29.12.11
Posted in Allgemein
at 21:25:40
Nachdem ich Monate lang nichts mehr geschrieben habe, doch zumindest ein kurzer Eintrag zum Jahresende:
Ich wünsche allen einen giten Rutsch und ein wunderbares Jahr 2012.
Nachdem sich bei mir viele Dinge verändert haben und ich u.a. Job-bedingt nichts mehr schreiben konnte, werde ich mir überlegen, ob und wie ich 2012 mit diesem Blog weiter machen werde. Ideen sind viele da - die Zeit wird sich finden.
Permalink
26.08.11
Posted in Allgemein
at 09:42:56
Gestern ist es dann passiert - Steve Jobs ist nicht mehr Vorstand von Apple. Und wie wir alle wissen hat er den Posten nicht aufgegeben, um sich in Ruhe um seine Rosen im Garten zu kümmern. Steve Jobs ist schon seit Jahren schwer krank (Bauspeichelkrebs, Lebertransplatation) und so sehr ich mir auch wünsche, falsch zu liegen befürchte (nicht nur) ich, dass wir in naher Zukunft eine tragische Meldung über ihn lesen werden.
In meinem Regal gibt es ein sehr nettes (alt und vergriffenes) Buch mit dem Titel “Alles über Apple”. Das stammt noch aus der Zeit, bevor er bei Apple rausgeflogen ist. Jobs war wohl damals schon komplett wahnsinnig. Er hat sich eine Zeit lang nur von Saft ernährt und war der Meinung, dadurch würde er keinen Schweißgeruch mehr absondern - seine Kollegen waren da allerdings anderer Meinung.
Was in den aktuellen Berichten gerne nicht geschrieben wird. Jobs hat ja nicht nur Apple nach oben gebracht. Als er bei Apple rausgeflogen ist, hat er mal eben den Zeichentrickfilm zu Grabe getragen in dem er Pixar gegründet hat (die geilsten Animationsfilme der Welt).
Mein erster Apple war ein MacMini, er sollte eigentlich nur als Filmserver dienen. Inzwischen habe ich keinen Windows-Rechner mehr hier stehen und neben MacMini auch Macbook, AppleTV, iPhone und iPad. Und auch wenn das Wort Apple-Fanboy inzwischen eher ein Schimpfwort ist. Ich steh’ dazu
Ich bin sehr gespannt, wie es nun mit Apple weiter geht.
Permalink
22.07.11
Posted in Allgemein
at 12:59:02
So, jetzt mal die Erklärung der Geschichte:
Alle Einwohner denken ja komplett logisch. Also schauen wir mal in das Gehirn einer Person mit blauen Augen - diese Person weiß natürlich nicht, dass sie blaue Augen hat.
Nehmen wir mal an, es gäbe nur eine Person mit blauen Augen auf der Insel:
Tag 1: “Ok, es gibt also eine Person mit blauen Augen. ich sehe niemanden, also muss ich das sein. Fein, ich bin dann weg.”
Ergebnis: Eine Person verlässt am 1. Tag die Insel
Jetzt nehmen wir mal an, es gäbe 2 Personen mit blauen Augen:
Tag 1: “Ich sehe genau eine Person mit blauen Augen. Entweder ist das die einzige Person, dann geht er heute. Oder ich habe auch blaue Augen, dann bleibt er”
Tag 2: “Ah ja, die andere Person ist geblieben. Also habe ich auch blaue Augen. Und wir beiden können heute die Insel verlassen”
Weiter geht es, nehmen wir an, es gäbe 3 Personen mit blauen Augen:
Tag 1: “Ich sehe 2 Personen mit blauen Augen. Die sehen sich auch. Wenn ich keine blauen Augen habe, werden sie am 2. Tag die Insel verlassen” (siehe oben - denn diese 2 sehen nur eine Person mit blauen Augen)
Tag 3: “Ah ja, die anderen Person ist geblieben. Also habe ich auch blaue Augen. Und wir 3 können heute die Insel verlassen”
Ergebnis: 3 Person verlassen am 3. Tag die Insel
Und weil es so schön ist, machen wir das mal mit 4 Personen:
Tag 1: “Ich sehe 3 Personen mit blauen Augen. Wenn ich keine blauen Augen habe, sehen diese jeweils 2 Personen mit blauen Augen und werden am 3. Tag die Insel verlassen” (siehe oben). Ansonsten sehen sie 3 Personen (wie ich).
Tag 4: “Die sind noch da? Dann können wir jetzt gehen”
Ergebnis: 4 Person verlassen am 4. Tag die Insel
Und genau so geht es jetzt weiter. Wir wissen, es sind 100 Personen mit blauen Augen die komplett logisch denken.
Also werden alle 100 Personen am 100. Tag zusammen die Insel verlassen.
Tag 2: “Ah ja. Die andere Person mit blauen Augen hat die Insel nicht verlassen. Also muss es mind. 2 Personen mit blauen Augen geben. Ich sehe auch 2 Personen mit blauen Augen. Wenn ich keine bleuen Augen
Permalink
21.07.11
Posted in Allgemein
at 12:10:24
Ok, hier jetzt die Lösung zu meinem Rätsel vom Mittwoch:
100 Blauäugige verlassen am 100. Tag die Insel.
Die Erklärung dafür ist sehr spannend. Aber ich würde sagen, die liefer ich dann man morgen.
Permalink
20.07.11
Posted in Allgemein
at 09:50:42
Das hier ist echt nett: http://www.xkcd.com/blue_eyes.html
Hier der Text (aus der Webseite kopiert):
A group of people with assorted eye colors live on an island. They are all perfect logicians — if a conclusion can be logically deduced, they will do it instantly. No one knows the color of their eyes. Every night at midnight, a ferry stops at the island. Any islanders who have figured out the color of their own eyes then leave the island, and the rest stay. Everyone can see everyone else at all times and keeps a count of the number of people they see with each eye color (excluding themselves), but they cannot otherwise communicate. Everyone on the island knows all the rules in this paragraph.
On this island there are 100 blue-eyed people, 100 brown-eyed people, and the Guru (she happens to have green eyes). So any given blue-eyed person can see 100 people with brown eyes and 99 people with blue eyes (and one with green), but that does not tell him his own eye color; as far as he knows the totals could be 101 brown and 99 blue. Or 100 brown, 99 blue, and he could have red eyes.
The Guru is allowed to speak once (let’s say at noon), on one day in all their endless years on the island. Standing before the islanders, she says the following:
“I can see someone who has blue eyes.”
Who leaves the island, and on what night?
Die Antwort ist echt tricky. Ich muss zugeben, dass ich einige Zeit gebraucht habe, um Lösung zu verstehen. Es ist keine Scherzfrage und wir nehmen mal an, es gibt keinerlei Spiegel etc. auf der Insel. Die Antwort ist tatsächlich reine Logik.
Have fun.
Permalink
14.07.11
Posted in Projektmanagement
at 13:43:49
Je mehr ich mit Google+ herumspiele, desto mehr Anwendungsgebiete finde ich. So ist Google+ ein nettes PM-Tool und kann Dienste wie Campfire etc. so ziemlich komplett ersetzen.
Bzgl. Tools zur Projektoptimierung gibt es natürlich gerade in großen Konzernen das berechtigte Problem, dass der Datenschutz die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, wenn auf die Idee kommt, Projektinterna in irgendeiner Cloud zu speichern. Trotzdem setzt sich diese Arbeitsweise für verteilte Teams mehr und mehr durch. In Startups und kleineren Firmen ist es inzwischen mehr oder minder der Normalfall.
Was brauchen verteilte Teams?
Kommunikationstools: Die hat Google+ zur Genüge.
Man definiert ein einfach einen Stream mit den Projektmitgliedern und hat ein Newsboard. Zusätzlich gibt es einen Bookmark-Stream in den man Texte und Verweise unterbringen kann.
Videokonferenzen & Chat: Check!
Google+ bietet Chat und Hangout, also auch das ist dabei.
Dokumentenablage: Google Texte&Tabellen
Inzwischen kann man nicht nur Texte&Tabellen, sondern alle möglichen Daten hochladen und anderen Nutzern zur Verfügung stellen. Hier zeigt sich allerdings auch, dass die einzelnen Dienste nicht 100% aufeinander abgestimmt sind. Denn Bilder verwaltet man eigentlich in der Google Welt mit Picasa. Texte&Tabellen kann jedoch auch Bilder verwalten. Aber gut, es sind als alles zugekaufte Anwendungen.
Terminabstimmung: Google Calender
Ok, Outlook ist es nicht wenn es um Terminfindung geht, aber inzwischen recht gut nutzbar.
Ich bin gespannt, wann die ersten Projekte das tatsächlich umsetzen.
Permalink
13.07.11
Posted in Multimedia, Allgemein
at 09:32:00
Ha! Ihr dachtet wohl, ich in das einzige Blog, dass nicht seine Meinung über Google+ absondert. Falsch gedacht!
Seit einigen Tagen spiele ich mit Google+ herum. Ich muss zugeben, dass sich mein Leben dadurch nicht grundlegend verändert hat. Trotzdem ist es zweifellos ein wirklich nettes Tool. Fast immer wird es als Konkurrenz zu Facebook beschrieben. Das wiederum sehe ich eher anders. Ich glaube, Google+ wird eher ein Problem für LinkedIn und - vor allem - Xing werden. Zumindest was mein persönliches Nutzungsverhalten angeht.
Bei Facebook habe ich eher wenig Kontakte. Dort sind die Leute, die ich an meinem Privatleben teilhaben lassen will.
Xing auf der anderen Seite ich mehr oder minder ein ausgelagertes Adressbuch. Dort bestätige ich fast alle Anfragen. Bin ich z.B. auf Projektsuche, schaue ich dort nach Projektvermittlern in meinen Kontakten und schreiben diese an. Es wäre doch ziemlich hübsch, wenn ich diese Vermittler einfach in einem “Vermittler”-Circle bei Google+ hätte und für diesen Circle eine “Ich bin aktuell verfügbar” Meldung schreiben könnte.
Und kommt mir bitte jetzt nicht mit den Xing-Gruppen, diese Bühne für aufgeblasene Selbstdarsteller bei der 99% der Postings nur dem Selbstmarketing dienen.
Google+ hat für mich mehr die Chance, mein neues Adressbuch zu werden. Facebook wird seine Nische im privaten Bereich finden. Ich hoffe inständig, dass ich auf Google+ niemals diese ganzen “Sandy hat 3 Kürbisse bei Blödelfarma gekauft” Einträge finden muss.
Darüber hinaus ist Google+ eine sehr sinnige Verknüpfung von bestehenden Diensten. Google weiß aktuell alles von mir. Es kennt meine Mails (GMail), meine Bilder (Picasa), meine Urlaubsplanung (googlemaps) und meine Texte. Diese Dienste werden nun durch Google+ verknüpft. Das macht Sinn. Bei Facebook dienen die Fotoalben nur dafür, um sie in Facebook anzuzeigen. Der Chat ist ein Facebook-Chat usw. Diese Dienste sind bei Google eingenständig und können auch völlig losgelöst von Google+ genutzt werden. Das ist so ein wenig wie der Unterschied zwischen Microsoft (ein Tool für viele Aufgaben) und Unix-artigen Systemen (jeweils ein spezialisiertes Tool für eine Aufgabe).
Darüber hinaus denke ich, dass Google+ tatsächlich auch Toole wie Campfire ersetzen kann. Aber dazu morgen mehr.
Permalink
12.07.11
Posted in Multimedia, Allgemein
at 09:28:52
Dieses Wochenende war ja für neue Technik-Produkte nicht sonderlich ideal. Google+ hat die Dämme ein wenig geöffnet und damit so ziemlich sämtliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Bei Bätschmen habe ich zum Glück gelesen, dass es noch eine andere Neuerung gibt.
Sipgate ist ein Anbieter von Voice over IP Telefondienstleistungen. Vor einiger Zeit haben sie mit Sipgate One einen Dienst gestartet, der in etwa mit Google Voice zu vergleichen ist. Man erhält eine Mobilfunknummer und kann anschließend definieren, welche Telefone unter dieser Nummer erreichbar sei sollen: Handy, Festnetz, Skype VoIP usw. Diese Telefone klingeln alle gleichzeitig.
Dummerweise funktionierte Sipgate One bislang nicht mit der Sipgate iPhone App. Dies hat dies endlich geändert. Jetzt kann man also über sein iPhone auch unter der Sipgate One Nummer Anrufe tätigen und SMS versenden.
Der Dienst hat noch einen weiteren hübschen Service. Auf Wunsch nimmt die Mailbox den Anruf nicht nur auf und leitet diesen als E-Mail weiter, der Inhalt der Mailbox wird sogar in Text umgewandelt. Wenn mich also jemand anruft und auf meine Mailbox spricht, bekomme ich eine Mail und kann mir den Inhalt einfach durchlesen. Das klappte in meinen Tests mit deutscher Sprache erstaunlich gut. Wenn man nun alle seine Tefonnummern auf diese Mailbox umleitet, hat man eine zentrale Nummer und eine zentrale Mailbox, egal wo man ist.
Vor allem im Ausland sind VoIP Telefonate eine feine Sache. Ein nutzbares WLAN findet man inzwischen in so ziemlich jeder Stadt. der Kontakt mit den liebsten Zuhause ist dann ohne neue SIM und teure Ferngespräche machbar.
So weit so gut. Schöne neue Welt. Leider hat der Service wohl noch ein paar Kinderkrankheiten. So war teilweise die Sprachqualität eher unterirdisch. Andere Nutzer haben von häufigen Verbindungsabbrüchen berichtet. Ich hoffe mal, dass ändert sich noch kurzfristig. Dann ist es wirklich ein netter Dienst.
Permalink
04.07.11
Posted in Allgemein
at 16:26:25
Kurze Mitteilung aus dem Maschinenraum.
Das Blog sollte ab sofort sowohl per IP4 also auch per IPv6 erreichbar sein. Mein Hoster (Domainfactory) bietet das ab heute an (nein, ich bekomme von denen kein Geld, bin aber zufriedener Kunde).
Permalink
27.06.11
Posted in Projektmanagement
at 15:01:08
Die Aufgabe war nicht schwierig, aber aufwändig. Es ging darum, eine Software in >200 Standorten einzuführen. Die Software selber war eine Art Kundenverwaltung.
Dummerweise ging schon die erste Testinstallation gründlich in die Hose. Es zeigte sich, dass die Software sehr viele Schwächen hatte. Es ist halt schwierig eine Software zentral für ganz Europa zu entwickeln. Diese dummen lokalen Gesetze und Steuern aber auch. Im Vorfeld wollte niemand auf die Bedenken hören…
Also habe ich die dringende Empfehlung ausgesprochen, sich erstmal mit QS zu veschäftigen und die weiteren Einführungen zu verschieben.
Freitags - 2 Stunden vor Feierabend - bekam ich dann einen Anruf: “Hallo Guerilla_PM. Wir haben uns Deinen Vorschlag angeschaut und Du hast absolut Recht. Unter diesen Umständen verschieben wir die weiteren Standorte. Vielen Dank für die sehr überzeugende Darstellung. Ach ja, Dich brauchen wir dann ab sofort natürlich nicht mehr”.
Permalink
14.06.11
Posted in Multimedia, Allgemein
at 09:14:29
Empört Euch!
Stéphane Hessels hat das KZ Buchenwald überlebt. Er gehört zu den Mitautoren der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen. Er ist inzwischen 93 Jahre alt und - wie er sagt - damit auf der allerletzte Etappe.
Wenn so ein Mensch jetzt mehr oder minder zur Revolution aufruft, ist das schon bemerkenswert. Das Buch ist sehr kurz und inhaltlich tatsächlich auch überschaubar. Trotzdem findet man es seit Wochen überall in Europa in den Bestenlisten. Und das zurecht. Denn wenn jemand wie Hessels die Jugend dazu aufruft, endlich aktiv zu werden hat das seinen Grund.
Empört euch!: Ungekürzte Lesung
Permalink
30.05.11
Posted in Multimedia, Allgemein
at 08:31:38
Viele Leute haben vermutlich schon mal von Randy Pausch gehört. Die Zusammenfassung: Randy Pausch ist ein Professor der, nachdem er erfahren hat, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist, eine “Last Lecture” gehalten hat. Diese Last Lecture ist eine Tradition und wird von Professoren gehalten, die aus dem Lehrbetrieb ausscheiden und nun in einer letzten Vorlesung quasi ihren Studenten das mitteilen, was sie sagen würden wenn dies wirklich ihre letzte Vorlesung in ihrem Leben sei. Nun, bei Randy Pausch war es die letzte Vorlesung.
Auf Youtube findet man diese sehr beeindruckende Rede
Anschließend hat er noch ein Buch verfasst welches auch aus Hörbuch zu bekommen ist:
Last Lecture: Die Lehren meines Lebens.
Das Buch hat mehrere Themen. Zum einen beschreibt er nochmal den Verlauf seiner Krankheit und wie er anschließend seine Last Lecture geplant hat. Wichtige Inhalte der Last Lecture werden dabei nochmal aufgegriffen. Darüber hinaus geht es in dem Buch auch um seine Auffassung zur richtigen Lehre und den Umgang mit Studenten.
Herausgekommen ist ein wirklich wunderbares Buch eines Menschen der einem den Wert jeder einzelnen Lebenssekunde klar macht. Vorsicht, Autofahren mit Tränen in den Augen ist manchmal schwierig …
http://www.amazon.de/gp/product/388698222X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&tag=guerillaproje-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=388698222X
Permalink
24.05.11
Posted in Projektmanagement
at 08:29:55
Stephen King hat mal geschrieben, es sei ganz einfach, ein guter Schriftsteller zu werden. Man müsse nur ein paar Jahre lang jeden Tag 5 Seiten schreiben. Damit wird man zwar nicht garantiert ein herausragender Autor, aber man wird gut.
Was das nun mit Projektleitung zu tun hat? Ganz einfach. Um ein guter Projektleiter zu werden muss man nur zwei einfache Regeln befolgen. Vergesst die ganzen Bücher, vergesst die vielen Kurse und Methoden (ok, also nicht komplett - die haben schon ihren Sinn).
Regel 1: Du musst lieben was du tust
Regel 2: Immer weiter machen
Und hier kommt noch ein großes Geheimnis. Ich sollte dafür eigentlich von jedem Leser 1000 EUR verlangen. Aber so bin ich halt. Also:
Das Geheimnis des Erfolgs: Was haben Stephen King, die Beatles, die Stones und tausende anderer Legenden gemeinsam?
1. Sie lieben was die machen
2. Sie haben nicht aufgegeben
3. Am Anfang waren alle unsere Legenden miese Anfänger
Den letzte Satz bitte ausschneiden und an den Spiegel hängen!
Die einfache Wahrheit ist, kaum jemand startet als Genie (höre ich da jemanden Mozart rufen? Ach, halt die Klappe). Die Leute wurden so gut, weil sie natürlich Talent hatten, weil sie natürlich zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort waren - und weil sie niemals aufgegeben und immer weiter gemacht haben!
Mein liebster Pokerspieler, Daniel Negreanu, hat dies sehr schön in seinem Blog beschrieben. Negreanu ist dafür bekannt, dass er mit einer unglaublichen Trefferquote die Karten der Gegner “lesen” kann. Außerdem ist der immer ruhig und freundlich (”let’s play friendly poker”). Damit hat er sich aktuell rund 14 Mio. Dollar erspielt - nicht schlecht, oder? Um dahin zu kommen hat er mehrfach sein Geld verspielt, hat in miesen Hotels gewohnt und war mehr als einmal kurz davor, aufzugeben.
Hier seine Geschichte:
I can still remember the lonely walks back from Mirage to Budget Suites at Paradise and Twain at 3:00am after I went broke for the umpteenth time. Soul searching, analyzing what went wrong, then trying to figure out what I was going to do next. My life back then was very different. I’d wake up, take a quick shower (sometimes) then walk about 20 minutes to Mirage. Once I got in a game, there was no eating. I’d take a round off once in a blew moon to get a croissant and a yogurt at the snack bar. I’d barely miss one round. All I did was play poker. It was kind of awesome in a twisted way. I loved the game, loved the life, and loved the challenge of taking on the Las Vegas locals in the hopes of becoming one. I lost that challenge time and time again, but persevered, never quit, and eventually broke through and beat the game.
I remember even later, going broke in a $40-$80 game then running into a friend from Toronto named Zvi. I let him know “they got me” and he loaned me $500 to go back in there. Yes, I know it’s beyond insane to play $40-$80 limit hold’em with a $500 bankroll, but those were different times. I turned that $500 into $2500, and a week later played my first ever WSOP bracelet event, the 1998 $2000 Pot Limit Hold’em tournament. It was also my first time playing pot limit, and I ended up… winning the whole dam thing! From $500 to a $169,000 payday in about a week. You’d think that would straighten me out for good, but no, I wasn’t satisfied with being a $40-$80 grinder. After staking people, bad loans, and playing higher stakes, I blew all that money too. It was all part of the learning experience, and I promise you I wouldn’t change one thing about it.
Permalink
10.05.11
Posted in Projektmanagement
at 11:05:30
Im Projektalltag werden Fehler gemacht. Also werden Menschen kritisiert. Dummerweise sind wir Menschen so gebaut, dass wir mit Kritik ein echtes Problem haben. Um die Sache noch schlimmer zu machen gibt es gerade in diesem Punkt auch riesige kulturelle Unterschiede.
Grundsätzlich findet man 3 verschiedene Reaktionsstufen auf Kritik. Nehmen wir mal an, mein Nachbar erwischt mit an den Mülltonnen und sagt mir, ich solle doch bitte Gelben-Punkt Müll nicht in die Restmülltonne werfen.
Stufe 1: Leugnung
“Ich? Wie kommen Sie denn jetzt da drauf?”
Der Nachbar sieht nur auf meine Mülltüte aus der einige Milchtüten herausschauen
Stufe 2: Ablenkung
“Ach, die. Das ist doch nichts. Sie müssen sich mal anschauen, was der Kattlewski alles hier reinwirft!”
Der Nachbar meint zurecht, dass er aber mit mir spricht.
Stufe 3: Angriff
“Und was jetzt? Rufen Sie die Müllpolizei? Kerl, Kerl, Kerl! Kümmern Sie sich besser mal um ihren eigenen Scheiß. Jeden Morgen lassen Sie den Motor ‘ne halbe Stunde warmlaufen. Aber mir was von Mülltrennung erzählen!”
Dieses Verhalten ist uns scheinbar mehr oder minder angeboren. Die Fensterscheibe ist kaputt und draußen hängen Kinder herum. Einfach in die Runde fragen “Weiß einer was?”. Ein Kind wird sofort losplärren “Ich habe nicht den Ball beim Freistoß aus spitzem Winkel vor die Scheibe geschossen. Der Lukas hat mich dazu gezwungen” - oder so ähnlich…
Wenn man als Projektleiter/Teamleiter diese Stufen kennt, kann man Kritik viel produktiver anbringen (ok, ich persönlich stehe in dem Ruf Kritik eher undiplomatisch zu äußern, aber das ist ein ganz anderes Thema).
1: Leugnung verhindern. Kritik sollte so sachlich fundiert und neutral sein, dass man es nicht mehr leugnen kann. Darüber hinaus haben persönliche Angriffe hier nichts zu suchen
2: Ablenkung verhindern Man gewinnt zusammen, man verliert zusammen. Als Apple mit MobileMe einen Fehlstart hingelegt hat, holte Steve Jobs das komplette Team und faltete es in einer Rede zusammen. Jeder war an dem Desaster Schuld - das Team hat Mist gebaut, nicht einzelne Personen.
3: Keine Angriffe zulassen Sondern sofort die Lösung präsentieren.
Beispiel:
Option 1 (schlecht): Hey Du Depp, Du hast wieder eine fehlerhafte Version eingeschecked. Jetzt haben wir haben dem Server nur Murks und der Build ist fehlgeschlagen.
Option 2 (schon besser): Hallo Team, unser nächtlicher Build ist gestern fehlgeschlagen. Wir müssen uns da echt mal was ausdenken. Durch den Zeitdruck vergesse ich ja selber immer erstmal die Sachen lokal zu übersetzen. Folgende Idee: Beim einchecken schicken wir ab jetzt alle das Logfile des lokalen Builds mit. Dann kann man es nicht vergessen. Hat jemand noch andere Verbesserungsvorschläge?
Permalink
09.05.11
Posted in Projektmanagement
at 08:58:12
Oder: Was ich durch diesen Flipper über Management gelernt habe.
Es ist schon viele Jahre her, da war ich im Vorstand eines Vereins, der Privatleute ins Internet bringen wollte. Das war weit bevor die Telekom angefangen hat, eine BTX/Internet Brücke zu bauen.
Der Verein hatte eine wöchentliche Hotline-Stunde. Und da es mit Mobilfunk auch noch nicht so weit her war, musste also zu dieser Hotline jemand im Vereinsbüro sein. Das wurde nicht bezahlt, das Büro befand sind in einem Keller - es war also nicht gerade super spannend. Wenn man Glück hatte, waren natürlich mehrere Leute anwesend. Dann machte es wieder Spaß. Aber oft war es einfach schwierig, die Hotline regelmäßig zu besetzen.
Was also tun? Zwingen kann man niemanden. Ok, man hätte es gekonnt. Aber Druck funktioniert in kreativen Berufen halt eher schlecht.
Unsere Lösung? Wir haben 1.000 DM investiert (oder 1.600? Die genaue Summe kenne ich nicht mehr, auch wenn ich damals Kassenwart war) und einen gebrauchten Terminator 2 Flipper gekauft. Nebenbei gemerkt ist dieser Flipper auf Grund seine wirklich guten Designs und Gameplay immer noch mein Liebling. Heute bekommt man ihn in gutem Zustand übrigens nicht unter 1.500 EUR.
Das Ergebnis: Zur Hotline-Stunde war das Büro überfüllt. Binne weniger Wochen war es ein regelmäßiger Termin, man spielte, quatschte, bestellte Pizza und - ach ja - manchmal rief auch jemand an und hatte ein Problem. Da immer 5-10 Personen anwesend waren, konnten so ziemlich alle noch so komplizierten Fragen beantwortet werden.
Die sehr wichtige Managament-Lektionen die sich daraus ergeben lautet natürlich:
1. Motivation ist immer besser als Zwang
2. Wenn Du für die eigentliche Aufgabe keine Motivation aufbauen kannst, schaffe eine Nebenmotivation
3. das Ergebnis zählt - und manchmal ist der direkte Weg nicht der Beste.
Permalink
04.05.11
Posted in Projektmanagement
at 13:30:04
Die Idee hier finde ich wirklich nett:
http://lifehacker.com/#!5798422/hire-the-right-person-for-the-job-by-listing-a-weeks-worth-of-work
Kurze Zusammenfassung:
Statt eine Stellenausschreibung mit den üblichen Füllwörtern zu erstellen (”Muss gut im Team arbeiten können”), wurde einfach aufgelistet, was eine andere Person in diesem Job eine Woche lang macht. Besser kann man keine Anforderungen definieren.
Permalink
03.05.11
Posted in Projektmanagement
at 16:08:01
Wir Freelancer werden abends beim Bier ja gerne mal damit aufgezogen, dass wir uns mit unseren riesigen Tagessätzen eigentlich alle eine neue 40-Meter Yacht besäßen. Das ist natürlich Quark und zur Strafe sollte man Leute, die sowas erzählen sofort unter Deck der neu gekauften 40-Meter Yacht zum Bierholen schicken.
Warum sind die Tagessätze aber so wie sie sind. Oder anders ausgedrückt: Wie sollte ein Einsteiger rechnen? Was sollte er fordern, um nicht über den Tisch gezogen zu werden?
Eigentlich gibt es eine sehr einfache Faustformel: Man kalkuliert mit 100 bezahlten Arbeitstagen pro Jahr. Das sieht auf den ersten Blick sehr wenig aus, aber man sollte nicht vergessen, dass es unbezahlte Zeit gibt in denen man ein neues Projekt sucht, es gibt Urlaub, es dauert Zeit, den Beinbruch ausheilen zu lassen usw. usw. Daher sind 100 Tage eine gute Grundlage und alles darüber hinaus geht in die Altersvorsorge.
Im zweiten Schritt überlegt man sich, was man in einer vergleichbaren Festanstellung brutto verdienen will. Nehmen wir mal irgendeine Zahl und sagen, 60.000 EUR/Jahr. Schon habe ich meinen Tagessatz: Es sind 600 EUR.
Zu diesen 600 EUR kommen dann natürlich noch die Kosten für den oft vorhandenen Projektvermittler (zwischen 20% und 50%).
Wenn man so rechnet, hat man eine vernünftige Basis. Und auch wenn Endpreise von 800-1200 EUR auf den ersten Blick vielleicht sehr hoch scheinen, damit sind die Leasingraten für den Audi S5 noch nicht drin.
Jetzt kommt natürlich noch die spannende Frage, wie hoch die Einnahmen sein müssen, um über die Runden zu kommen (und den S5 zu bezahlen). Dafür kann man sich seinen ganz privaten Business-Plan bauen. Diesen Plan …
… werde ich morgen online stellen.
Permalink
20.04.11
Posted in Allgemein
at 16:36:41
Irgendwas muss ich übersehen haben, nur was?
Ab dem 1.7.2011 tritt das Steuervereinfachungsgesetz in Kraft. Ab diesem Datum kann man elektronische Rechnungen auch ohne qual. digitale Signatur zum Vorsteuerabzug heranziehen.
Kurze Erklärung: Wenn ich eine Rechnung bekomme, kann ich die enthaltene Mehrwertsteuer (= meine Vorsteuer) abziehen und bekomme diese vom Finanzamt wieder. Im Gegenzug muss ich Umsatzsteuer auf meine Rechnungen aufschlagen und an das Finanzamt abführen. Um aber die Vorsteuer abziehen zu können, gab es bei elektronischen Rechnungen (z.B. per Mail versendet) die Regel, dass diese digital signiert sein muss. Das hat sich jedoch in der Praxis nicht durchgesetzt.
Ab Juli gelten also andere Regeln. In einer FAQ des Finanzministeriums findet man viele Infos:
http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_310/DE/Wirtschaft__und__Verwaltung/Steuern/Veroeffentlichungen__zu__Steuerarten/Umsatzsteuer/003.html#2
Und es scheint wirklich so zu sein, als wäre es in Zukunft möglich, Rechnungen ohne große Probleme per Mail zu verschicken und zu empfangen (ok, das ging auch schon vorher - aber dann durfte man die Vorsteuer nicht ziehen). Sollte es tatsächlich ein Gesetz geben, welches das Leben einfacher macht? Da muss ein Haken sein. Da ist bestimmt ein Haken bei. Ich finde ihn nur noch nicht …
Permalink
14.04.11
Posted in Projektmanagement
at 11:25:02
Was haben Motorradfahrer und Projektleiter gemeinsam?
Antwort: Sowohl Projektleiter als auch Motorradfahrer sind ohne Risikomanagement in Gefahr.
Ich plane gerade eine Tour. Da meine Maschine in 14 Jahren noch keinen Ausfall hatte gehe ich davon aus, dass auf jetzt nix passieren wird.
Trotzdem habe ich mein Boardwerkzeug überprüft, Ersatzteile (Kupplungshebel, Sicherungen) eingepackt und ich werde natürlich geschützte Klamotten anhaben. Natürlich wäre es im Sommer angenehmer, ohne Handschuhe, mit Jeans und T-Shirt zu fahren. Aber ich so bescheuert bin ich dann doch nicht. Klar, ich halte mich für einen sicheren Fahrer. Aber man weiß ja nie ob nicht doch etwas passiert. Außerdem bin ich nicht alleine unterwegs.
Langer Rede kurzer Sinn: Obwohl ich felesenfest überzeugt bin, dass weder mir noch meiner Maschine etwas passieren wird, treffe ich soweit mir möglich Vorkehrungen für eine ganze Reihe von Notfälle.
Projektleiter sollten genau so denken. Natürlich ist man der beste Projektleiter der Welt und es nicht schon nichts schief gehen. Aber nur für den Fall …
Jetzt kommt natürlich die Frage, ob man als Projektleiter also immer Gürtel und Hosenträger tragen sollte. Und zur Sicherheit könnte man sich die Hose noch festtackern. Antwort: Nein, natürlich nicht. Die Herausforderung im Risikomanagement liegt genau darin, Risiken zu berücksichtigen und zu bewerten, sich dadurch aber nicht zu sehr von der eigentlichen Arbeit ablenken zu lassen. Vor allem sollte man sich nicht von der Aufgabe selber ablenken lassen.
Anders ausgedrückt. Der sicherste Weg für meine Motorradtour ist bestimmt, ist fahre erst gar nicht los. Schließlich ist Motorrad fahren gefährlich. Also lasse ich es gleich sein. Das genau mache ich aber nicht. Denn hier habe ich ein Risiko, welches in zwar nicht steuern kann, aber ich akzeptiere es. Das Risiko lautet, ich kann sterben. Motorrad fahren kann tödlich sein. Ich kenne und akzeptiere das Risiko. Warum? Weil das Risiko <100% liegt (es ist 12-Mal wahrscheinlicher für einen Mann an Prostatakrebs zu sterben als auf dem Motorrad) und ich es kenne und akzeptiere. Das macht mich im Schadensfall natürlich nicht wieder lebendig…
Permalink
13.04.11
Posted in Projektmanagement, Allgemein
at 10:22:16
Gerade habe ich einen sehr netten Artikel gelesen:
http://lifehacker.com/#!5791032/improve-your-luck-by-relaxing-keeping-an-open-mind-and-paying-attention-to-the-world-around-you
Die grobe Zusammenfassung sieht so aus:
Man hat zwei Gruppen die Aufgabe gegeben, die Fotos in einer Zeitung zu zählen. Die Gruppe die sich selber als Glückspilze bezeichnet hat, war viel schneller fertig. Warum?
Nun, die andere Gruppe hat alle Fotos gezählt. Die Glückspilze haben auf Seite zwei gefunden “Du kannst aufhören zu zählen, es sind 43 Fotos”.
Es gibt viele ähnliche Geschichten mit immer gleicher Moral: Man muss Chancen erkennen, man muss über den Tellerrand hinausblicken, man muss zielgerichtet arbeiten.
Wer eine Aufgabe bekommt und sofort stur losrennt ohne nach Links oder Rechts zu schauen, hat schon verloren.
Oder wie es auch so schön heißt: Wer arbeitet hat keine Zeit, Geld zu verdienen…
Permalink