11.01.06
Posted in Projektmanagement, Allgemein
at 17:19:21
Während meiner Zeit beim Internetprovider haben wir immer gesagt, es gibt in Deutschland nur 50 Leute, die sich mit dem Internet auskennen.
Momentan habe ich das Gefühl, es gibt in Deutschland nur 50 Leute, die im Bereich IKT arbeiten - und die laufen hier ständig ‘rum.
Nicht genug damit, dass mir hier bei meinem Kunden ständig ehem. Mitstreiter über den Weg laufen. Gestern gehe ich nach Feierabend zum Bahnhof als mich jemand auf der Straße anspricht: Es war ein Berater aus Berlin mit dem ich mal in einem Projekt zu tun hatte. Es stellt sich heraus, dass er Arbeitgeber und Stadt gewechselt hat und wir quasi Tür and Tür arbeiten.
Irgendwann wird mir das zu gefählich und ich wechsel komplett Branche und Job.
Permalink
10.01.06
Posted in Allgemein
at 15:25:24
Schön, was man alles in seinen Logfiles findet.
Mein Eintrag über den lustigen Beratungsgutschein der Commerzbank wurde jetzt auch von Lesern der Domain comerzbank.de via google gefunden.
Oh ha, hoffentlich bekomme ich jetzt zur Belohnung nicht neue Gutscheine.
Permalink
Posted in Projektmanagement
at 15:23:33
Standards sind super. Standards sind schön. Jeder sollte sich seinen Standard schreiben.
Wenn ich mir anschaue, wieviele verschiedene Richtlinien für externe Dienstleister gerade hier bei mir auf dem Schreibtisch landen glaube ich, die zuständige Abteilung wird nach KOTZE bezahlt (KOnzepTe pro ZEiteinheit)! Ich führe im Namen meines Auftraggebers die externen Dienstleister und muss mich um die Einhaltung dieser Richtlinien kümmern.
Gerade lese ich eine Richtline für UML Dokumente. Eigentlich geht es nur darum, welche Dokumenttypen erlaubt sind und welche Elemente man nicht einsetzen soll. Das ganze natürlich auf 30 Seiten aufgeplustert. Alles in Allem komme ich auf ca. 700 Seiten Richtlinien für die verschiedensten Themen.
Zahl der von mir bislang gelesenen Dokumente: 10
Zahl der Spezifikationen welche ich gefunden habe die sich daran halten: 0
Problem bei der Sache:
1) Wenn man schon klare Vorgaben macht, dann bitte konkret und nicht so schwammig!
2) Vorlagen sind besser als Vorgaben!
Templates und Beispiele machen viel schneller klar, was man eigentlich liefern soll.
3) Basics nicht vergessen! Dokumente müssen archiviert werden. Also ist der Dokumentenname wichtig. Entsprechend müssen dafür Regeln definiert werden. Anschließend kann man sich darum kümmern, welche UML Pfeile erlaubt sind und welche nicht …
Permalink
08.01.06
Posted in Laufen, Marathonvorbereitung
at 17:19:18
Fazit Woche 1: Ein Desaster.
Wegen Probleme mit der Halswirbelsäule fiel mein langer Lauf aus. Ich bin auf lächerliche 30 Kilometer gekommen. Ein paar Schuhe habe ich in Rente geschickt da ich mit ihnen Probleme bekomme.
Mein Süßigkeitenverbot habe ich zumindest in der Woche durchgehalten (abgesehen von dem M&Ms die meine Mitbewohnerin gemeinerweise im Küchenschrank liegen hatte, aber das ist eine Ausnahme). Mein Gewicht liegt bei 84,5 KM, Ziel für den April sind <82, sollte machbar sein.
Ziel nächste Woche:
4*10 KM & 1+25 KM.
Permalink
05.01.06
Posted in Projektmanagement
at 14:56:09
Oh man, ist das grausam! In meinem aktuelles Projekt - ich nenne es mal Projekt 06 - wurde gerade das Pflichtenheft geschrieben und soll nun abgenommen werden. Eine ehrliche und wahrscheinlich konstruktive Abnahmeanmerkung wäre: Wergwerfen und nochmal schreiben.
Aber das darf ich wohl nicht schreiben. Bislang hat jeder, der das Ding gelesen hat, die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und war entsetzt.
Im Prinzip gibt es ja ein ganz einfaches Qualitätskriterium für ein Pflichtenheft:
Ein Pflichtenheft muss ich einem beliebigen Dienstleister in die Hand drücken und er hat genug Informationen um das Projekt umzusetzen.
Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass es bei internen Projekten gar nicht notwendig sei, zu detailiert zu arbeiten. Es bleibt ja eh’ in der Firma und daher ist genug Wissen vorhanden. Leider stimmt das nicht. Gerade in großen Firmen verhalten sich interne Teams genau so, wie externe Dienstleister. Sie haben vielleicht mehr Ahnung, wo die Kaffeeküche auf jeder Etage ist. Aber mehr kennen sie vom Projekt und den Hintergründen auch nicht…
Permalink
04.01.06
Posted in Laufen, Marathonvorbereitung
at 10:49:07
2005 hatte ich beim Ruhrmarathon beim Marathondebüt. Leider steht immer noch nicht fest, ob der Ruhrmarathon dieses Jahr statt finden wird. Daher habe ich mich für den Hamburg Marathon angemeldet. Ist ja auch mal ein nettes Ziel: In jeder Stadt laufen, in der ich mal gewohnt habe. Ich habe jetzt Dortmund, Berlin und Lüneburg. Es fehlen also noch Frankfurt und Hamburg. Hmm, wenn ich zur Vorbereitung in Frankfurt einen HM laufe, hätte ich es geschaft…
Aktuell lese ich ein Buch von Jeff Galloway. Er sagt, man soll - auch im Wettkampf - auf jede Meile eine Gehpause einlegen. Normalerweise macht man das ja eher nur als Anfänger. Vielleicht sollte ich mir ein T-Shirt drucken, damit mich nicht alle für einen totalen Laufänfänger halten. Auf den Rücken schreibe ich “Jeff Galloway sagt, ich soll das so machen”. Würde auch für den Marathon praktisch sein, wenn ich nach 1,5 KM schon die erste Gehpause einlege …
Dafür sind seine Empfehlungen für die langen Läufe extrem: bis 50 KM. Die Gehpause zusammen mit der Vorgabe, extrem langsam zu laufen würden also bedeuten, dass man damit 6-8 Stunden unterwegs wäre. Ich glaube, das werde ich so nicht machen.
Vorsätze für die erste Trainingswoche (Marathon -15 Wochen):
- langsame Nahrungsumstellung: Kein Süßkram mehr im Büro
- 3 Einheiten über 10 KM
- einen langen Lauf über 25 KM - mit Galloway-Gehpausen.
Permalink
Posted in Projektmanagement
at 10:35:43
Als selbstständiger Projektleiter kämpft man mit zwei Problemen:
1) Man findet keinen Auftraggeber: Schlecht, erschwert den Kauf des Mittagessens
2) Man kann kann Projektanfragen nicht erfüllen, da man bereits zuviel Aufträge hat: Noch schlechter, wer weiß, ob sich der potentielle Auftraggeber später nochmal meldet und man dadurch irgendwann Problem 1) verstärkt.
Aktuell kämpfe ich mit Problem 2) - es könnte also schlimmer sein :-))
Permalink
03.01.06
Posted in Projektmanagement, Allgemein
at 13:53:01
Für die RSS-Leser: Ich habe eine Liste mit Buchempfehlungen aufgestellt. Je nach Zeit und Lust werde ich das in den nächsten Tagen erweitern.
Permalink
02.01.06
Posted in Projektmanagement
at 17:34:42
(So, und hier der letzte Beim-Aufräumen-Gefunden-Text)
Ein nettes Tool - aber für eine andere Aufgabe
MS-Projekt kennt jeder Projektleiter, klar.
Es ist ein nettes Tool um den aktuellen Stand der Entwicklung zu dokumentieren. Manager fahren total auf sowas an.
Aber:
Es ist KEIN Tool zur Projektplanung
Es ist KEIN Tool zur Ressourcenplanung
Es ist KEIN Tool um den Kritischen Pfad zu ermitteln
Es ist KEIN Tool im schwächste Glieder zu finden.
Wirklich nicht, ganz, ganz, ehrlich
Gant Charts
Diese lustigen Balken die mittelmäßige Projektleiter 90% ihrer Arbeitszeit durch die Gegend schieben nennen sich Gant Charts. Erfunden wurden sie im ersten Weltkrieg von den Engländern. Ok, offensichtlich habe sie dort gute Dienste geleistet. Aber zum Glück hat Projektmanagement nicht viel mit Krieg zu tun (gut, also zumindest nicht nur…).
Man kann mit Gant-Charts hervorragend Abhängigkeiten und Reihenfolgen festlegen. Wenn ich also planen (und visualiseren) möchte was vor und nach welcher Aktion passiert, sind Gant-Charts klasse.
Aber …
Man plant Projekte besser mit Netzdiagrammen die es einem ermöglichen nicht nur einen festen Aufwand für eine Aufgabe zu definieren, sondern sowohl eine optimistische und eine pessimistische Schätzung zu planen.
Mittelmäßige Projektleiter werden dazu durch MS-Projekt zu immer dem gleichen Fehler verleitet: Sie planen ein Projekt welches, sagen wir, 500 Personentage umfasst und am 1.1. eines Jahres beendet werden soll.
Die ersten Aufgaben werden mit 30 Tagen geplant, brauchen jedoch tatsächlich später 40.
Was sollte man machen: Entweder den Termin verschieben, oder Teile herausnehmen oder neu strukturieren.
Was machen die Schlauberger statt dessen: Sie planen die restlichen Aufgaben neu um den Termin zu halten. Dann braucht eine Aufgabe hier 20 statt 25, dort 18 statt 22 Tage und schon kann man den Termin halten.
Leute! Was soll der Unsinn? Habt ihr voher so schlecht geplant, dass ihr jetzt alles korrigieren könnt? Sind aus den Entwicklern plötzlich Genies geworden die doppelt so schnell arbeiten? Nein! Da wird schlicht und einfach eine eigene Realität geschaffen und der Projektplan passt leider nicht mehr zur Wirklichkeit. Aber was soll der Plan dann noch?
Noch schlechter ist es, bei Verzug einfach neue Ressourcen hinzuzuplanen und zu denken, das ginge linear (6 Entwickler brauchen 12 Monate, 12 Entwickler brauchen 6 Monate). Ja, das lässt sich linear planen: Mit Projekt. Aber auch hier: Die Wirklichkeit sieht anders aus - und das wissen wir alle.
Permalink
Posted in Projektmanagement
at 17:31:14
(Noch ein älterer Text der hiermit der Online-Archivierung übergeben wird
)
Jetzt ist es also passiert. Du hast ein Projekt komplett gegen sie Wand gefahren. Mit schönreden ist es auch nicht getan. Das war es. Schluss. Finitio.
Der Kunde ist sauer, Dein Chef tobt und Deine Lieblingskollegen wussten schon immer das Du es einfach nicht kannst.
Tja, wie sagte schon Frankie: “You are high in april, shot down in mai”
Aufstehen, Staub abklopfen, weitermachen!
Meine Meinung:
1. Projektleiter darf man sich erst dann nennen, wenn man mindestens ein Projekt richtig in den Abgrund geritten hat. Das sind die Narben die Dich gut machen. Alles andere zählt nicht. Du hast ein paar Fehler gemacht und Du weißt jetzt was Du in Zukunft anders machen wirst. Das ist ein wertvolles Wissen!
2. Wer keine Fehler macht, hat keine Entscheidungen getroffen. Wenn Du keine Fehler machen willst, geh’ in den Keller und leg’ Dich auf den Boden. Alles andere ist zu gefährlich. Die Kunst liegt nicht darin, keine Fehler zu machen. Die Kunst liegt darin, Fehler schnell genug zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Es gibt da draußen unendlichen viele Leute die sich nicht trauen Fehler zuzugeben. Wie wollen die sich jemals verbessern? Man muss das Problem analysieren und beim nächsten Mal besser machen. Richtig schlau ist es, wenn man daraus auch lernt, Fehler in Zukunft früher zu erkennen.
Aber bilde Dir blos nicht ein, Du wirst irgendwann keine Fehler mehr machen. Das ist was für schlechte Manager die sich ernst nicht trauen Entscheidungen zu treffen und dann die Schuld ihren Untergebenen in die Schuhe schieben willen. Das ist nicht Dein Ding, oder?
3. Lass es nach Möglichkeit erst gar nicht soweit kommen. Meistens sieht man´
den Eisberg schon vorher. Aber alle halten tapfer die Augen zu in der Hoffnung, er könne vielleicht vor dem Zusammenstoß noch schmelzen. Seit mutig! Wenn Du valide Argumente für den Abbruch einen Projektes hast: Raus damit! Du sparst allen Seiten viel Geld und Ärger!
Permalink
Posted in Projektmanagement
at 17:27:25
(Den folgende Text habe ich beim aufräumen auf meiner Platte gefunden, er ist also schon ein paar Tage älter)
Fach- oder Führungslaufbahn?
In einem meiner letzten Projekte hat beim Kunden eine Dame gearbeitet die reichlich neidisch auf meinen Job war. Wir Berater hätten schließlich ein super Leben. Wir sehen ständig was Neues. Wir kommen rum. Wir lernen ständig neue Leute kennen.
Ja schon. Aber leider übersah die gute Frau die dunkle Seite des Jobs. Es ist am Anfang sicher spannend wenn man unter der Woche in Hotels schlafen kann; fast wie Urlaub. Aber im Laufe der Zeit geht einem das auf die Nerven. Du bist in einer fremden Stadt, du kennst niemanden und das Hotel ist in einem Gewerbegebiet ohne Anschluss an die City. Du hast also die Wahl zwischen Pay-TV und Hotelbar.
Nachdem du ein, zweimal an so einer Hotelbar warst weißt du, dass das unglaublich deprimierende Orte sind. Frustrierte übergewichtige Vertreter hängen an der Theke, warten auf schöne Frauen (die erstaunlicherweise Besseres zu tun haben als sich dort aufzuhalten) und wenn man nicht aufpasst quatschen die dich stundelang voll. Wenn du es richtig schlecht erwischt hast, ist dein Thekennachbar Vertreter für Aufzugelektronik oder Zahnstocher. Und dann erfährst du 3 Stunden lang etwas über unterschiedliche Zahnstochermodelle und kulturelle Unterschiede in deren Einsatz.
In der Zwischenzeit entscheidet sich deine Freundin dich zu verlassen und deine Kumpel vergessen dich langsam aber sicher, da du eh nie Zeit hast. deine Wochenenden verbringst du damit, Hemden zu waschen und den Koffer für die Woche zu packen. Mehr als schlafen ist eh’ nicht drin, weil du in der Woche 100 Stunden geackert hast. Du musst ständig freundlich zu allen möglichen Deppen sein, die ihren eigenen Job nicht gestemmt bekommen und trotzdem alles besser wissen; aber es ist halt dein Kunde. Du hast keine Pause, weil Du selbst in der Kantine nett zu allen sein musst und nie unbeobachtet bist.
Selbst Abends musst du eine Show machen und dem Kunden im Restaurrant nette Anekdoten erzählen - und dabei souverän den Salat ohne Messer essen, ohne dass es peinlich wird.
Also: Willst Du das? Willst Du das wirklich?
Falls ja: herzlichen Glückwunsch. Du hast dich für den tollsten Job der Welt entschieden.
Alternative: Fachlaufbahn
Man kann sein Berufsleben auch erfolgreich gestalten ohne das man verzeifelt nach der Karriere als Führungskraft hechelt. Arbeite Dich in ein Thema ein was nur wenige Leute kennen aber viele Leute brauchen. Irgendein SAP Modul bietet sich da zum Beispiel an.
Oder werde Systemadministrator (und schau Dir unter bofh.ntk.net/Bastard.html an was man daraus machen kann …)
Der Mittelweg: Prioritäten setzen
Gerade zum Anfang seines Berufslebens glaubt man, dass man dem Job alles unterordnen muss. Das wird oftmals noch nicht mal vom Vorgesetzten gefordert. Irgendwie haben wir alle ein eingebautes Selbstausbeutungsmodul. Nimm Dir ein wenig Zeit und schreibe auf, wo die Grenzen Deiner Einsatzbereitschaft sind. Vielleicht willst Du trotz Deines Jobs nicht auf den Sport verzichten. Oder Du nimmst Dir vor, nie mehr als 5 Stunden pro Tag im Auto zu sitzen (und statt dessen lieber einmal mehr im Hotel zu übernachten).
Definier Dir Grenzen - und halte Dich dran. Ohne Wenn und Aber.
Früher oder später wirst Du eh’ anfangen solche Grenzen zu setzen (darum stellen viele Firmen gerne Frischlinge statt erfahrenen Projektleiter ein - die Frischlinge lassen sich noch ausbeuten…).
Permalink
Posted in Projektmanagement, Allgemein
at 10:57:12
Schwupps, da bin ich schon. Wie immer war die Urlaub zu kurz - aber da kann man wohl nix machen.
Mein erster Tag beginnt mit einer handfesten Überraschung. Der Fachbereich hat meine Abwesenheit ausgenutzt und sich selber an Projektplanung versucht. Das Ergebnis ist … also ich will nicht sagen, dass der Zieltermin völlig unmöglich ist… Wenn zum Beispiel nächste Woche die Außerirdischen laden und uns die neue Technologie liefern, dann könnte es vielleicht noch was werden.
Was schiefgelaufen ist? Ersteinmal hat man die festgelegten monatlichen Deployment-Termine der Betriebsmanschaft ignoriert. Nachdem man das gelernt hatte, wurde sofort gefragt, ob man nicht einen gesonderten Termin bekommen könnte. Dann ist wohl nocht nicht angekommen, dass Software getestetet werden muss. Sprich, 3 Wochen vor dem geplanten Termin sollten die Tests spätestens beginnen. Wenn ich nun Ende Januar launchen will, könnte es schwierig werden.
Vor allem, wo aktuell die Anforderungen noch überhaupt nicht klar sind.
Das hat in der Technik-Abteilung bestimmt große Heiterkeit verursacht: Der Fachbereicht weiß nicht was er will, diskutiert aber schon mal den Launch-Termin.
Als hilfbereiter externer Berater der ich bin, hoffe ich, die Situation noch entschärfen zu können. Auf der anderen Seite wäre es schon lustig, die Sache gegen die Wand fahren zu sehen. Na! Pfui! Sowas denkt man nicht. Aber lustig wäre es schon …
Permalink