdings nicht sicher, ob den Leuten wirklich klar war, dass es “nur” um den Einzug ins Viertelfinale ging.
Die Dortmunder Innenstadt war nach dem Spiel voll wie am 3. Adventssamstag. Und zumindest die Kneipe in meiner Straße hat erst gegen 09:00 Uhr am Morgen seine Türen geschlossen. Ich habe in Dortmund gefeiert, als der BVB vor 10 Jahren mehrere Titel geholt hat. Aber gestern war es mir ehrlich gesagt zu voll (ok, ich bin auch 10 jahre älter …)
Wie auch immer, hier eine Übersicht, welche Plätze es in Dortmund gibt um sich ein Spiel anzuschauen:
Friedensplatz
Der zentrale und größte Platz. Sehr voll, sehr laut, schlechte Sicht. Dafür Stimmung wie auf der Südtribüne. Kondition ist gefragt (und es muss einem nix ausmachen, bei jedem Tor einen vollen Becher Bier über die Klamotten zu bekommen). Kapazität ca. 20.000 Zuschauer. Achtung: wenn man nicht 2 Stunden vor dem Spiel da ist, hat man verloren da der Zugang regelmäßig wegen Überfüllung geschlossen wird.
Westfalenhalle I
bei wichtigen Spielen können hier rund 15.000 Zuschauer auf Steh- und Sitzplätzen das Spiel anschauen.
Westfalenhalle 2 & 3
Hier gibt es kleine Monitore sowie eine große, aber ein wenig unscharfe Leinwand. Platz für 2-3 tsd. Leute. Angenehme Stimmung (auch was für kleine Kinder). Wenn will, kann auch sitzen. Die Getränkestände sind nicht überfüllt.
Vinckeplatz
Biergarten für rund 500 Leute im Kreuzviertel. Entspanntes Kreuzviertel Publikum (vermutlich 80% Pädagogen, Künstler etc.). Entsprechend ist es hier ein wenig ruhiger. Aber dafür kann man gemütlich sitzen.
Folgende Plätze kenne ich nicht selber:
Freizeitzentrum West (ca. 800 Zuschauer)
Strandbar Solendo (ca. 1000 Zuschauer): Eine Strandbar am Hafen. ist auch ohne Fußball nett.
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Posted in Projektmanagement
at 09:51:43
Nette Idee eines Anbieters für BI-Software um seine Lösung bekannt zu machen:
Die WM Statistik
Zickt leider unter Firefox ein wenig ‘rum.
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23.06.06
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at 09:54:48
Angenommen, man ist eine erfolgreiche Country-Band. Nennen wir sie mal Dixi-Chicks.
2003 sagt man, dass man Mr. Bush doof findet. Ok, das sagen viele. Aber im konservativen Country-Geschäft macht man sich damit keine Freunde. Also brach ein wahrer Sturm über die armen Chicks hernieder. Schließlich mussten sie sich sogar öffentlich entschuldigen.
Jetzt gibt es ja zwei Möglichkeiten:
1) Man knickt ein und hofft, das die Country-Gemeinde einen wieder lieb hat.
2) Man sucht sich einfach eine neue Zielgruppe.
Und genau das haben die Mädels gemacht. Sie haben einen eine CD gemacht, die mehr in Richtung Rock geht und schon gibt es neue Käufer und Fans.
Was lernt man daraus: Laufe nie dem Markt hinterher, definiere den Markt
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22.06.06
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at 12:04:05
Eigentlich sitze ich gerade im Flieger nach München.
Uneigentlich warte ich seit über einer Stunde auf den Abflug.
Der Abflugtermin wird ständig verschoben (eine Stunde, 1,5 Stunden, jetzt sind wir bei knapp 2 Stunden). Mein Termin verkürzt sich dadurch von 2 Stunden auf vermutlich 30 Minuten - und macht kaum noch Sinn. Ich liebe sowas ja: 5 Stunden reisen für 60 Minuten reden. Aber leider ersetzt nichts das persönliche Gespräch. Mein Erfahrung nach muss man das erste Meeting immer persönlich machen (und selbst, wenn es quer über den Globus geht). Anschließend klappen auch Telefon- und Videokonferenzen .
Und da schimpfen die Leute immer auf die Bahn. Das ist heute mein erster Flug seit ich mir vor 1 1/2 Jahren eine Bahncard 100 gegönnt habe. Und offenbar war das keine so dumme Wahl …
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20.06.06
Posted in Projektmanagement
at 12:02:50
Das Wetter ist schön, ich sitze in der S-Bahn und aus meinem Ipod klingen die letzten Takte eines Liedes von Weather-Report. Ich habe gute Laune. Anschließend höre ich mir das Gespräch meiner Sitznachbarn an (ok, eher ein Monolog) - was meine Stimmung noch weiter nach oben treibt.
Ein Typ redet auf eine Frau ein. Die Frau zeigt sich mäßig interessiert. Man bekommt schnell mit, dass er wohl BWL studiert und als freier Vermögensberater arbeitet (sprich, er hat ein paar Fondsgebundene Lebensversicherungen an hoffentlich nicht zu gute Bekannte verkauft die ihn früher oder später hassen werden). Offenbar wurde ihm auch ein Seminar spendiert: “Und du, dass hat mich auf meinem Weg ein soooo großes Stück weitergebracht.
Jetzt sucht er ein Praktikum und soll für eine Firma Produkte an Friseure vertrieben: “Das wird gut. Ich sag’ ja, verkaufen ist verkaufen. Scheißegal, was du verkauft. Ist immer gleich”.
Sehr lustig, aber in meinen Augen Quatsch.
1. Das Produkt ist nie egal. Wenn man zu seinem Produkt nicht steht, es nicht selber mag, wird man kein guter Verkäufer. Oder anders ausgedrückt: Ich persönlich kann schwer überzeugend Haarwuchmittel verkaufen - ich habe keine Haare mehr.
2. Verkaufen ist nicht gleich Verkaufen:
- Wenn man Produkte verkauft, geht es um Fakten (Preis, Qualität), Zuverlässigkeit und Beziehungen. Wenn ich einen Lieferanten 25 Jahre habe, wechsel ich den nicht so schnell.
- Wenn man Dienstleistungen/Lösungen verkauft, geht es darum dem Kunden das Gefühl zu geben, dass man sein Problem verstanden hat. Es geht letztlich um Vertrauen. Nicht die tolle Lösung ist wichtig. Wichtiger ist wirklich das Vertrauen. Das gilt noch stärker für mich als Berater.
Ich habe mal für eine Firma gearbeitet, welche für den Vertrieb von Lösungen ständig Leute angeschleppt hat, die >20 Jahre lang Hardware verkauft haben. Das war ein lustig anzusehendes Wechselspiel. Ich habe mir die Namen der Vertriebler irgendwann erst gar nicht mehr gemerkt.
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19.06.06
Posted in Projektmanagement
at 10:53:11
Uff. Ich habe mich ja entschieden, dass Projekt zu verlassen. Jetzt sitze ich an dem Übergabedokument für meinen Nachfolger. Da fällt einem erstmal auf, was man so alles für Sachen nebenher gemacht hat.
Ich werde es wohl sicherheitshalber kürzen, damit die Prio 1 Aufgaben nicht untergehen.
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Posted in Allgemein
at 10:51:43
Schweizer sind witzig. Ich habe mal 6 Monate in Basel gearbeitet. Seit dem mag ich die Schweiz.
Es ist 8:30 Uhr und ich hole Brötchen. Auf Grund einiger Probleme (Rücken, Fuß) heute mal etwas langsamer als sonst. Auf der Hohen Straße bietet sich ein super Bild: Hunderte Schweizer Fans (spielen hier heute gegen Togo) maschieren die Straße rauf und runter - absolut schweigsam. Vor einem Hotel frühstücken Fans - schweigend.
Frage 1: Was machen die schon so früh auf der Straße.
Frage 2: Können die auch sprechen?
Vielleicht quäle ich mich gleich zur Westfalenhalle und schaue mir das Spiel dort an. Wahrscheinlich machen 30 Fans aus Togo mehr Krach als 15.000 tausend Schweizer.
Wobei, vielleicht waren die Jungs und Mädels einfach noch nicht wach…
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16.06.06
Posted in Projektmanagement, Allgemein
at 10:57:05
Hallo Leser,
leider hat die Telekom meinen DSL Anschluss einen Monat vor meinem Umzug gekappt.
Daher war es die letzten Tage hier etwas ruhiger…
Ab Montag geht es hoffentlich weiter.
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11.06.06
Posted in Projektmanagement
at 20:35:33
Was ist der schlimmste Fehler, den ein Manager machen kann? Ein Fehler, der jede Firma, jedes Projekt, und sogar einen kompletten Staat in den Untergang treibt?
Antwort: Eine “Kultur der Angst” aufzubauen.
In der Kultur der Angst sitzt der Manager über seinen Untergebenen und betraft die Leute, die Fehler machen oder einfach nur anderer Meinung sind. Es gibt jedoch im Gegenzug keinerlei Lob für gute Arbeit und neue Ideen. Ziel dieses Verhaltens ist die Erhaltung der Macht. Die konkreten Ziele sind nicht mehr im Fokus, Wahrung der Verhältnisse ist wichtiger.
Was passiert:
Die Mitarbeiter kümmern sich nicht mehr darum, etwas gut zu machen oder gute Ergebnisse zu erzielen. Sie sorgen sich nur dafür, nichts falsch zu machen um nicht bestraft zu werden.
Leider sind wir Menschen da wie Hunde: Wir wollen geliebt werden und nicht bestraft. Strafe vermeiden wir.
Dumm nur, dass die Ergebniss dabei auf der Strecke bleiben. Diese Kultur hat wohl - neben vielen anderen Gründen - zum Untergang der DDR beigetragen. Die Bewohner hatten aus verständlichen Gründen kaum Interesse daran, sie Sache voranzutreibe. Besser, man macht keine offensichtlichen Fehler und kommt durch.
Das Dramatische ist, dass diese Situation für den Manager super ist. Er ist Chef, hält seine Widersacher klein und festigt seine Macht. Das böse Erwachen kommt, wenn es zu spät ist. Die Projekt scheitern eines nach dem anderen, die Mitarbeiter verlassen fluchtartig die Firma und plötzlich steht man vor einem Trümmerhaufen - dann ist es zu spät.
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Posted in Projektmanagement
at 20:33:20
Erste Termin beim neuen Kunden.
Da ich die Gepflogenheiten dort nicht kenne, es aber eine große Firma ist, trage ich einen Anzug - wie eigentlich immer.
Am Empfang fragt mich die Dame:”Worum geht es? Haben Sie ein Vorstellungsgespäch?”.
Ok, beim nächsten Termin lasse ich die Krawatte weg …
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at 20:31:13
Sonntags in Dortmund. Die schwedischen Fans hängen in den Cafes und Kneipen und starren auf ihr Bier. Im Irish Pub hängen schwedische und englische Fahnen. geteiltes Leid ist halbes Leid
(England hat nicht verloren, aber schlecht gespielt).
Die Trinis: haben Spaß. Auf meinem Weg von meiner Wohnung zum Bahnhof bin ich an 2 Musikgruppen und einer, sagen wir, Parade vorbeigekommen (Frauen in aufwendigen Kostümen und der “Original Whip Master”).
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10.06.06
Posted in Allgemein
at 23:47:04
Ganz Dortmund war heute Gelb. Nicht Gelb-Schwarz wie sonst, sondern Gelb-Blau. Die Schweden hatten die Innenstadt fest in ihrer Hand.
Feststellung 1: Schweden sind lustig, auch wenn sie viel getrunken haben.
Feststellung 2: Schwedinnen sind alle blond - manche Vorurteile stimmen.
Als ich heute einkaufen ging, war ich fast die einzige Person auf der Straße, ohne Fan-Shirt (mein Shirt lüftet gerade auf dem Balkon). Später kam mir eine Fangruppe von Trinidat-Tobago Steeldrum spielend entgegen. Hach, können wir das nicht jedes Jahr machen? Warum muss die WM denn immer in einem anderen Land sein? Vielleicht so: Der Song Contest wird doch auch im Siegerland ausgetragen. Das wäre doch eine Idee. Also nur, wenn die Klinsiboys Weltmeister werden…
Ansonsten:
England war langweilig. Trinidat-Tobago ist der neue Liebling und das Argentinienspiel war nett anzuschauen. Tja, in meinem WM Tipp hätte Schweden es bis ins Halbfinale geschafft. Ähm, ich ziehe das vielleicht besser zurück.
Die nächsten Tage bin ich unterwegs. Aber ich freue mich schon, Mittwoch wieder in Dortmund zu sein.
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09.06.06
Posted in Allgemein
at 22:14:33
Supi, mein WM Tipp ist schon am ersten Tag Schrott weil die Polen gepatzt haben.
Egal, schön war’s!
Die Eröffnungsfeier war stimmungsvoll. [ Kleiner Einschub: Ich reagiere körperlich auf gute Musik und gute Shows. Bei schlechter Musik bekomme ich eine Gänsehaut. Bei guten Darbietungen fange ich an zu heulen. Ich kann nichts dafür, und ich kann es nicht steuern. Das hat nix mit Sentimentalität oder so zu tun, ich kann auch bei guten Heavy Metal flennen. Wenn ich also schreibe, dass die Eröffnung stimmungsvoll war, meine ich damit, dass ich Tränen in den Augen hatte. Falls also, lieber Leser, jemand neben dir auf einem Konzert ist und ein wenig weinerlich aussieht: Das könnte ich sein… - Ende Einschub]. Das Spiel der Deutschen… na ja; Licht und Schatten.
Ich habe mir mit einem Freund zusammen das Spiel in Dortmund auf dem Friedensplatz angeschaut, hat wirklich Spaß gemacht.
Positiv: Die Security Jungs waren gut geschult. Sie haben mir nach dem Abtasten viel Spaß gewünscht. Sowas finde ich wichtig.
Negativ: Haben die Jungs und Mädels am Bierstand jemals vorher Bier gezapft?!?
Lustig: Coke hatte einen eigenen Stand. leider hat scheinbar ihnen niemand im Vorfeld gesagt, dass man keine Flaschen ausgeben darf (potentielle Wurfgeschosse). Also wurden im Ausschank die 0,5 l Flaschen in 0,5 l Becher umgefüllt - was etwas umständlich und zeitintensiv war.
Morgen ist das erste Spiel in Dortmund. Hier laufen schon enorm viele Schweden rum. Auf den ersten Blick scheinen die lustig zu sein. Mal schauen, was hier so los sein wird.
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