30.11.05
Posted in Politik
at 15:02:42
Ich hatte ja schon mal meine Sympathie für die Idee eines Grundeinkommens geäußert. Der Chef der DM-Läden stellt in einem Spiegel-Interview ein Bürgergeld-Konzept vor, welches auf den ersten Blick ziemlich radikal wirkt.
Schade, dass ich wohl die Umsetzung der Idee nicht mehr erleben werde.
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Posted in Politik
at 13:23:37
Zitat:
“Ich möchte Bundeskanzler Gerhard Schröder ganz persönlich danken dafür, dass er mit seiner Agenda 2010 mutig und entschlossen eine Tür aufgestoßen hat, unsere Sozialsysteme an die neue Zeit anzupassen.” Merkel kündigte an, diese Reformen fortzuführen.
Na, da hätten wir uns die Wahl ja komplett sparen können. Schließlich hat Schröder ja genau diese Reformen durch die Wahl bestätigt wissen wollen …
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Posted in Projektmanagement
at 11:57:31
In der Dezember Ausgabe der de:bug gibt es einige Artikel zum Thema Web 2.0 (Mega-kurz-Zusammenfassung: Web 2.0 beschreibt das Konzept, dass Web Teilnehmer nicht mehr Nutzer oder Anbieter, sondern gleichzeitig Nutzer und Content Lieferant werden. Beispiele hierfür sind Blogs, Wikis, P2P-Dienste usw.). Witzig: Der aktuelle (30.11.) Wikipedia Eintrag zu Web 2.0 ist unsagbar unverständliches Geschaller. Mal sehen, wann sich jemand erbarmt und den Artikel neu schreibt.
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Posted in Projektmanagement
at 11:42:39
Gerade bin ich über das virtuelle Software-Engineer Kompetenzzentrum gestolpert.
Layout in Inhalt der Seite sind noch ein wenig dünn. Es finden sich jedoch einige nette kostenlose E-Learning Angebote auf der Seite.
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29.11.05
Posted in Allgemein
at 14:45:52
Gerade eine Stunde damit zugebracht, alte Abschiedsmails zu lesen. Bei Pixelpark war es üblich, am letzten Tag - neben der Party - eine mehr oder minder nette Mail zu schreiben. Liest sich im Rückblich sehr interessant.
Einiger dieser Mails haben es zu Artikeln in der de:bug und brand1 gebracht. Wenn ich mich richtig erinner, gab es sogar in der brand1 einen Antwortartikel auf einen Abschiedsartikel in der de:bug - so oder so ähnlich.
Heute wohl nicht mehr vorstellbar sowas …
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28.11.05
Posted in Projektmanagement
at 17:51:30
Nachdem wir einige Klippen umfahren mussten, sind wir dank Timeboxing wieder im Zeitplan. In genau einer Woche soll die Lieferung erfolgen. Da wird es langsam Zeit, die Testfälle zu definieren. Leider versteht die Fachabteilung nicht wirklich, dass dies auch ihr Job ist und gibt nur wenig Input. Egal. Auf Basis des Anforderungsdokumentes gehe ich einfach die vorhandenen Anforderungen durch und erstelle eine grobe Testfallübersicht.
Manche QS Abteilungen treiben einen in de Wahnsinn. Die Testfälle sind so detailiert beschrieben, das ein 7 jähriger sie durchführen könnte. Aber an statt, was sich anbieten würde, Die Tests anschließend automatisch ablaufen zu lassen, werden die manuell durchgehechelt - und nicht von 7-jähigen.
Ich werde mal ein wenig mit Webtest rumspielen. Mal schauen, ob es mit gefällt.
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Posted in Projektmanagement
at 16:12:15
Kein Problem, wir holen die Zeit auf, in dem wir das Team kurzfristig vergrößern
Wenn solch ein Satz fällt, sollte man eigentlich aufstehen und gehen. Angenommen, ein Rennleiter sagt mitten in einem Formel 1 Rennen: “Ab Runde 20 wird es besser, da tauschen wir den Motor”. Was würde man denken? Richtig: Das wird wohl nix. Genauso wenig kann man mitten im Rennen die Boxencrew austauschen. Die Crew hat über Monate hinweg geprobt und kann sich - nein, sie muss sich, blind aufeinander verlassen können. Die Entwicklungsmanschaft zu vergrößern ist meist ähnlich fatal. Es gilt die alte Regel: Adding manpower to a late project makes it even more late.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wenn sowohl regelmäßige Überstunden als auch Vergrößerung des Teams genau das Gegenteil bewirken, wie kann man ein aus dem Projektplan laufendes Projekt retten?!?
1. Besser planen. Ok, dafür ist es dann zu spät, aber es ist trotzdem besser, erst gar nicht in so einen Schlamassel reinzulaufen. Manche Situationen kann man einfach nicht mehr retten.
2. Problemanalyse. Manchmal sind die Ursachen für Verzug schnell gefunden. Ein wenig mehr Infos, besseres Reporting und plötzlich sieht die Welt besser aus. Bevor man in Aktionismus ausbricht sollte man die Ursachen des Verzuges genau kennen.
3. Projekt neu strukturieren. Man kann bestehende Teams nicht vergrößern, aber vielleicht kann man Teilprojekte identifizieren, die man einem komplett neuen Team geben kann. Möglicherweise kann man die Arbeit besser zwischen den bestehenden Teams verteilen.
4. Timeboxing. Der Zieltermin ist nicht mehr verhandelbar? Vielleicht aber der Projektinhalt! Es gibt die berühmte 80/20 Regel: 20 Projekt der Features benötigen 80 Prozent der Zeit. Eventuell lassen sich einige Features um ein Release verschieben.
5. Rechtzeitig den Stecker ziehen. Auch wenn es hart ist: Es gibt Projekte die man besser komplett neu aufsetzt. Wenn das Pferd tod ist, steig vom Sattel.
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23.11.05
Posted in Projektmanagement
at 17:15:31
Die Überstundenfalle
Es gibt unzählige Untersuchungen zum Thema Überstunden. Eindeutiges Ergebnis: Regelmäßige Überstunden sind ein großer Produktivitätskiller! Vor einigen Zeit, als Leiter einer Softwareabteilung mit rund 40 Mitarbeitern kam mein Geschäftsführer auf mich zu:
Geschäftsführer:”Du, wir müssen da mal was machen. Deine Leute sind gar nicht motiviert”
Ich:”Huch, wieso denn das? Wir haben doch die super knappe Timline geschafft, wir haben 0 Fluktuation und der Zusammenhalt ist super”
GF:”Also ich war gerade im Großraumbüro und es war komplett leer - und dabei haben wir doch erst 19:00 Uhr”
Wie kommt es zu so einer Wahrnehmung? Die Brutto-Arbeitszeit von Führungskräften ist sehr hoch. Zähle ich alles zusammen, komme ich persönlich - je nachdem in welcher Rolle ich gerade arbeite - ohne Probleme auf über 60 Wochenstunden (und ich bin ein fauler Sack). Aber: Davon verbringe ich vielleicht 10 Stunden im Flugzeug, 15 Stunden in Warteräumen, Zeit in Zügen, Autos, auf dem Weg zwischen zwei Meetings etc. pp. Wirklich produktiv an der Tastatur/im Meeting bleiben netto vielleicht noch 20-25 Stunden pro Woche übrig, wenn überhaupt.
Und das ist das Problem. Viele Führungskräfte denken, wenn ich erst um 21:00 Uhr Feierabend mache, warum sollte der Programmierer/IT Architekt usw. früher gehen dürfen? Ganz einfach: Es ist absolut unmöglich, für solange Zeit produktiv zu sein. Realistischerweise kann man damit rechnen, das ein Mitarbeiter 5 Stunden pro Tag und 4 Tage pro Woche wirklich arbeitet. Den Rest der Zeit verbringt er an der Kaffeemaschine, am Kopierer in lockeren Gesprächen usw. Kurzfristige Überstunden sind in unserem Job notwendig und sinnvoll - auch ein Wochenede kann eine Deadline retten. Aber regelmäßige Überstunden führen zu nichts. Ganz im Gegenteil. Unser Körper bleibt stur bei 5StundenX4 Tage - egal, was wir versuchen. Mit der Zeit wird nur die verlorere Zeit - also die an der Kaffeemaschine etc. - immer mehr.
Schlimmer noch: Wer längere Zeit 12-Stundentage hinter sich gebracht hat, wird irgendwann ständig müde. Ergo: Er wird immer unproduktiver. Ergebnis: Er arbeitet 13 Stunden um sein Pensum zu schaffen. Ergebnis: Er wird noch müder. Ein Teufelskreis … Am Ende merkt man spätestens am hohen Krankenstand, dass irgendwas schief läuft - der Körper weiß nämlich, wie er sich seine Ruhezeiten erkämpft!
Hier ist ein klarer Schnitt wichtig. Vor allem ist hier der Projektleiter in der Verantwortung. Abgesehen davon, dass die Produktivität bei steigenden Kosten immer weiter sinkt: Es gibt ein Arbeitszeitschutzgesetz und eine Fürsorgepflicht der Vorgesetzten. Da steht man schon mal mit einem Bein im Knast wenn der Mitarbeiter übermüdet gegen einen Baum gefahren ist.
Es klingt absurd, aber es funktioniert tatsächlich: Wenn man merkt, dass das eigene Team trotz ständiger Überstunden die Zeitpläne nicht schafft gibt es nur eine vernünftige Reaktion: Die Leute nach Hause schicken. Um 18:00 Uhr die Bürotür abschließen und nicht vor 09:00 Uhr am anderen Tag wieder öffnen. Solange, bis die Produktivität wieder steigt. Wenn gar nix hilft, kann man die Leute auch mal in einen Klettergarten sperren um sich auszutoben.
Nochmal: Überstunden sind nicht prinzipiell schlecht, sondern Teil unseres Jobs. Aber sie sind ein Sprint. Unserer Projekte sind Marathons. Und dort rächt sich ab KM 35 das zu hohe Tempo der ersten 30 KM. Ein guter Projektleiter weiß, wie weit er die einzelnen Mitarbeiter fordern kann und richtig seinen Projektplan danach.
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21.11.05
Posted in Projektmanagement
at 12:30:29
Man kann seine Kunden ruhig ernst nehmen
Freitag, 18. November. Ich habe Home-Office Tag. Also sitze ich vor meiner Buchhaltung und habe schlechte Laune als das Telefon klingelt.
Er: “Guten Tag, Schulz vom DWA. Sie haben vor einigen Tagen ihre Adresse bei uns hinterlassen (Anmerkung: Ach, hatte ich? Ich dachte, es sei ein unabhängiges Internetportal gewesen). Ich schaue grad’ mal nach… am 27.10.. Sie interessieren sich für eine Rentenversicherung, da würde ich gerne mal einen Termin mit Ihnen machen”
Ich: “Vielen Dank, aber ich habe in der Zwischenzeit schon einen Vertrag abgeschlossen” (ist ja auch 3 1/2 Wochen her…)
Er: “Sie kennen uns ja bestimmt. Wir sind Marktführer (etc. pp.) und vergleichen bis zu 3 Milliarden Angebote”
Ich: “Also um das nochmal zu wiederholen, die Geschichte ist durch. Wenn Sie mich vor 3 Wochen angerufen hätten…”
Er: “Wir könnten aber bei Ihnen bestimmt auch noch Geld rausholen”
Ich:”Nochmal: Vor 3 Wochen wäre das bestimmt interessant gewesen”
Er:”Und wir…”
Ich:”Ich wünsche Ihnen noch einen guten Tag”
Ein Gespräch aus dem Lehrbuch wie man nicht mit seinen Kunden umgeht…
1. Wenn ich eine Beratung wünsche, möchte ich diese vermutlich schnell und nicht erst über 3 Wochen später. Das da andere Verkäufer schneller sind ist wohl kein Wunder, oder? Ich fühle mich dann schon zum Start des Gespräches nicht gerade als Top-Kunde. Eher so in der Art “Oh, das Jahr ist bald vorbei, ist habe meine Ziele noch nicht erreicht, welche Karteileichen hätte ich denn so”.
2. Es schadet nichts, seinem Kunden auch mal zuzuhören. Offensichtlich hat der Mensch einen Gesprächleidfaden vor sich gehabt und einfach vorgelesen. Ich bin vielleicht etwas verwirrt ob der späten Reaktion? Egal! Vermutlich hätte ich auch antworten können, dass eine Rentenversicheung für mich nicht mehr interessant ist, da ich nächste Woche meinen Selbstmord plane und er hätte trotzdem von den tollen Einsparmöglichkeiten gesprochen.
Die erste Regel bei der Kundenführung: Gib dem Kunden das Gefühl, sein Problem verstanden zu haben. Es ist sein persönliches Problem, so trivial es einem Außenstenenden auf dem ersten Blick vielleicht erschienen mag. Für den Kunden ist es wichtig und daher erwartet er auch, dass der Dienstleister es wichtig nimmt. Tatsächlich ist oftmals weniger die super-duper Lösung wichtig - die haben eh’ alle im Angebot. Wichtig ist wirklich, dass der Kunde merkt: Ok, er hat verstanden was ich will und kann mir helfen.
Die zweite Regel: Hinter jedem Projekt stehen Menschen. Manchmal prügelt man ein Projekt ohne Rücksicht auf Verluste durch und vergisst die Personen dahinter. Es gibt Kunden, die sind zufriedener, wenn man ein Projekt zur gegebener Zeit abbricht - weil es ihnen mehr hilft als wenn etwas geliefert wird was sie gar nicht mehr brauchen…
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17.11.05
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at 16:41:56
Stanley Milgram war ein sehr kreativer Kopf. Wer ihn nicht kennt: Er war ein amerik. Psychologe der durch einige berühmte Experimente bekannt geworden ist.
Unter andere hat er in seinem “Small-World” Experiment Briefe an viele Personen verschickt mit der Bitte, diesen Brief an einen bestimmten Empfänger weiterzuleiten. Diese eine Person war den ersten Empfängern des Briefes nicht bekannt. Sie hatten nur Name und Adresse. Also sollten sie den Brief an einen Bekannten schicken, der schickt ihn weiter und irgendwann landet der Brief bei dem Empfänger.
Heraus kam folgendes:
1. Viele Briefe kamen nicht an (in einem Experiment kamen nur 3 von 60 Briefen an)
2. Wenn Briefe ankamen, ging die Kette im Durchschnitt über ca. 6 Personen
Das immer wieder gerne weiterverbreitete Ergebnis: Alle Menschen kennen sich untereinander über eine Kette von höchstens 6 Personen.
Diese Aussage kennen wahrscheinlich viele, oder? Das Witzige: Milgrams Experiment gibt das aber gar nicht her! Dafür gab es z.B. viel zu viele Briefe, die den Empfänger nicht erreicht haben. Bei einem Versuch im Jahr 2003 per E-Mail kamen 384 von 24163 Briefen an - auch kein gutes Ergebnis (Details siehe auch hier - übrigens ein super Buch).
Unser Gefühl sagt uns, dass die Aussage “jeder kennt jeden über 6 Ecken” gut klingt, darum glauben wir es. Aber es ist eine nicht bewiesene Behauptung.
Wie ich darauf komme? Ich lese gerade das Buch Tipping Point. Auch hier wird das Experiment falsch wiedergegeben. Zu allem Überfluss werden einige Details völlig falsch wiedergegeben. Man erhält z.B. den Eindruck, dass alle Briefe den Empfänger erreicht hätten.
Mich ärgert soetwas immer maßlos. Wenn ich in einem Buch einige solcher Pseudo-Fakten erkenne, wieviele Behauptungen erkenne ich nicht? Was ist mit den anderen in dem Buch erwähnten Fakten? Kann ich dem Buch überhaupt noch trauen? Schade, es liest sich ganz gut…
Glaubwürdigkeit ist hart erarbeitet und schnell verspielt
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Posted in Projektmanagement
at 16:23:45
Kann passieren: Alles sieht super aus. Leider kommt der Vorstand um die Ecke und möchte kurzfristig alles anders. Also fangen wir wieder von vorne an. Ist natürlich schade und kostet ganz schön viel Geld. Aber wer die Runde zahlt, bestimmt die Musik …
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15.11.05
Posted in Projektmanagement
at 18:38:57
Und der Tag fing so schön an…
Im geplanten Release gibt es 2 Features(*1) welche unbedingt notwendig sind. Der Dienstleister war sich bei der Besprechung mit dem Fachbereich nicht sicher, ob er bei einem Feature die Anforderung 100% umsetzen kann. Was macht der Fachbereich: Er fängt an mit mir (als Vermittler und Stake-Holder(*2) für dieses Feature) zu diskutieren, ob man darauf nicht verzichten könnte. Super Idee, nur komplett in die falsche Richtung gedacht. Ich habe mich für Alternative 2 entschieden:
- Dienstleister fragen, wo seine Sorgen sind
- Die Sorgen mit der internen IT besprechen
- Einen schnellen Test machen
- Dem Dienstleister erklären, dass alles kein Problem ist und ihm gezeigt, wie die Lösung aussieht
Ergebnis: Dienstleister zufrieden=> Anforderung wird umgesetzt => ich bin zufrieden.
Es ist erstaunlich. Immer wieder neigen wir dazu, in solchen Situationen vorschnell in die falsche Richtung zu laufen. In dem Fall wurde halt versucht, die Anforderungen zu ändern - das hätte die Geschäftsführung sicher nicht gefreut; außerdem hätte es viel Geld gekostet.
Um Probleme zu lösen, muss man immer unten anfangen (oder wie mein Vater immer so schön sagt: erst mal schauen, ob Strom fließt bevor man den Computer komplett auseinander baut):
- Wo liegt das Problem
- Wer hat Informationen zu der Sachlage
- Was kann man machen
(*1) : Ein Feature ist eine Anforderung oder ein Projektteil, welches man separat planen, umsetzen und testen kann. Es gibt eine empfehlenswerte Methode namens Feature Driven Development
(*2) : Stake-Holder: Eine Person, die ein Interesse an der Umsetzung einer Anforderung hat. Also quasi der Fürsprecher oder Pate einer Anforderung
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Posted in Allgemein
at 12:31:46
Also:
Ab in den Plattenladen und sofort mindestens alle CDs von Der Fall Böse kaufen! Und wenn das nicht geht, ab zu Amazon. Oder zumindest mal ein Konzert von denen besuchen.
Die Band hat den Erfolg verdient.
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Posted in Allgemein
at 15:27:10
Heute habe ich in der Post einen Brief der Commerzbank gefunden - ich habe dort mein Geschäftskonto. Sie bieten mir an, über meine Kreditlinie zu sprechen. Das passiert natürlich zufällig genau dann, wenn gerade einige Kunden Rechnungen bezahlt haben und mein Konto überquillt.
Beigefügt war ein auf meinen Namen ausgestellter “personlicher Beratungsgutschein”.
Uff, da bin ich aber froh. Was würde ich ohne einen solchen Gutschein nur machen. Nicht auszudenken, ich hätte eine Frage und ginge einfach mal so zu meiner Bank:
“Guten Tag, ich möchte gerne 30.000 EUR bei Ihnen anlegen”
“Haben Sie denn einen persönlichen Beratungsgutschein?”
“Äh, leider nicht”
“Dann tut es uns Leid, wir können Sie nur mit Gutschein beraten”
Und überhaupt: Der Gutschein gilt für die Themen gewerbliche Kredite, Finanzierungen und Basel II. Ich interessiere mich aber aktuell für das Thema Basisrente. Kann ich den jetzt eintauschen? In dem Fall würde ich gerne die beiden Themen “Basel II” und “Finanzierungen” geben einmal Rentenberatung tauschen. Das Thema “gewerbliche Kredite” behalte ich, kann man ja immer mal brauchen.
Wie sieht das überhaupt mit der Gültigkeit des Gutscheins aus? Nicht, dass ich in 6 Monaten ankomme und dann heisst es “Tut uns leid, es sie dürfen sich nur noch ein Thema aussuchen. Die beiden anderen Themen sind verfallen”. Ich denke, ich werden den Gutschein auf Ebay versteigern. Den bekommt bestimmt nicht jeder.
Und die wichtigste Frage von allen: Liebe Commerzbank Werbeagentur, habt ihr sie eigentlich noch alle?
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10.11.05
Posted in Projektmanagement
at 16:59:29
Na das ging ja schnell. Keine 2 Wochen nach Projektstart ist meine schöne Zeitplanung nichts mehr wert. Im Nachgang haben sich noch eine ganze Reihe Anforderungen geändert.
Was man jetzt auf keine Fall machen sollte: Den Zeitplan solange “anpassen”, bis es wieder stimmt. Zeit die man zum Start eines Projektes verliert ist genau so schmerzhaft wie Zeit, die man am Ende verliert.
Also müssen wir entweder den Auslieferungstermin, oder die Anforderungen anpassen. Da der Auslieferungstermin fest steht, ist jetzt Timeboxing angesagt: Was kann in der vorgegebenen Zeit geliefert werden und was fällt ins nächste Release?
Heraus kommt ein neuer Vorschlag für den Fachbereich. Dankenswerterweise ist der Fachbereich (noch) mit den Vorschlägen einverstanden. Es wird ein Minimalziel zum Launch geben mit dem allen glücklich sind.
Da wir in 6 Wochen Launch haben, darf sich jetzt nichts mehr ändern. Ansonsten gibt es einen neuen Zeitplan. Dann kommt zwar das übliche “das muss irgendwie klappen” vom Fachbereich, aber das ist mir lieber, als nach einen nicht realistischen Projektplan zu arbeiten und 3 Tage vor Start auf Grund irgendwelcher angeblich völlig unvorhergesehenen Probleme den Start zu verschieben. ..
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09.11.05
Posted in Projektmanagement
at 13:56:22
Wie kommt man als selbstständiger Berater eigentlich an seine Kunden? Schaut man ins Internet, finden sich reichlich Projektbörsen und noch mehr Angebote von Projektvermittlern. Die Wirklichkeit schaut ganz simple aus: Keine Kontakte, keine Aufträge. Zumindest bei mir und den Beratern die ich in meinem Umfeld treffe, erfolg eine Beauftragung ausschließlich über persönliche Kontakte und Empfehlungen. Entsprechend ist der Einstieg in den Job für viele Leute hart. Wenn man die ersten Projekte erfolgreich abgewickelt hat, kommen die Folgeaufträge fast automatisch. Bis dahin: kämpfen. Wenn Vermittlungsagenturen wider erwarten doch mal ein Projekt anbieten, ist der Tagssatz oftmals sehr traurig - 300 EUR Tagessatz inkl. Spesen werden ohne schlechtes Gewissen angeboten (Wer das jetzt für viel hält: Man sollte realistisch mit 120-130 bezahlten Tagen im Jahr rechnen. Als festangestellter Projektleiter kommt man aktuell auf 60-70tsd. EUR). Entsprechend braucht man einen Tagessatz von >500 EUR um auf den gleichen Level zu kommen. Und dabei sind die laufenden Kosten - Fahrkosten, Hotel, Büroausstattung - noch nicht eingerechnet).
Das bedeutet aber auch, dass man ständig seine Ohren auf halten sollte und auch mal Projekte an Bekannte vermittelt die man selber im moment nicht abdecken kann.
Was ist also mit den ganzen Projektbörsen wie Gulp und Co.? Im Prinzip wie Lotto: Unwahrscheinlich, das es was bringt aber man kann ja nie wissen …
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08.11.05
Posted in Projektmanagement
at 16:56:11
Fehler machen verboten?
Wir Menschen sind so konstruiert, dass wir über Fehler lernen, eigene und fremde Fehler. Wenn mein Steinzeitnachbar nach Genuss einer Pflanze umgefallen ist war mir klar: besser nicht essen.
Entsprechend macht jede Führungskraft täglich duzende Fehler. Zumindest sollte dies so sein; wer keine Fehler macht, arbeitet nicht. Gerade bei Projektleitern kommt es häufig vor, dass man unter Zeitdruck nicht an Hand aller notwendigen Informationen, sondern an Hand der vorhandenen Informationen Entscheidungen treffen muss. Da liegt mal schon mal daneben - eigentlich kein Beinbruch. Die Probleme fangen erst an, wenn in einer Firma keine vernünftige Kultur im Umgang mit Fehlern existiert. Wer kennt das nicht: Man ruft Person XY an um ein Problem zu besprechen. Erste Reaktion: Das ist aber nicht mein Fehler! Das hat Müller aus A13 verbockt. Kriesenmeetings werden dadurch blockiert, dass man stundenlang nicht über Lösungen, sondern über Schuld diskutiert. Wenn man die dort verschwendete Zeit in Lösungssuche investierte, würden viel weniger Projekte scheitern… Meine Taktik:
1. Fehler offensiv zugeben- auch wenn man gar nix falsch gemacht hat. Bevor ich mit einem sturen Sachbearbeiter diskutiert ob der nicht richtig zuhören kann, sage ich lieber etwas wie “Ich habe Sie da von falsch informiert. Tut mir leid, aber in Wirklichkeit sieht es ’so und so’ aus”.
2. Den Menschen ein Ventil geben: “Ich ärger mich auch über die Situation. Wir werden im Nachgang auf jeden Fall ein Meeting abhalten und die Geschichte zur Sprache bringen”
3. Auf gar keinen Fall zulassen, dass Schuldzuweisungen per Mail verschickt werden. Streitereien per Mail eskalieren in einer unglaublichen Gerschwindigkeit. Binne weniger Mails wurde aus einem kleinen Missverständnis ein handfester Streit in dem man sich die schlimmsten (verbalen) Prügel androht. In so einem Fall sofort dafür sorgen, dass die Personen an einen Tisch kommen - zur Not auch per Telefonkonferenz, aber wenn dies die schlechtere Lösung ist.
4. Und zuletzt: Mit gutem Beispiel vorangehen. Eigene Fehler nicht vertuschen, fremde Fehler in über die Maße kritisieren. Regel: Wenn ein Fehler einmal passiert, ist es ok. Wenn er zweimal passiert ist es schlecht.
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07.11.05
Posted in Allgemein
at 14:36:32
Anzahl Tage, die ich wiederstehen konnte, mir eine PSP zu kaufen: 30
Tage, in denen ich Argumente für eine PSP gesammelt habe: 1
Sekunden, die ich vor dem Verkaufsstand gezögert habe: 30
Schlechte Gewissen ob des hohen Preises: 1 Tag
Erkannt, dass einem bei Autorennspiele in der Bahn speiübel wird: 15 Minuten …
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Posted in Projektmanagement
at 13:23:34
Hier eine Kurzdefinition:
“Ein Projektleiter sorgt dafür, dass die richtigen Leute mit den richtigen Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind”
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