28.02.06

1000 Fehler in der Projektleitung: 20

Posted in Projektmanagement at 15:28:34

“Haben das Ziel aus den Augen verloren, kommen aber gut voran”
Im Nachbarhaus meiner Eltern wohnte jemand, der Modellflugzeuge baute. Ich durfte als Kind einige Male mitfahren, wenn er seine Flugzeuge auf einem Feld fliegen ließ.

In ganz seltenen Momenten durfte ich auch mal die Fernsteuerung halten (vermutlich dann, wenn der Bau des Fliegers nicht länger als 5000 Stunden gedauert hat). Dabei gab es eine einfache, aber eiserne Regel: Wenn du das Flugzeug nicht mehr sehen kannst, zieh’ es sofort runter zum landen. Ich fand das doof. Wenn der Flieger hinter einer Kuppe oder einigen Bäumen verschwand, hätte ich viel lieber das Gerät mit einer eleganten Wendung wieder in sichtweite geflogen. Aber das durfte ich nicht. Ich habe irgendwann auch verstanden, wieso: Besser, das Flugzeug landet unsanft auf dem Boden, als das man im Blindflug jemanden erschlägt oder ein parkendes Auto demoliert.

Lustigerweise wird diese Regel bei Projekten eher selten beachtet. Die Anforderungen der Fachabteilung sind voller Lücken und Widersprüche? Egal, mittels misserstandenem agilen Projektmanagement schreibt man schon mal das Pflichtenheft - und wickelt das Projekt trotz unklarer Anforderungen dann per Wasserfallmethode ab. Mit dem Ergebnis kann zwar keiner etwas anfangen, aber da muss man halt leider auf Release 2 warten.

Es ist eher unklar, ob das Projekt überhaupt Sinn macht? Na und! Der Projektplan sieht den Start vor, also halten wir uns dran. Später wird klar, dass das Projekt keinen Sinn macht. Aber weil man schon mal so weit gekommen ist, bringt man es irgendwie zuende und beerdigt es stillschweigend.

Dabei helfen auch keine agilen Methoden mehr. Agile Methoden helfen mir dabei, wenn ich ein Auto baue und die Farbe erst in letzter Minute fest steht. Oder wenn ich das Fahrwerk kurz vor Auslieferung noch mal modifiziere und was auch immer.

Es hilft mir aber herzlich wenig, wenn ich ein Auto plane und eigentlich ein Flugzeug hätte bauen sollen …

Marathonvorbereitung Woche 8

Posted in Laufen, Marathonvorbereitung at 14:48:08

Erster längerer Lauf nach der Erkältung:
30 Min: Leichter Schneefall. Ich fühle mich gut. Die Erkältung scheint mir nicht geschadet zu haben. Also entscheide ich mich für die längere Runde.
60 Min: Ich fühle mich völlig elend. Da war ich wohl ein wenig voreilig. Leider dauert der Rückweg rund 60 Minuten (für Dortmunder: Es ging vom Kreuzviertel über Bolmke und Tierpark die Galoppstr. hoch). Aber zumindest geht es jetzt nur bergab. Zum Glück schneit es nicht mehr.
70 Min: Es scheint! War ja klar. Zur Aufmunterung gönne ich mir ein Leckerchen in Form eines Energie-Gels. Wer sowas nicht kennt: Es schmeckt wie Zahnpasta und klebt schlimmer als Kokosmilch. Dafür hat man ratzfatz 300 Kalorien intus und ist zumindest kurzzeitig fitter.
90 Min: Gut, das ich keine Handschuhe mitgenommen habe. So bin ich dermaßen mit meinen kalten Händen beschäftigt, dass ich keine Gelegenheit habe mir über die Schmerzen im linken Fuß Sorgen zu machen.
120 Min: Angekommen. Für den ersten Lauf nach der Pause soll es reichen. Puls lag bei 75% HfMax, alles im grünen Bereich.
Nächste Woche versuche ich mich an 3 Stunden (davon 2 Stunden bergauf)
Gewicht: konstant, aber laut Waage geht mein Körperfettanteil zurück. Ich interpretier das mal so: Ich nehme weiter ab, aber mein Körper lagert mehr Wasser in den Muskeln. Gut so.

24.02.06

Angebotsverhandlung

Posted in Projektmanagement at 11:53:56

Hmm, was soll ich davon halten.
Ein Dienstleister (Internet-Agentur) macht ein Angebot welches ich für zu hoch halte. Nach einer ersten Abstimmung kommt ein zweites Angebot (mit den in so einem Fall “üblichen” 20% Abschlag). Auch dazu habe ich einige Nachfragen.

Dummerweise erreiche ich 3 Tage lang niemanden. Man sollte man glauben, die schicken das Angebot raus und 2 Stunden später ruft der Account Manager an um die Sache abzuschließen. Aber nein. Dann haben wir endlich ein Telefonat und können weitere Fragen klären.

Ich weise daraufhin, dass das Angebot immer noch zu hoch sei und der Einkauf wohl eines der Vergleichsangebote nehmen wird. Gedanklich mache ich mich bereit auf die jetzt normalerweise kommenden Argumente: “Aber wir sind viel besser”, “Qualität hat ihren Preis”, “Was können wir machen, damit Sie das Angebot noch annehmen” etc.
Statt dessen kommt ein leises “Ah ha, gut” durchs Telefon. Was bedeutet das?
A) Die wollten den Auftrag eh’ nicht haben
B) Die Projektleiterin ist eine schlechte Verkäuferin
C) ich wirke so dominant, dass man sich kaum traut, mir zu widersprechen.

Wie auch immer. Das wird wohl nix werden. Schade eigentlich.

Selbstständig

Posted in Projektmanagement at 09:28:44

Ich liebe meinen Job. Wirklich! Ich besitze das wunderbare Privileg für etwas bezahlt zu werden, was ich auch ohne Geld machen würde. Ok, wenn ich die 10 Mio. gewinne könnte ich mir vorstellen, nicht mehr IT Projekte zu machen, sondern vielleicht Umweltschutzprojekte. Oder ich manage eine erfolglose Punk-Band. Aber das, was ich momentan mache ist genau das, was ich machen will. Mein Großvater und Urgroßvater (und so weiter) haben auf einer Zeche gearbeitet. Auch die haben ihre Arbeit gemocht. Aber ich kann nicht irgendwie nicht vorstellen, dass mein Urgroßvater auch ohne Bezahlung nur aus “Spaß an der Freud’” unter Tage eingefahren wäre .

Auch könnte ich mir jeden Tag für meine Entscheidung, mich sebstständig zu machen, auf die Schulter klopfen. Das geht nicht nur mir so. Ich habe in letzter Zeit viele ehemalige Kollegen getroffen die ebenfalls selbstständig sind. Der Tenor ist immer gleich: Jeder genießt diese Arbeitsweise. Dabei spielt die Bezahlung keine Rolle. Und um mal kurz nebenbei eine Illusion zu zerstören: Nein, es lohnt sich im Vergleich zu einem guten Angestelltengehalt nicht wirklich. Aber jeder freut sich über die Freiheit, die Eigenverantwortlichkeit und die Anerkennung für geleistete Arbeit.

Eigentlich komisch, oder? Wir freuen uns über fehlende soziale Absicherung, keinerlei Arbeitnehmervertretung und das hohes Risiko auch mal 6 Monate ohne Kunde überbrücken zu müssen. Wir sind glücklich über einen Job den wir mit hoher Wahrscheinlichkeit vielleicht 15 Jahre durchhalten aber anschließend völlig ausgebrannt sind. Wir genießen es, die meisten Nächte im Hotelzimmer (oder kleinen Wohnungen über die Mitwohnzentrale) zu verbringen.

Sollte das Arbeitgebern nicht zu denken geben? Diese Leute sind offenbar sehr motiviert. Auch sind sie nicht die Schlechtesten ihres Fachs (niemand meiner Bekannten beklagt sich über schlechte Auftragslage). Kurz um: Es sind doch ideale Angestellte. Und trotzdem finden sie in einer Firma nicht das, was sie suchen.

Hmm, interessante Frage. Was müsste mir ein Arbeitgeber bieten um mich wieder zu einer Festanstellung zu überzeugen? Es wird sich bestimmt irgendwann wieder ändern. Aber momentan fällt mir da wenig ein. Das Gehalt ist es nicht (wobei, bei einen Audi RS4 mit Vollausstattung als Dienstwagen würde ich vielleicht …). Ich werde mal drüber nachdenken.

Kaffeeküche

Posted in Projektmanagement at 09:05:27

Liebe festangestellten Mitarbeiter meines momentanen Auftraggebers:
Wir Externe haben wirklich kein Problem damit, die Spülmaschine täglich ein- und auszuräumen. Ich habe das bei meinem ersten echten Job so gelernt (Zotty hat uns da sehr gut erzogen :-)) ). Auch räume ich gerne halb leere Tassen in die Maschine. Womit ich aber ein Problem habe: Wenn ich morgens den Dreck ein wenig lichte und ein Festangestellter dazukommt und meint, einen dummen Spruch abgeben zu müssen. So langsam weigern sich immer mehr Externe wegen solcher Dinge, die Kaffeküche aufzuräumen.
Denkt drüber nach, liebe Festangestellte: Ihr sägt auf dem Ast, auf dem ihr sitzt…

23.02.06

In eigener Sache: Wohnen in Osnabrück

Posted in Allgemein at 20:46:45

Es ist nicht sehr wahrscheinlich, aber Versuch mach kluch:
Ich werde in naher Zukunft aus dem Ruhrgebiet in Richtung Osnabrück umziehen.
Sollte zufälligerweise jemand eine Wohnung (4 Zimmer KDB, Balkon, Garage, gute Anbindung zum Hauptbahnhof) vermieten wollen oder einen Nachmieter suchen oder jemand kennen der jemand kennt der bei jemanden putzt der gerade eine Wohnung kennt, würde ich mich sehr über eine kurze Mail freuen :-)

22.02.06

1000 Fehler in der Projektleitung: 19

Posted in Projektmanagement at 20:54:39

“Ich glaube auch nicht, dass es klappen wird. Aber der Vorstand will es halt.”
Es ist doch erstaunlich. Eigentlich sollte man denken, dass Leute in Vorstandspositionen nicht dorthin gekommen sind, weil sie hinlose Deppen sind. Trotzdem behandeln 80% der Mitarbeiter im mittleren Management so, als ob sie es seien. Wenn es nachvollziehbare Gründe gegen einen Zeitplan gibt, kann das auch ein Vorstand verstehen.

Die Geschichte läuft dabei immer gleich: will Projekt X in einer unmöglichen Zeit abgeschlossen sehen. äußert leise Zweifel und bekommt sofort einen Anschiss für sein Zaudern. Also wird das Projekt gestartet. Natürlich scheitert das Projekt. Selbstverständlich bekommt dafür vom Vorstand die Schuld zugeschoben.
Variante 1: weiß auch, dass das Projekt nix wird, kann die Schuld aber in die Schuhe schieben.

Eigentlich könnte man sagen, da haben sich Zwei gesucht und gefunden: Vorstände hören nicht zu und mittlere Manager sind Angsthasen.

Vermutlich ist das nur das Ergebnis einer unglücklichen Entwicklung. Der Manager hat einige Male gezaudert und das Projekt wurde trotzdem irgendwie ein Erfolg. Irgendwann hält der Vorstand seine Einwände für “das übliche” Gejammer und gibt nicht besonders viel auf das Geschwätz.

Das lustige bei der Geschichte: Gute Führungspersönlichkeiten sind oftmals richtig glücklich wenn sich endlich mal wieder jemand traut, ihnen die Wahrheit zu sagen. Sie werden oftmals in einer künstlichen Scheinwelt gehalten die ihnen ihre Führungsaufgabe sehr schwer macht. Ein wenig Wahrheit kann da nur helfen (oder anders ausgedrück: das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern ist auch heute noch aktuell).

Ok, es gibt genug Vorstände und Firmenchefs die tatsächlich nicht zuhören können oder wollen (unter solchen Leuten habe ich auch ein paar Jahre gelitten). Aber das erledigt sich - leider - meist von selber: solche Firmen gehen pleite…

21.02.06

Festpreisprojekte

Posted in Projektmanagement at 12:01:45

Aktuell verhandel ich mit einem Dienstleister über ein Angebot. Welch eine Überraschung: Ich finde es zu hoch, der Dienstleister hält es für angemessen.
Unabhängig davon, der nun im Recht ist: Ich glaube, bei Festpreisprojekten verlieren so oder so beide Seiten.

Als Kunde hat man immer ein wenig Angst vor Abrechnung nach Aufwand (T&M: Time and Material). Aber letztlich beruht eine vernünftige Kalkulation für ein Angebot auch auf den Aufwänden. Nur, dass die Aufwände nicht exakt abgerechnet, sondern vorher geschätzt werden. Auf diese Schätzung packt man dann noch einen Sicherheitsaufschlag und ein wenig Luft für Nachverhandlungen drauf. Also ist ein sauber kalkuliertes Angebot stehts teurer, als Abrechnung nach T&M.

Aber angenommen, ich vertraue dem Dienstleister nicht? Es kann ja genauso gut sein, dass der Dienstleister 2 Tage arbeitet und 5 abrechnet. Wenn ich den Dienstleister nicht im Haus habe, kann ich ihn nicht kontrollieren. Und was ist, wenn der Dienstleister mir Mitarbeiter schickt, die nichts taugen und sich auf meine Kosten einarbeiten?
Antwort 1: Das passiert auch bei Festpreisangeboten. Die Wahrheit über Beratungsfirmen: Lernen auf Kosten des Kunden ist nicht die Ausnahme, es ist der Normalfall.
Antwort 2: Wenn ich meinem Dienstleister so wenig vertraue, hat er etwas falsch gemacht. Vielleicht sollte man sich dann besser Gedanken über einen anderen Dienstleister machen!

Marathonvorbereitung Woche 7

Posted in Laufen, Marathonvorbereitung at 11:51:22

Erkältung!

Argh! Das musste jetzt nicht sein. Dabei habe ich mich so gut gefühlt. Sehr, sehr ärgerlich. Ich hatte also eine Woche Laufpause. Diese Woche fange ich langsam wieder an. Wenn das so weiter geht, werde ich den Marathon ausfallen lassen.

16.02.06

Keine 24 Mio.

Posted in Allgemein at 22:24:40

Da ist wohl was schief gelaufen. Ich habe die 24 Mio. nicht gewonnen. Außerdem bin ich erkältet und meine Nase läuft aus und dann habe ich das Ladekabel meines Ipods vergessen und komme erst Sonntag Abend wieder nach Hause (2 lange Zugfahrten) und die möblierten Wohnungen die ich mir angeschaut habe sind alle Schrott.
Ich könnte ‘ne Runde Mitleid brauchen.

15.02.06

24 Mio.

Posted in Allgemein at 10:49:54

Ich habe gerade beschlossen, dass ich heute die 24 Mio. im Lotto gewinnen werde. Sorry Leute, aber diesmal bin ich dran.

Über Sonderbehandlungen

Posted in Projektmanagement at 10:24:07

Der 1989 verstorbene Dirigent Herbert von Karajan hat mal den Antrag gestellt, auf dem Weg zum Theater durch die Fußgängerzone fahren zu dürfen. Dadurch könne er Fahrzeit sparen und sich besser auf seine Aufgabe konzentrieren welches wiederum der Stadt zu Gute käme.

Die Stadt fand die Argumentation nicht überzeugend und lehnte den Antrag ab.
Offenbar war der Stadtverwaltung die Sicherheit der Passanten wichtiger als der Wunsch eines Dirigenten.

Wieso ich auf die Geschichte komme? Die Technikabteilung meines Projektes hat klare Regeln für die Einführung neuer Software. Der Prozess in umfangreich und daher muss man sein Deployment viele Wochen voher planen und die zu testende Software frühzeitig abliefern. Der Fachberich jedoch ist der Meinung, gerade sein Projekt sei eine Ausnahme und könne daher an den Prozessen vorbei laufen. Komischerweise ist der Technikabteilung die Funktionsfähigkeit des kompletten Systems wichtiger…

14.02.06

Projekt 06: Keine Reaktion

Posted in Projektmanagement at 16:58:01

Ich habe ja nach einigem Hin und Her endlich offiziell die Aussage bekommen, dass es Verzögerungen geben wird. Daraus habe ich brav einen Statusbericht geschrieben, eine Risikoabschätzung erstellt und meine Empfehlungen getroffen. Das ging dann an verschiedene Stellen.

Ich hätte verschiedene Dinge als Reaktion erwartet. Preisfrage: Was ist wohl geschehen
A) Die verantwortlichen Köpfe mussten erklären, warum die Verzögerung erst so spät kommuniziert wird
B) Die Projektleitung bekommt richtig Ärger
C) Der aktuelle Projektplan wird nochmals überarbeitet um einen Zieltermin zu bekommen, den alle akzeptieren
D) Die Projektinhalte werden nochmal überarbeitet
E) Zumindest irgendjemand regt sich über die Situation auf
F) Ich werde ohne Kommentar gefragt, ob ich ein Angebot für weitere 6 Monate vor Ort abgeben könnte

Hinweis 1: Nur eine Antwort ist richtig.
Hinweis 2: Bis zum Herbst stehe ich für weitere Projekte nicht zur Verfügung

Hemdenfarben 2006

Posted in Allgemein at 11:41:07

Vor einiger Zeit habe ich ein Jahr lang keine Krawatten gekauft. Irgendwie hatte ich den Eindruck, als haben alle Designer zuviel LSD genascht. Diese Farben…

Tja, Samstag wollte ich mir ein neues Hemd kaufen. Auf Grund meiner Statur und meiner Faulheit bin ich Markentreu. Neben den beiden Standardfarben Weiß und Blau gab es im Angebot: leuchtend Grün, Flieder, Rosa, Blau-Rosa-Weiß gestreift etc. Nein, nicht mein Ding. Nennt mich altmodisch, aber das ziehe ich noch nicht mal in meiner Freizeit an, geschweige denn im Büro.

Entweder kaufe ich mir also dieses Jahr nur Weiß, oder ich wechsel die Marke. Hmm, ich wollte ja schon immer mal ein Maßhemd haben. Vielleicht ist es an der Zeit …

13.02.06

Marathonvorbereitung Woche 6

Posted in Laufen, Marathonvorbereitung at 20:31:40

Der Süden versinkt im Schnee. Aber im Ruhrgebiet scheint die Sonne. Da macht der lange Lauf doppelt Spaß - leider zuviel Spaß. Ich bin viel länger gelaufen als ich eigentlich wollte und haben den Zug verpasst mit dem ich eigentlich heute Abend nach Frankfurt fahren wollte…
Halb Dortmund war heute im Rombergpark unterwegs. Zum Glück waren die restlichen Strecken nicht so voll. Ich versuche immer noch tapfer, mich nach Galloway zu richten (langsam laufen, sehr viele Laufpausen). So richtig bin ich davon aber noch nicht überzeugt.

12.02.06

“Eurasisches” Essen

Posted in Projektmanagement at 20:17:14

Ich dachte, der Trend sei vorbei - ist er aber offenbar doch nicht.

Ich war diese Woche sehr viel in verschiedenen Städten unterwegs und wurde von Kunden und Partnern in verschiedene Restaurants eingeladen. Von Hamburg war ich es ja gewöhnt, aber auch in Berlin ist eurasisch scheinbar jetzt auch Standard gworden.

Ja, es ist bestimmt gesund und manchmal auch lecker. Und nichts gegen Sterne-Restaurants. Aber von Zeit zur Zeit wünsche ich mir Geschäftsessen, bei denen es Leberkäse mit Bratkartoffeln und Spiegelei gibt. Dazu noch ein gutes Bier und ich bin glücklich.

Vielleicht gibt es ja eines Tages einen neuen Trend in diese Richtung, wer weiß …

Projekt 06: Besuch beim Internet-Dienstleister

Posted in Projektmanagement at 20:08:52

Die für mein Projekt zuständige Internetagentur hat ihre Ideen vorgestellt. Wie bei Agenturen üblich sehr engagiert aber leider unter völliger Ignorierung der bestehenden Gegebenheiten. Wenn man einen bestehenden Auftritt modifizieren soll, sollte man sich den auch vorher mal anschauen.

Richtig lachen musste ich am Ende des Termins: Die Agentur schaltete in den Hyperkreativ-Modus. Sie sind ja schließlich Berater und warum sollte man sich da um bestehende Prozesse und Einschränkungen kümmern.

Bei einem Vorschlag haben wir versucht ihnen zu erklären, warum es zwar eine nette Idee ist, aber leider aus technischen wie auch aus rechtlichen Gründen nicht möglich ist. Irgendwie wollten sie das aber nicht akzeptieren. Die ignorierten Randbedingungen waren nun aber so fundamental, dass man auch gleich die Schwerkraft in Frage hätte stellen können. Wäre doch auch viel schöner, wenn wir diese blöde Schwerkraft endlich los wären. Und ohne Erdrotation könnte man auch viel tollere Web-Seiten bauen…

10.02.06

Projekt 06: Endlich Termine

Posted in Projektmanagement at 09:27:11

Kaum fragt man wochenlang hartnäckig nach, schon bekommt man endlich Antworten und Termine. Ergebnis: Die ursprünglich zugesagten Liefertermine werden nicht eingehalten. Nichts, was mich überraschen würde. Aber jetzt habe ich es endlich offiziell. Gut, dass ich schon vorher an Plan B gearbeitet habe. Risikomanagement macht das Leben einfacher …

1000 Fehler in der Projektleitung: 18

Posted in Projektmanagement at 09:15:54

Ich will von meinem Team gemocht werden Wenn du geliebt werden möchtest, kauf dir einen Hund!
Projekt- und Teamleiter neigen gerne zu extremen. Entweder sie machen auf harte unerbittliche Führung und sind unausstehlich, oder sie versuchen sich in Kuschelrethorik - und sind auch unausstehlich. Beide Verhaltensweisen entstehen aus Unsicherheit und manchmal auch falschen Prioritäten.

Natürlich ist für keinen von uns der Gedanke angenehm, dass sein Team einen hassen könnte. Man verbringt einen großen Teil des Tages miteinander - und dies meistens auch noch unter mehr oder minder starken Stress. Da ist es nur naheliegend, dass man sich um eine möglichst angenehme Arbeitsumgebung sorgt. Teamleiter bekommen aber nicht ihr Geld dafür, dass sie ihr Team zu ihren besten Freunden machen. Die erste Aufgabe eines Teamleiters ist ganz ganz einfach: “Wo ich bin, ist vorne”. Projektmitarbeiter erwarten von ihrem Teamleiter klare Ansagen - das ist nämlich ihr Job. Rumeiern und keine Entscheidung treffen kann jeder, dafür braucht man keinen Teamleiter.

Kollegiales Führen bedeutet nicht, Entscheidungen basisdemokratisch zu treffen. Es bedeutet auch, klare Grenzen zu setzen. Jeder Mitarbeiter hat das Recht - in meinen Augen sogar die Pflicht -, seine Meinung, seine Ideen und seine Bedenken jederzeit zu äußern. Am Ende des Tages steht aber eine Entscheidung. Und diese trifft der Teamleiter. Aus Angst vor Konfrontation sitzen viele Teamleiter Entscheidungen lieber aus und warten, bis einer aus dem Team die Initiative übernimmt oder sich das Problem von selber erledigt hat. Schließlich wird man mit einer Entscheidung auf auf Widerstand treffen und das gilt zu vermeiden. Seltsame Auffassung vom Job, oder?

Wie bekommt man es aber jetzt hin, dass Entscheidungen akzeptiert werden? Mir fällt gerade kein anderes Wort ein, daher sage ich mal: Durch Wahrhaftigkeit und Konsequenz. Ich nehme für mich in Anspruch, das letzte Wort bei Entscheidungsfindungen zu haben (darum bin ich der Projektleiter), also stehe ich auch zum Ergebnis. Wenn es schief geht, ist es erst mal mein Problem. Ich habe die falsche Entscheidung getroffen, ich habe die Risiken falsch eingeschätzt, ich habe die Mitarbeiter falsch eingeschätzt. Wie auch immer, es ist meine Verantwortung.

Das ist also der Deal mit meinem Team:
1. Ein Problem meines Teams ist auch mein Problem (und wenn es nur fehlende Mehrfachsteckdosen sind).
2. Ich höre jedem zu.
3. Wenn ich auf Basis der Informationen eine Entscheidung treffe, ist diese Gesetz. Ende der Diskussion!
4. Ich stehe bei der Arbeit nicht im Wege
5. Wenn es in die Hose geht, entschuldige ich mich und stehe zu dem Mist an statt einen Sündenbock zu suchen
6. Wenn es ein Erfolg ist, ist es der Erfolg des Teams. Dies wird auch gewürdigt.

Das Ergebnis: Irgendwann fängt ein Team an, mich dafür zu repektieren dass man weiß, woran man ist. Wenn sich daraus
später gute Kontakte und Freundschaften entwickeln, umso besser, aber das ist der zweite Schritt.

07.02.06

Marathonvorbereitung Woche 5

Posted in Laufen, Marathonvorbereitung at 17:05:07

Ansage an das Wetter: Jetzt ist es auch mal gut. Wir haben uns ganz voll toll über den Winter gefreut, aber jetzt reicht es auch.
Wenn mir in meinen gut belüfteten Schuhen die Zehen abfrieren, macht es einfach keinen Spaß…
Die Woche habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und ein wenig Geschwinigkeit trainiert - da friere ich nicht so.
Gewicht <84 Kg, aber da mag der Migräneanfall vom Wochenende auch dran Schuld sein.